Gemeinde Bartholomä

Aktuelles aus dem Gemeinderat
06.12.2019

Unsere Bürgerschaft über das aktuelle Geschehen und über anstehende Planungen in der Gemeinde noch direkter zu informieren, ist dem Gemeinderat wichtig. Ein oder zweimal jährlich die Einwohner zu einer „aktuellen Stunde“ einzuladen und zu informieren, ist das erklärte Ziel.
So fand am vergangenen Mittwochabend, 27.11., eine erste aktuelle Stunde „Aus dem Gemeinderat und der Gemeindeverwaltung“ statt. Bürgermeister Thomas Kuhn begrüßte dazu namens des Gemeinderats etwa 30 Bürgerinnen und Bürger im Dorfsaal und ging jeweils schlaglichtartig innerhalb einer Stunde dabei auf die verschiedenen Themen ein:

Finanzlage der Gemeinde: Mit einer aktuellen Verschuldung von lediglich 61 €/Einwohner auf Ende des Jahres 2018 ist der kommunale Haushalt in Ordnung. Seit mehreren Jahren laufen schon die Verwaltungsarbeiten zur Einführung des neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen (NKHR) und damit einhergehend der Ablösung und Überführung der seitherigen kammeralistischen Haushalts- und Rechnungsführung in die neue „kommunale Doppik“. Diese wird nun zum 01.01.2020 neu eingeführt. Die geplante Einführung des Ratsinformationssystems für den Gemeinderat und damit verbunden die frühzeitige Information über die Inhalte der einzelnen Tagesordnungspunkte über das Internet ist im kommenden Jahr geplant. Die Frage des Umgangs mit dem geplanten Verkauf und/oder der geplanten weiteren Nutzung des alten Rathauses ist zwar nicht dringlich, soll dennoch im kommenden Jahr intensiv überlegt werden, so der Verwaltungschef. In dem Zusammenhang verschwieg er nicht, dass sich Bürger und die Gemeindeverwaltung im neuen Rathaus echt wohl fühlen. Die aktuelle Situation der Freiwilligen Feuerwehr, die derzeit mit mehr als 50 aktive Kameraden und mehr als 20 Jugendfeuerwehrlern toll aufgestellt ist, aber damit an räumliche Kapazitäten stößt, wurde genauso angesprochen, wie die jetzt gute Raumsituation nach der Generalmodernisierung unserer Laubenhartschule mit derzeit sechs Grundschulklassen und die Information über das Digital-Paket von Bund und Land für die weitere Medienentwicklung unserer Schule für die die Gemeinde Zuschüsse erhalten kann.

Der Bürgermeister ging auf den baulichen Zustand des Hallenbades ein und warb in dem Zusammenhang für die Kultur- und Sportstiftung Bartholomä mit dem Ziel, diese Stiftung durch verschiedene Aktionen und der Einwerbung von Spenden zu stärken. Seit diesem Kindergartenjahr bestehen auch wieder fünf Kindergartengruppen in Bartholomä. Dabei dankte er den beiden Kirchengemeinden für den Kindergartenbetrieb und stellte die neue Krippen-Gruppe im katholischen Kindergarten mit derzeit 9 Kindern vor, die seit diesem Kindergartenjahr für den zunehmenden Bedarf der Betreuung unter Dreijähriger neu eingerichtet wurde. Er ging genauso auf die Unterhaltungsarbeiten am Museum und Kulturhof Amalienhof ein und verwies auf die Situation der Gemeindebücherei nach dem Umzug in die neuen Räume in der Schule.

Beim Wohnbaugebiet „Hirschrain-Nord, Erste Erweiterung“ sind aus dem 1. Bauabschnitt 14 von insgesamt 18 Bauplätzen verkauft. Die Gemeinde wolle im kommenden Jahr dort in die Erschließung des zweiten Bauabschnittes einsteigen. Bei den Tiefbaumaßnahmen stehe die Erarbeitung eines Allgemeinen Kanalisationsplans an. Hierfür seien in den kommenden Jahren erhebliche bauliche Maßnahmen an den Regenüberlaufbecken und der Versickerungseinrichtungen mit zusätzlichen Bodenfiltern erforderlich. Die Gemeinde plane auch einen Tiefbau im Bereich der Heubacher Straße für die nächsten Jahre. Beim Breitbandausbau gebe die Gemeinde aktuell für den Abschnitt Dorfhaus – Gewerbegebiet/Amalienhof rund 300.000 € Kosten aus, um schnelles Internet vor allem ins Gewerbegebiet „Gänsteich“ zu bringen. Davon profitieren auch private Haushalte. Aktuell kümmere sich die Gemeinde um die noch beim Breitband unterversorgten Gebieten, die sogenannten „weiße Flecken“.

Beim Thema Tourismus wolle die Gemeinde eine verbesserte Ausschilderung von Wander-, Rad- und Nordicrouten und der Wege erreichen. Die Sicherung der ärztlichen Versorgung habe der Gemeinderat auf Platz 1 seiner eigenen Prioritätenliste gesetzt, die Gemeinde befinde sich auch da auf einem guten Weg. In dem Zusammenhang seien auch die Planungen für betreutes Wohnen/Mehrgenerationenwohnen im Bereich der Lauterburger Straße zu sehen. Die Energieautarkie der Gemeinde – lt. unserer Bürgerschaft Platz 2 bei der Gemeindeentwicklungsplanung 2014 – sei ein Dauerbrenner. Die Gemeinde habe dazu flankierend einen Sanierungsmanager eingestellt. Am Friedhof wolle die Gemeinde im kommenden Jahr neue Grabformen u.a. mit einem Gemeinschaftsurnengrabfeld errichten.

Bei der Wasserversorgung stünde oft der Wasserpreis, wie auch der Härtegrad des Wassers in der allgemeinen Diskussion. Auch darauf ging der Bürgermeister näher ein. Den Spielplatz am Baronenbergweg möchte die Gemeinde aufgrund einer Elterninitiative genauso ertüchtigen. Ebenso soll eine Lösung für eine bequemere Entsorgung der Grünabfälle bei den Grüncontainern erreicht werden. Im laufenden Bebauungsplanverfahren „Brunnenfeldstraße – Änderung und Erweiterung“ rechne die Gemeinde mit Ergebnissen einer beauftragten Schalluntersuchung im neuen Jahr. Erst dann könne auf dieser Grundlage das Verfahren weiter betrieben werden. Ebenso sei die von der Gemeinde beauftragte Lärm-Untersuchung zur Geschwindigkeitsreduzierung in der Ortsdurchfahrt im neuen Jahr zu erwarten. In dem Zusammenhang informierte der Bürgermeister über die genehmigte Errichtung einer Ampelanlage durch den Straßenbaulastträger im Bereich der Hauptstraße und über den Stand des Antrags zur Einrichtung eines Zebrastreifens in der Heubacher Straße.

Auch das Thema Steinbruch sei ein jahrzehntelanges Dauerthema; der Vorsitzende des Gemeinderats informierte dazu über den aktuellen Stand der Verlegung des Schotterwerks durch den privaten Betreiber. Sehr erfreulich und begrüßenswert sei der Stand der Nahversorgung durch unsere örtlichen Einzelhändler. Bürgermeister Kuhn dankte diesen und rief dazu auf, im Dorf einzukaufen. Und schließlich habe der Gemeinderat auch geplante Straßensanierungen im Blick für das kommende Jahr.

Bürgermeister Kuhn verwies abschließend darauf, dass die genannten Themen einen kleinen Ausschnitt der Bandbreite der kommunalen Arbeit des Gemeinderats darstellen, jedoch die aktuellen Überlegungen und Planungen auch mit Blick auf die beginnenden Haushaltsberatungen widerspiegeln.
Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger begrüßten in der weiteren Diskussion sodann die neue Form und die Information dieser aktuellen Stunde und stellten zu den einzelnen Themen Fragen bzw. gaben ihre Hinweise und Anregungen zu den einzelnen Themen und auch darüber hinaus dazu ab.
In einer anschließenden gemütlichen Runde konnten noch direkte und vertiefende Gespräche der Bürger mit den Gemeinderäten und dem Bürgermeister geführt werden.

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