Heimatgeschichte

Allgemeine Informationen
14.09.2018

Der Arbeitskreis Ortsgeschichte recherchiert und archiviert alles zur Bartholomäer Orts-, Heimat-, Kultur- und Familiengeschichte.
Wichtiger Hinweis:
Es wäre schade, wenn alte Schriftstücke, Bilder, Wehrpässe, Ahnentafel, Ahnenpässe usw. weggeschmissen werden. Der Arbeitskreis Ortsgeschichte Bartholomä kümmert sich um den Erhalt solcher Dokumente, Bilder usw.
Daher die große Bitte: Schmeißen Sie nicht vorschnell Dinge weg. Wenn Dinge vorschnell weggeworfen werden, geht meist ein wichtiger Teil der (Orts-)Geschichte verloren!

Laufende Projekte:
Ortsfamilienbuch Bartholomä
Digitalisierung von Kindergartengruppen-, Erstkommunionsgruppen-, Firmungsgruppen- und Konfirmationsgruppenbildern. (Zeiträume: aus allen Zeiten). Wir würden uns freuen, wenn Sie uns solche Bilder zum Digitalisieren zur Verfügung stellen würden.

Termine 2018:
9.-14. November 2018: Historische Ausstellung "14/18 Mitten in Europa – 100 Jahre Ende 1. Weltkrieg"
Falls Sie noch verschiedene Artefakte, Bilder, Militärpasse usw. aus der Zeit des 1. Weltkrieges haben, dürfen Sie sich gerne mit der Geschäftsstelle in Verbindung setzen.
Sollten Sie alte ortsgeschichtlich interessante Zeitungen, alte interessante Dokumente, (Ernennungs-)Urkunden, Wehrpässe, Ahnentafeln, alte Fotos, alte militärische Dokumente, alte Sterbebildchen, alte Postkarten (vor allem mit Bartholomäer Motiven, Gebäuden etc.), Gemälde usw. haben, die Sie nicht mehr aufheben wollen oder im Rahmen einer Haushaltsauflösung weg müssen, sind wir gerne bereit, diese in unser Archiv aufzunehmen. Alternativ auch als Leihgabe zum Digitalisieren.

Kontakt:
Carsten Weber (Sprecher) 07173-71399 oder Jan Ruben Haller (Geschäftsstelle), 07173-9141319
E-Mail senden

14/18 - Mitten in Europa
06.11.2018

Ausstellung anlässlich des 100-jährigen Endes des 1. Weltkriegs vom 9.-12. November 2018 im evang. Gemeindehaus
3. Historische Wanderung „Ortsgeschichtlicher Spaziergang durch Bartholomä“
14.09.2018

Große Schar von ca. 70 Teilnehmenden am 9. September 2018

Bei schönstem Spätsommerwetter konnten die beiden Ortsgeschichtsführer Jan Ruben Haller und Carsten Weber eine Schar von ca. 70 interessierten Geschichtsfreunden auf dem Platz vor der katholischen Kirche begrüßen.
Nach der Führung durch die katholische und evangelische Kirche und dem Überblick über deren führten die beiden Führer die Interessierten, entlang der Informationstafeln von historischen Gebäuden in Bartholomä, welche von Josef Kühnhöfer in liebevollerweise aufgestellt wurden, zur ehemaligen „Exklave“ Ziegelhütte, welche bis 1979 abgetrennt von der Muttermarkung Bartholomä bestand und heute ein Teil der Gemarkung ist. Weiterführend auf der Strecke erreichte die Wandergruppe die Pfarrer-Weng-Gedenkstätte „Bei den 3 Steinen“. Diese erinnert an den Tod von Pfarrer Friedrich Weng, welcher im November 1634 von kaiserlichen Soldaten „von der Kanzel herabgenommen und hinausgeführt und verschossen“. So schrieb es Schullehrer Andreas Leßle im Winter 1634/35 im ersten evangelischen Kirchenbuch. Seit September 1991 wird die „Pfarrer-Friedrich-Weng-Gedenkstätte“ von einem Bartholomäer Bürger in rührender und uneigennütziger Weise gepflegt, so erläutere Jan Ruben Haller den Interessierten.
Carsten Weber informierte über die noch junge Geschichte des Weilers Birkenteich, welcher anfangs nur aus einem Schafstall bestand, in dem sich junge Stadtflüchtende aufhielten. Es bestand aus den Gewannen Birken und Teich, welche sich im Besitz der Realgenossenschaft Essingen befanden. Später erwarb die Landsiedlung Genossenschaft Stuttgart das Areal und gab den evangelischen Bauernfamilien Lieb, Taxis, Möck und Bohnacker, die zwischen 1934 und 1936 im „Birken und Teich“, dem heutigen Birkenteich aufzogen, eine neue Heimat.
Als weiteres ortsgeschichtliches Gebäude führten die beiden Geschichtsführer die Gruppe zum herzoglichen Jagdschloss auf dem Hirschrain, welches von Herzog Friedrich Paul Wilhelm, dem Neffe des Königs Wilhelm I. von Württemberg bewohnt und als Jagdschloss benutzt wurde.* Jan Ruben Haller erläuterte die interessante Geschichte dieses „Schlosses“ und seiner Bewohner.
Nach dreistündiger Wanderung erreichte die Gruppe pünktlich wieder die Dorfmitte. Beeindruckt von den vielen, bislang unbekannten Details der Bartholomäer Ortsgeschichte verabschiedeten sich die interessierten Teilnehmer.

* Literaturhinweis:
Herzog Friedrich Paul Wilhelm von Württemberg und sein Jagdschloss auf dem Hirschrain bei Bartholomä“ von Heinz Bohn (Essingen) und Jan Ruben Haller (Bartholomä), erhältlich bei den Autoren.


Jan Ruben Haller erläutert die Exklave Ziegelhütte


Wanderführer Carsten Weber erläutert die Geschichte vom Birkenteich
"Nicht nur Jägerlatein" im Dorfhaus
10.10.2017

Gedichte von Pius Kucher – Vortrag Karl Kucher am 6. Oktober 2017
Nachbericht von Norman Bühr
Fröhlich beschwingt war die Stimmung bereits vor Beginn des Vortrags "Nicht nur Jägerlatein - Gedichte von Pius Kucher (Förster in Bartholomä 1941-1964)", der am Freitagabend, um 19.00 Uhr, im Bartholomäer Dorfhaussaal pünktlich begann. Vorgetragen wurden einige Gedichte, im O-Ton, vom Autor selbst; via Tonbandaufnahme. Den restlichen Vortrag gestaltete der Sohn des ehemaligen Försters, Herr Karl Kucher, der dafür aus Perchtoldsdorf - direkt neben Wien gelegen - angereist war. Die Gedichte deckten eine große Bandbreite ab, so war neben Unterhaltsamem und Lustigem, auch Ernstes dabei.
Pius Kucher war zur Zeit des Nationalsozialismus ein entschiedener Gegner und nahm daher in seinen Gedichten, bei der Beschreibung desselben, auch kein Blatt vor den Mund, was den damaligen Förster sogar zeitweise ins Gefängnis brachte. Umso bemerkenswerter ist es, dass es außer den damals reichspolitischen Gedichten, sowie es auch einige kommunalpolitische Gedichte gibt, Pius Kucher auch viel für Jägerlatein übrig hatte, was das Publikum mehrmals laut auflachen ließ.
Nach dem Vortrag wurde Herrn Kucher, für seine fulminante Präsentation, aufs Herzlichste gedankt und die Zuhörer blieben noch bei Getränken, um sich auszutauschen und mit dem Referenten noch das ein oder andere Wort zu wechseln.

2. Historische Wanderung - Rund um Rötenbach am 1. Oktober 2017
04.10.2017

Trotz nächtlichem Regen und drohender schwarzer Wolken traf sich am Sonntagnachmittag eine stattliche Schar von Interessierten zu einer historischen und naturkundlichen Wanderung an der Rötenbacher Dorfhülbe.
Nach einer geschichtlichen Einführung von der Gründung ab 1529 bis zu Eingemeindung nach Bartholomä dieses ehemals nördlichsten Weilers im großen ulmischen Territorium wurde das Naturschutzgebiet „Rötenbacher Streuwiesen“ erkundet. Mit nassen Füßen lauschten die interessierten Wanderer den Informationen über Flora und Fauna des auf der Alb einmaligen Schutzgebietes, vorgetragen von Andreas Kühnhöfer, Förster und Vorsitzender des Bartholomäer Albvereins. An alten Grenzsteinen und Grenzgräben mit Wappen, Jahreszahlen und alten Inschriften vorbei erreichte man das „Schöpfle“ mit einer alten dicken Feldulme, dem noch einzigen lebenden Exemplar auf der gesamten Gemarkung.
Die muntere Truppe erstieg dann auf direktem, uraltem Anstieg die Höhe des Kolmannswald mit dem Standort der ehemaligen Kolmannskapelle. Die Kapelle, die schon vor 1529 bestand, wurde 1699 neu erbaut und noch 1778 erneuert, dann unter dem Zeitgeist der Aufklärung schon 1799 auf Betreiben des Böhmenkircher Pfarrers Dr. Franz Josef Alois Rink unter Billigung des gräflichen Hauses Rechberg abgebrochen. Die volkfestartige Prozession mit 400 bis 500 Pferden und dreimaligen Umritt um die Kapelle an Pfingsten hatte den aufgeklärten Pfarrer erzürnt. Zum Ausgleich wurde dann der Pfingstmarkt nach Böhmenkirch verlegt, welcher heute noch besteht.
Nach eingehender Besichtigung des Ruinenfeldes und leisem Bedauern über den unrühmlichen Abgang der Kapelle trat man den Heimweg an. Gespickt mit vielen geschichtlichen Daten (auch im Heimatbuch Bartholomä, erschienen 2015, nachzulesen) und naturkundlichen Eindrücken verabschiedete Wanderführer Richard Haller die Teilnehmer wieder an der Rötenbacher Hülbe.

Alter Grenzstein – wieder aufgerichtet
12.07.2017

Unweit von Rötenbach, Richtung Böhmenkirch steht links der Straße seit 440 Jahren ein alter, unter Denkmalschutz stehender, historischer Grenzstein. Im Zuge der Feldbestellung wurde dieser wieder einmal umgedrückt. Der Schwäbische Albverein OG Bartholomä und der Arbeitskreis Ortsgeschichte Bartholomä, die sich dem Erhalt und Schutz derartiger, wertvoller Kleindenkmäler verpflichtet fühlen stellten diesen ca. 1m hohen Grenzstein dieser Tage wieder auf.

Lothar Wolf, Erwin Seebach und Richard Haller wuchteten diesen Grenzstein wieder an seinen Platz in der kleinen schützenden Hecke. Er ist der älteste - mit Jahreszahl von 1577 beschriftete – historische Grenzstein auf unserer Gemarkung und steht an der Scheidelinie der 1569 von der Stadt Ulm angekauften Güter aus ehemals rechbergischen und woellwarthischen Besitz und der ehemaligen gmündischen Heide. Folglich zeigen die Seiten dieses Steines Nr. 48 einerseits „SV“ für Stadt Ulm und „SG“ für Stadt Gmünd andererseits. Dazu die Jahreszahl 1577.

Hoffen wir, dass dieser ehrwürdige alte denkmalgeschützte steinerne Zeuge der wechselvollen Geschichte unsere Gemeinde noch lange erhalten bleibt.

Vortrag zur Ortsgeschichte am 24. November 2016 im Dorfhaus
29.11.2016

Mit dreiminütiger Verspätung begann der Vortrag zum Thema "1933-1945: Nationalsozialismus in Deutschland; mit einem Fokus auf Bartholomä, sowie einige Ereignisse davor und danach" fast pünktlich. Ungefähr 120 Interessierte warteten gespannt auf den Beginn der Veranstaltung. Nach einer vorgeschalteten Dankesrede führte ein allgemeingeschichtlicher Einstieg zum Thema Nationalsozialismus ins Dorf Bartholomä. Es war von Widerstand, seitens des damaligen Pfarrers Sohmer, bis hin zur Euthanasie ein buntes Sammelsurium an verschiedensten Themen dieser Zeit. Sitzungsprotokolle von Vereinen oder auch Anordnungen der Militärregierung waren zu sehen, sowie einige Bilder aus der damaligen Zeit. Der Großteil der Zuhörer vertiefte das ein oder andere Thema nach der Veranstaltung im gemütlichen Rahmen bei Getränken.

Ortsfamilienbuch Bartholomä
01.11.2016
Das Buch zur Ortsgeschichte
01.11.2016
Das Buch der Ortsgeschichte ist für 25,- € zu den Öffnungszeiten des Rathauses bei Herrn Haller käuflich zu erwerben.
Historische Wanderung am Sonntag, 10.04.2016
12.04.2016

Die große Gruppe während der Wanderung

Der Schwäbische Albverein und der Arbeitskreis Ortsgeschichte veranstalteten am vergangenen Sonntag eine historische Wanderung auf der ehemaligen Gemarkung Kitzinghof. Hierzu konnten 52 Wander-und Geschichtsfreunde vom Wanderführer Richard Haller begrüßt werden.

Unerwartet hohes Interesse fand die sonntägliche historische Wanderung, die die Besucher bei bestem Wanderwetter an ausgesuchte ortsgeschichtlich wichtige Punkte führte.
Nach einem kurzen Abriss der Entstehung und geschichtlichem Werdegang des Kitzinghofes von staufischen Zeiten bis zur Übernahme ins württembergische Ländle, sah man die alten 1000-jährigen Hohlwege der Albbuchsteige, die alten Grenzsteinen um 1700 zwischen dem Württemberger Forst und dem Ulmer Forst, die Befestigungen des Spanischen Erbfolgekrieges am Bargauer Kreuz, gefolgt von den Auswirkungen der Realteilung des ehemaligen Gemeinwaldes, nämliche hosenträgerschmale Privatwaldungen. Anschließend traf man auf eine leider nun verlandete Weidehülbe am Bargauer Horn, um dann die Grenzlinie zwischen der Gmünder Pirsch und dem Ulmer Forst zu verfolgen.
Schließlich erwanderte die große Gruppe die Grenzlinie zwischen den gräflich rechbergischen und den ehemals spitalischen Wäldern mit imposanten Steinen von 1593, um schließlich auf die neue Zeit, den Standorten der geplanten Windkraftanlagen zu treffen. Den Schluss bildeten die drei keltischen Grabhügel aus der Hallstattzeit auf dem Falkenberg, welche etwa um die Zeitenwende entstanden. Die nun hungrigen und durstigen Wanderer fanden anschließend freundliche Aufnahme in der geöffneten und gastlichen Kühholzhütte.


Wanderführer Richard Haller erläutert einen historischen Grenzstein
650 Jahre Bartholomä - Andenkenverkauf
15.09.2015
Die Gemeinde Bartholomä hat im Rahmen der 650 Jahr Feier etliche Andenken anfertigen lassen.
Folgende Artikel sind erhältlich:
  • Picknickdecke 12,- €
  • Sekt 10,- €
  • Baumwolltaschen 1,- €
  • Schreibblöcke 2,- €
  • Steinkrug 5,- €
  • Kaffeetasse 2,- €
  • T-Shirt 9,- €
  • Buch Ortsgeschichte 25,- €
Sichern Sie sich jetzt in unserem Jubiläumsjahr diese einmaligen Gegenstände. Diese Andenken und vor allem auch das Buch der Ortsgeschichte ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses bei Herrn Haller käuflich zu erwerben.
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