| Aus dem Gemeinderat |
| Sitzungsbericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am Montag, 27.
März 2006 |
Anwesend: Bürgermeister Kuhn sowie 10 Gemeinderäte
Zuhörer: 2
Beginn der Sitzung um 19.30 Uhr
Ende der Sitzung um 21.20 Uhr
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- Polizeiliche Statistik für Bartholomä
Zu einem Bericht über die Polizeiliche Kriminalstatistik konnte
Bürgermeister Kuhn den Leiter des Polizeiposten Heubach, Herrn
Polizeihauptkommissar Joachim Roth in der öffentlichen Sitzung begrüßen.
Der Polizeihauptkommissar ging zuerst auf die Auswirkungen der
Polizeipostenstrukturreform, die zum 1.12.2004 im Landkreis umgesetzt
wurde, ein. Durch die Reform wurde der Polizeiposten Heubach von bislang
fünf Beamte auf sieben Beamte aufgestockt; der bisherige Posten in
Mögglingen wurde aufgelöst. Der Posten Heubach ist nun für rd. 21.000
Einwohner zuständig. Die Reform bewertete er positiv, habe diese doch zu
verbesserten Öffnungszeiten und zusätzlichen Streifendiensten im
Polizeiposten Heubach geführt. Sodann ging Herr Roth auf die Statistik
für das zurückliegende Jahr ein. Es sei festzustellen, dass die
Gesamtstraftaten in der Gemeinde im Vergleich zu den Vorjahren
rückläufig sei. Im Jahr 2005 seien insgesamt 43 Straftaten gezählt
worden, das im Vergleich zu den Vorjahren 2003/2004 ein Rückgang um rund
33 % bedeute. Weiterhin berichtete er dass die Aufklärungsquote von
nahezu 63 % ein sehr gutes Ergebnis sei und über dem Landesdurchschnitt
liege. Kapitaldelikte seien in der Gemeinde Bartholomä in den letzten
Jahren nicht zu verzeichnen. Auch sei die Zahl der Rohheitsdelikte seit
2004 (10) rückläufig und betrage im Jahr 2005 nur noch zwei Fälle.
Insgesamt seien 17 Fälle von Diebstahl im Jahr 2005 gezählt worden,
hiervon allein gingen eine Aufbruchserie von 10 Autoaufbrüchen in einer
Nacht in die Statistik ein. Die Vermögens- und Fälschungsdelikte (im
Jahr 2005 neun Fälle) rührten hauptsächlich vom Internetverkehr her. Als
positiv bewertete Roth die rückläufigen Zahlen im Bereich der
Sachbeschädigungen und der Rauschgiftdelikte, die 2005 nur noch in 3
Fällen zu verzeichnen waren.
Abschließend appellierte der PHK an die Bevölkerung, vor Straftaten
nicht wegzusehen, sondern diese zeitnah der Polizei zu melden.
Der Bürgermeister freute sich über die positive Entwicklung der
Kriminalstatistik für die Gemeinde. Diese zeige, dass in Bartholomä die
Welt noch in Ordnung sei. Er warnte davor, mit Blick auf die positive
Entwicklung die Hände einfach in den Schoß zu legen und führte aus, dass
es wichtig sei, zwischen Gemeinde und Polizei ständig im Kontakt zu
bleiben, um präventiv zu arbeiten. In der sich anschließenden Diskussion
im Gremium wurde die gute polizeiliche Arbeit des Polizeiposten Heubach
gelobt, die weit über die bloße Verfolgung von Straftaten hinaus gehe.
Nach weiterer Beratung nahm sodann der Gemeinderat abschließend von der
polizeilichen Kriminalstatistik Kenntnis.
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- Stromkonzessionsvertrag in der Gemeinde - Information
A. Sachverhalt
Der Gemeinderat Bartholomä hat in seiner öffentlichen Sitzung am
15.06.1989 dem Abschluss eines Strom-Konzessionsvertrages mit der
Überlandwerk Jagstkreis AG, Ellwangen (UJAG) zugestimmt. Gemäß dem
geltenden Vertrag begann die Laufzeit am 1.1.1989 und endet am
31.12.2008.
In dem Konzessionsvertrag hat sich die UJAG verpflichtet, jedermann in
der Gemeinde mit elektrischer Energie zu versorgen. Dagegen hat die
Gemeinde in dem Vertrag der UJAG das ausschließliche Recht eingeräumt,
alle im Gemeindegebiet gelegenen öffentlichen Straßen, Wege und Plätze,
für die Errichtung und den Betrieb elektrischer Anlagen zur Verfügung zu
stellen.
Nach den vertraglichen Regelungen steht beiden Vertragspartner das Recht
zu, drei Jahre vor Ablauf des Vertrages die Aufnahme von Verhandlungen
wegen etwaiger Neuregelungen des vertraglichen Verhältnisses zu
verlangen.
Gemäß den Vorschriften des Energiewirtschaftsgesetzes (EnwG) müssen
auslaufende Konzessionsverträge mindestens 2 Jahre (frühestens 3 Jahre)
vor Vertragsende im Bundesanzeiger bekannt gemacht werden.
B. Beratung und Beschlussfassung
Zur Beratung des Tagesordnungspunktes begrüßte der Bürgermeister die
Vertreter der ODR, Herrn Bernhard Palm und Lorenz Eitzenhöfer. Dieser
stellte sodann die wesentlichen Inhalte eines neuen
Stromkonzessionsvertrages vor.
Der Vorsitzende wies darauf hin, dass bei dem Abschluss eines neuen
Stromkonzessionsvertrages die geordnete Aufgabenerfüllung der Gemeinde
gewährleistet bleiben und auch die berechtigten wirtschaftlichen
Interessen der Gemeinde und ihrer Einwohner Berücksichtigung finden
müssen. Die Konzessionsabgabe sei eine für die Gemeinde sehr wichtige
Einnahme.
Herr Palm ging sodann auf die allgemeine Entwicklung der Energiepreise,
insbesondere der Strompreise ein.
Nach ausführlicher Information und Beratung nahm sodann der Gemeinderat
von der Information zum Thema Konzessionsvertrag Kenntnis und
beauftragte die Verwaltung, zu gegebener Zeit die Bekanntmachung im
Bundesanzeiger vorzunehmen.
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- Antrag der Fa. O2 auf Errichtung einer
Mobilfunkbasisstation in Bartholomä
A. Sachverhalt
Die Fa. O2 (Germany) GmbH & Co. KG, Stuttgart beantragt die
Errichtung einer Mobilfunkbasisstation für Bartholomä. Entsprechend dem
Antrag würde es die Firma begrüßen, wenn die Gemeinde geeignete Objekte
für die Errichtung einer Funknetzstation benennen könnte. Die Firma
weist jedoch auch darauf hin, dass gegebenenfalls ein Mitarbeiter
beauftragt wird, geeignete Mietobjekte bei Privaten zu untersuchen. Aus
Sicht der Gemeinde ist es sinnvoll für die Mobilfunkbasisstation einen
Standort zu wählen, der aus Sicht der Gemeinde verträglich und geeignet
ist. Es soll dabei erreicht werden, dass ein Standort innerhalb der
bebauten Ortslage möglichst ausgeschlossen wird. Aufgrund verschiedener
Erwägungen erachtet die Gemeinde einen außerhalb der bebauten Ortslage
liegenden Standort für die Mobilfunkbasisstation für geeigneter. Dabei
ist eine Entscheidung zu Gunsten eines konkreten Standortes anhand der
Abwägung der verschiedenen Kriterien zu überprüfen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Sehr ausführlich hat sich das Gremium mit der Anfrage der Fa. O2
auf Errichtung einer Mobilfunkbasisstation in Bartholomä beschäftigt.
Unter Abwägung der Kriterien einer ausreichenden funktechnischen
Versorgung und einem möglichst geringen Eingriff in das Landschaftsbild
beschloss das Gremium, in Absprache mit der Gemeinde Essingen einen
möglichen Standort am Bärenberg zu überprüfen.
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- Kenntnisgabe der Beschlüsse des Technischen Ausschusses vom 21.03.2006
Der Technische Ausschuss hat in seiner öffentlichen Sitzung am 21.03.2006
die nachfolgenden Beschlüsse gefasst, die dem Gemeinderat zur Kenntnis
gegeben wurden:
1. Bausachen
In einem Bauantrag wird der Anbau an das bestehende Wohngebäude im
Bereich „An der Heide“ auf Grundstück Flst. 451/2 geplant.
Das Baugrundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplanes "In den
Löchlen I" und weicht von den Vorschriften des Bebauungsplanes ab.
Da aus Sicht der Gemeinde die Abweichungen städtebaulich vertretbar und
insbesondere die Nachbarn keine Einwendungen zu dem Vorhaben vorgetragen
haben, hat der TA einstimmig die notwendigen Befreiungen erteilt.
2. Städtebauliche Entwürfe "Hirschrain-Nord" Beauftragung eines
Fachgutachters
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung im November erste
Planungsüberlegungen für das zukünftige Baugebiet "Hirschrain-Nord"
gemacht. Hierbei wurde beschlossen, städtebauliche Entwürfe von
Planungsbüros im Sinne einer Wettbewerbsbeauftragung vorlegen zu lassen.
In der öffentlichen Sitzung des TA hat das Gremium nach intensiver
Beratung einstimmig beschlossen, für die weitere Moderation, Beratung
und Entscheidungsfindung einen Fachgutacher, die Hochschule Biberach, zu
beauftragen.
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- Bekanntgaben/Verschiedenes
- Winterdienst der Gemeinde
Der Vorsitzende berichtete über den gemeindlichen Winterdienst durch den
Bauhof. Den gesamten Salzverbrauch im Zuge des Winterdienstes bezifferte
der Vorsitzende auf insgesamt rund 100 t; damit lag der Salzverbrauch
etwa doppelt so hoch wie im Winter 2004/2005. Die Mitarbeiter des
Bauhofes hätten für die Räumung von Straßen, Gehwegen, Feldwegen,
Wanderwegen und der Parkplätze insgesamt 1384 Arbeitsstunden geleistet.
Bürgermeister Kuhn lobte die vorbildliche Motivation und den Einsatz der
Mitarbeiter des Bauhofes, die in diesem langen Winter für einen
reibungslosen Winterdienst gesorgt hätten. Sein besonderer Dank galt
auch den Ehrenamtlichen, die durch ihren freiwilligen Einsatz und ihr
Engagement für die gut präparierte Loipen und damit beste
Voraussetzungen für den Wintersport schafften. Namentlich bedankte er
sich bei Herrn Oskar Staudenmaier und Herrn Klaus Niederberger, wie auch
beim Skiclub Heubach - Bartholomä für den Betrieb des Schigeländes am
Wirtsberg.
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Ende der öffentlichen Sitzung um 21.20 Uhr.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.
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