| Aus dem Gemeinderat |
| Sitzungsbericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am Montag, 26.02.2007 |
Anwesend: Bürgermeister Kuhn sowie 10 Gemeinderäte
Zuhörer: 2
Beginn der Sitzung um 19.00 Uhr
Ende der Sitzung um 21.45 Uhr
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- Gmünder Volkshochschule (VHS) - Sachstandsbericht
A. Sachverhalt
Die Gmünder Volkshochschule e. V. ist ein Trägerverein, gebildet aus
insgesamt 21 Gemeinden und dem Landkreis. Auch die Gemeinde Bartholomä
ist Mitglied in der Gmünder VHS. Die größte Volkshochschule im Kreis hat
ihr Einzugsgebiet im Altkreis Schwäbisch Gmünd, eingeschlossen der
Gemeinde Alfdorf (Rems-Murr-Kreis) und Gschwend. Nach der
Landesverfassung wird die Weiterbildung als öffentliche Aufgabe
definiert und wahrgenommen. Daher werden die Volkshochschulen auch nach
dem Weiterbildungsgesetz des Landes mit Landeszuschüssen gefördert. Dazu
kommen die für ihre Existenz notwendigen kommunalen Zuschüsse und
Kreiszuschüsse. Die Volkshochschulen leisten aufgrund ihrer öffentlichen
Aufgabe als lokal und regional verankerte Weiterbildungseinrichtungen
elementare Bestandteile der Daseinsvorsorge. Über die VHS hat der
Geschäftsführer, Herr Dr. Nowak, gemeinsam mit Herrn Martin Jaquet
berichtet.
B. Beratung und Beschlussfassung
In seinem Bericht legte Dr. Nowak insbesondere dar, dass die
VHS-Veranstaltungen von den Bartholomäer Bürgerinnen und Bürgern sehr
gut angenommen werden. So waren es im Jahr 2006 insgesamt 325 Personen,
also knapp 15 % der Bartholomäer Bevölkerung, die Seminare belegten. Die
Gemeinde leiste einen Barzuschuss von derzeit rund 2.700 €/Jahr;
aufgrund der Seminargebühren hätten die Bartholomäer im Jahr 2006 jedoch
mehr als 9.500 € für die Veranstaltungen ausgegeben. Dr. Nowak legte
dar, dass der Barzuschuss direkt oder indirekt wieder nach Bartholomä
zurück fließe, in Form von Aufwandsentschädigungen, Auslagen, der
Herstellung von Programmheften, o. ä.
Bürgermeister Thomas Kuhn zeigte sich erfreut darüber, dass die
Veranstaltungen der Gmünder VHS von den Bartholomäern so gut angenommen
würden. Er bedauerte, dass sich das Land zunehmend aus seiner
öffentlichen Aufgabenerfüllung zurückziehe und die Zuschüsse an die
Volkshochschulen in den zurückliegenden Jahren weiter gekürzt habe.
Gemeinsam mit dem Geschäftsführer, Herrn Dr. Nowak und Herrn Jaquet
würdigte er sodann die Verdienste der bisherigen örtlichen Leiterin der
Geschäftsstelle Bartholomä, Frau Angelika Huber-Sommer, die zum
vergangenen Semester aus dieser ehrenamtlichen Tätigkeit ausgeschieden
sei. Seit Februar 1989 habe sie die Außenstelle Bartholomä geleitet und
in diesen 18 Jahren sehr viel ehrenamtliches Engagement und viel Zeit in
die VHS investiert. Gleichzeitig mit der Verabschiedung von Frau
Huber-Sommer begrüßten der Bürgermeister und der Geschäftsführer der VHS
Frau Kerstin Behringer, die neben der seitherigen Mitarbeiterin Frau
Karin Fahrian neu in das VHS-Team eingestiegen ist.

Martin Jacquet, Angelika Huber-Sommer, Karin Behringer, Thomas Kuhn, Karin Fahrian, Reinhard Nowak
(Foto: Rems-Zeitung)
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- Friedhof Bartholomä - Belegungskonzept und weitere bauliche Entwicklung
A. Sachverhalt
Mit dem Neubau der Aussegnungshalle im südwestlichen Bereich des
Friedhofs, die im November 2004 feierlich eingeweiht werden konnte,
stellt sich die Frage der weiteren baulichen Entwicklung des Friedhof
Bartholomä. Durch die Platzierung der neuen Aussegnungshalle rückt der
Bereich der bisherigen alten Aussegnungshalle und des westlich daran
anschließenden Lagers zentral in den räumlichen Mittelpunkt des
Friedhofs. Dieser „Mittelpunkt“ soll weiterentwickelt und „aufgewertet“
werden.
Um in einem ersten Schritt zu klären, wie der künftige Platzbedarf auf
dem Friedhof gegeben ist, hat die Gemeinde daher das Büro Bernhard
Lange, Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, Heubach mit einer
Belegungskonzeption beauftragt. Anlass dieser Konzeption war die
Fragestellung, ob der Friedhof insgesamt groß genug ist und ob in den
nächsten Jahren ggf. ein Erweiterungsbedarf besteht. Aber auch die
weitere bauliche Entwicklung des Friedhofs, wie etwa die Verwendung der
alten Aussegnungshalle, die Verlegung des bestehenden
Containerstandplatzes mit Gerätehaus, die Beseitigung und Erneuerung der
Thujahecke rund um den ältesten Friedhofsteil, wie auch die Frage der
Errichtung von Urnenwänden/Stelen ist zu überprüfen. Eine Beseitigung
der bestehenden Thujahecke um diesen Altteil des Friedhofs ist
notwendig, da die Hecke bei Schneelast anfällig ist und ggf.
Folgeschäden verursachen kann. Darüber hinaus ist die Hecke unansehnlich
und kann auch selbst mit hohen Pflegeaufwendungen nicht mehr ordentlich
hergerichtet werden.
B. Beratung und Beschlussfassung
Bernhard Lange vom gleichnamigen Garten- und Landschaftsarchitekturbüro
legte dem Gremium das Belegungskonzept vor. Als Ergebnis dieser
Bedarfsberechnung konnte er feststellen, dass mit dem Belegungsbedarf
auch in Zukunft genügend Raum für Bestattungen auf dem Friedhof
Bartholomä gegeben sind. Gleichzeitig schlug Herr Lange dem Gremium den
von ihm erarbeiteten Belegungsplan vor. Der Gemeinderat stimmte der
Notwendigkeit der Erneuerung der bestehenden Einfriedung um den alten
Friedhofsteil grundsätzlich zu. In der weiteren Beratung wurde im
Gremium deutlich, dass zunächst die Frage, ob und wie die alte
Aussegnungshalle weiter verwendet werden, kann zu klären sei.
Abschließend der Beratung und Diskussion nahm sodann das Gremium das
Belegungskonzept des Büro Bernhard Lange zur Kenntnis und beauftragte
die Verwaltung bzgl. der weiteren Verwendung/Umnutzung/Rückbau der alten
Aussegnungshalle verschiedene Varianten darzulegen.
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- Geplante Förderkulisse der EU-Gemeinschaftsinitiative LEADER+
A. Sachverhalt
Zusammen mit Städten und Gemeinden der Landkreise Heidenheim und
Alt-Donau-Kreis bildeten 9 Kommunen im Osten des Kreisgebiets bislang
die LEADER-Aktionsgruppe „Brenz-Region“. Die Gemeinschaftsinitiative
LEADER+ konzentriert sich vorrangig auf die Bereiche Tourismus und
Regionalvermarktung und war in der Förderperiode 2000 – 2006 wirksam.
Insgesamt standen für LEADER+ in Baden-Württemberg rund 10 Millionen
Euro an europäischen Fördermitteln im Zeitraum bis 2006 zur Verfügung,
die mindestens um den selben Betrag aus Mitteln des Landes sowie des
Kreises und der Gemeinden ergänzt werden mussten.
Auf die Brenz-Region fielen damals rund 2 Millionen Euro. Die
Brenz-Region verfolgt die Leitziele der Stärkung der ländlichen Region
durch innovative Konzepte und Maßnahmen zur Verbesserung des Tourismus
und der Naherholung, wie auch der Stärkung der regionalen Wirtschaftung
und Ausbau der Vermarktung durch regionale Produkte.
Über eine neue Förderkulisse ab dem Jahr 2007 hat der Kreistag des
Landkreises Ostalb in seiner öffentlichen Sitzung am 30.01.2007 beraten.
Der Ostalbkreis plant dabei in der bestehenden LEADER-Kulisse „Brenz-Region“
mit Städten und Gemeinden im östlichen Landkreis zu verbleiben. Darüber
hinaus ist eine LEADER-Kulisse im Ostalbkreis für ein gesamtes
Fördergebiet mit dem Landkreis Schwäbisch Hall im nördlichen Kreisgebiet
geplant. Der gesamte Altkreis Schwäbisch Gmünd ist in keiner
LEADER-Kulisse vorgesehen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Der Bürgermeister wies darauf hin, dass das südliche Kreisgebiet von
Schwäbisch Gmünd hohe Potenziale im touristischen Bereich aufweise. Es
sei daher nicht hinnehmbar, dass dieser Bereich und namentlich die
Gemeinde Bartholomä sich in einer zukünftigen Fördergebietskulisse nach
LEADER+ nicht wieder finden. Schließlich könne der Raum genau diejenigen
Potenziale mit einbringen, die als Ziel der Brenz-Region formuliert
seien.
Das Gremium teilte die Auffassung des Vorsitzenden und bekräftigte das
Interesse der Gemeinde, in die neue Fördergebietskulisse nach LEADER+
aufgenommen zu werden. Einstimmig beschloss daher das Gremium, sich um
die Aufnahme in die neue Fördergebietskulisse nach LEADER+ aktiv zu
bewerben.
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- Änderung des Regionalplanes 2010 Ostwürttemberg zur Einstufung der zentralen Orte und Ausweisung von regionalen Entwicklungsachsen
- Stellungnahme der Gemeinde
A. Sachverhalt
Der Regionalverband Ostwürttemberg mit Sitz in Schwäbisch Gmünd hat das
Verfahren der Änderung des Regionalplanes 2010 der Region Ostwürttemberg
zur Einstufung der zentralen Orte und der Ausweisung von regionalen
Entwicklungsachsen eingeleitet. Hierzu wurde auch die Gemeinde
Bartholomä beteiligt und um eine Stellungnahme – bis spätestens
16.03.2007 – gebeten. Die Änderung des Regionalplanes dient der
Anpassung an wesentliche Entwicklungen seit der Aufstellung des
Regionalplanes 2010 im Jahr 1996 sowie der Stärkung der zentralen Orte
Ostwürttembergs und nicht zuletzt der Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit und der Wirkkraft der Region. Die Änderung des
Regionalplanes ist im wesentlichen wegen der Ausweisung eines
Oberzentrums für Ostwürttemberg motiviert.
B. Beratung und Beschlussfassung
Bürgermeister Kuhn stellte fest, dass sich der Regionalplan 2010 in
Bezug der Einstufung der zentralen Orte und Ausweisung von
Entwicklungsachsen bislang bewährt habe. Es sei richtig, sich um die
Ausweisung eines Oberzentrums für Ostwürttemberg zu bemühen, da die
Region die einzige die Baden-Württemberg sei, die bislang über kein
Oberzentrum verfüge. In Bezug auf die Einstufung der Gemeinde Bartholomä
erachte er den Regionalplan 2010 als korrekt. Dies gelte jedoch nur
insofern, wie auch andere – vergleichbare Städte und Gemeinden – ihre
Einstufung erfahren. Nach kurzer weiterer Beratung und Diskussion nahm
das Gremium den Entwurf zur Änderung des Regionalplanes 2010 zur
Kenntnis und beschloss, die Änderung des Regionalplanes dahingehend zu
unterstützen, in der nächsten Fortschreibung des
Landesentwicklungsplanes Baden-Württemberg ein Oberzentrum für die
Region Ostwürttemberg einzustufen.
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- Bartholomäer Frühlingstreff am 1. April 2007 - Rechtsverordnung für verkaufsoffenen Sonntag
A. Sachverhalt
Der Gewerbe- und Fremdenverkehrsverein hat bei der Gemeinde einen Antrag
auf Festsetzung eines verkaufsoffenen Sonntag am 01.04.2007 gestellt.
Bereits schon traditionell soll im Frühling der Frühlingstreff mit
verschiedenen attraktiven Angeboten stattfinden. Aus Anlass dieses
Frühlingstreffs wird ein verkaufsoffener Sonntag durchgeführt werden.
Beim Frühlingstreff sind verschiedene Angebote mit besonderer Bedeutung
geplant, so ist für die zu erwartenden zahlreichen Besucherstrom beim
Frühlingstreff ein Oldtimerbus eingesetzt; im Bereich der Hauptstraße
sind Fahrgeschäfte vorgesehen, verschiedene Angebote und Attraktionen
sind an diesem Tag gegeben. Um den verkaufsoffenen Sonntag durchführen
zu können, ist zunächst eine Verordnung durch die Gemeinde zu erlassen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Nach kurzer Aussprache beschloss der Gemeinderat einstimmig eine
Verordnung über die Öffnung der Ladengeschäfte am Sonntag, 1. April 2007
zu erlassen (vgl. hierzu auch öffentliche Bekanntmachung).
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- Kenntnisnahme von Beschlüssen des Technischen Ausschusses
Der Technische Ausschuss hat in seiner öffentlichen Sitzung am 13.02.2007 die nachfolgenden Beschlüsse gefasst, die dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben wurden:
Bausachen
a.) Einbau von zwei Dachgauben am Wohnhaus, Flst. Nr. 667, Hirschgasse
Der Bauherr plant auf seinem Grundstück Flst. Nr. 667,
Hirschgasse, zwei Dachgauben in das bestehende Wohngebäude einzubauen.
Der Technische Ausschuss hat einstimmig das kommunale Einvernehmen für
die beiden Dachgauben erteilt.
b.) Errichtung einer Türeingangsüberdachung, Flst. Nr. 757, Trakehnerstraße
Auf dem Grundstück Flst. Nr. 759 an der Trakehnerstraße wurde eine
Türeingangsüberdachung errichtet. Die Türeingangsüberdachung befindet
sich in einer Überbauung mit Überschreitung der im Bebauungsplan „Amalienhof“,
5. Änderung“ festgesetzten Baugrenze. Daher wurde vom Bauherr ein
entsprechender Befreiungsantrag gestellt.
Aus städtebaulichen und verkehrlichen Belangen heraus hat der TA in
seiner öffentlichen Sitzung das Einvernehmen für die Befreiung nicht
erteilt.
c.) Anbau eines Wintergartens an das bestehende Wohngebäude, Flst. 461/5, Falkenbergweg
An das bestehende Wohngebäude auf dem Grundstück Flst. 461/5,
Falkenbergweg ist geplant, einen Wintergarten anzubauen.
Der Wintergarten hält die im Bebauungsplan „Westl. Brunnenfeld“
festgesetzte Dachneigung und die geregelte Dacheindeckung nicht ein. Der
TA hat das kommunale Einvernehmen zu den erforderlichen Befreiungen
einstimmig erteilt.
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- Verschiedenes/Bekanntgaben
Unter dem Punkt Verschiedenes gab der Vorsitzende die nachfolgenden Punkte bekannt:
- Erweiterung des Zwischenbaus, GEK-Tagungsgebäude, Am Waldberg
Der Vorsitzende informierte über einen vorliegenden Bauantrag zur
Erweiterung des Zwischenbaus der GEK-Gebäude.
- Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg in Sachen Windkraftanlagen
Bürgermeister Kuhn informierte über den Beschluss des
Verwaltungsgerichtshofes Baden-Württemberg, wonach auch der VGH die
Beschwerde zurück gewiesen habe und damit den Beschluss des
Verwaltungsgerichts Stuttgart bzgl. des Baustopps von zwei
Windkraftanlagen im Gewann „Unteres Wehrenfeld“, Gemarkung Lauterburg,
Gemeinde ssingen bestätigt habe.
- Haushaltssatzung der Gemeinde, Haushaltsjahr 2007
Der Vorsitzende informierte, dass das Landratsamt die Gesetzmäßigkeit der
Haushaltssatzung für Haushaltsjahr 2007 bestätigt habe.
- Buchmanuskript über Theodor Wolf
Bürgermeister Kuhn teilte mit, dass Herr Mayer aus Schwäbisch Gmünd ein Buchmanuskript über den
Naturforscher Theodor Wolf, der in Bartholomä geboren sei, erarbeitet
habe. Es sei geplant über das Leben von Theodor Wolf ein Buch
herauszugeben.
- Verkehrsschau am 28.02.2007
Der Vorsitzende teilt dem Gremium einen Termin einer Straßenverkehrsschau am Mittwoch, 28.02.2007 mit.
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Ende der öffentlichen Sitzung um 21.45 Uhr.
Eine nichtöffentliche Sitzung mit 4 Tagesordnungspunkten schloss sich
an.
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