Casola Valsenio - Gemeindepartnerschaft Bartholomä-Casola Valsenio
50 Jahre Europa aufgrund der Römischen Verträge
Konferenz Riolo Terme
Vertreter der Partnerstädte aus Italien und Deutschland trafen sich
zu einer internationalen Konferenz in Riolo Terme, Prov. Ravenna.
(5.v.r.: BM Thomas Kuhn, Bartholomä; 1.v.r. BM Giorgio Sagrini, Casola Valsenio, Italien)
Aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Römischen Verträge fand am Samstag, 16.06.2007 eine internationale Tagung in der italienischen Gemeinde Riolo Terme, Prov. Ravenna statt. An dieser Konferenz nahmen neben weiterer Vertretern deutscher und italienischer Städte und Gemeinden auch Vertreter aus der Gemeinde Bartholomä und ihrer italienschen Partnergemeinde Casola Valsenio teil.
Am 25. März 1957 unterzeichneten Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und Italien die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Union in Rom. Dieses Ereignis jährt sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal. Der Jahrestag war Anlass einer internationalen Tagung in der Gemeinde Riolo Terme. Rund 400 Städtepartnerschaften bestehen zwischen deutschen und italienischen Städten und Gemeinden, so auch seit dem Jahr 2003 zwischen der Gemeinde Bartholomä und der Gemeinde Casola Valsenio in der Provinz Ravenna. Im Rahmen der Europäischen Konferenz zu dem Thema 50 Jahre Römische Verträge nahmen die Bürgermeister von Bartholomä und von Casola Valsenio, Thomas Kuhn und Giorgio Sagrini und die Vorsitzenden der beiden Partnerschaftsgemeinden beider Gemeinden, Karl Busch und Paolo Visani an der Tagung teil. Daneben waren auch die Delegierten der Partnerschaften der Stadt Oberasbach, Hessen mit der Stadt Riolo Terme, Delegierte der Stadt Zwingenberg und deren Partnerschaftsstadt Brisighella und der Stadt Schwäbisch Gmünd mit deren Partnerschaftsstadt Faenza vertreten.
In jeweiligen Kurzreferaten wurden Themen wie die geschichtliche Beschreibung der Europäischen Union, die Rolle der Institutionen oder die Einführung des Euros aus deutscher und italienischer Sichtweise erörtert. Zum Abschluss ging der stellvertretende Vorsitzende der Region Emilia Romana, Flavio Delbono auf die Zukunft der Europäischen Union ein. In den Redenbeiträgen wurde deutlich, dass ohne die unmittelbare Begegnung der Menschen verschiedener Länder, Sprachen und Kulturen der europäische Einigungsprozess ein lebensferner Vorgang bliebe. Insbesondere bliebe auch der Prozess der zunehmenden Verständigung und der Austausch zwischen den Menschen in Europa ohne die lebendigen Gemeindepartnerschaften stehen. Die Wichtigkeit der Städtepartnerschaften wurde unterstrichen, denn ohne diese entstünden kaum jene tieferen Bindungen und Freundschaften, auf die Europa mehr als 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges nicht verzichten kann. So bildete diese Tagung einen wichtigen Beitrag, den Sinn, die Europäische Einigung mit Leben zu füllen, begreiflich zu machen.
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