| Aus dem Gemeinderat |
| Sitzungsbericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am Montag,
14.05.2007 |
Anwesend: Bürgermeister Kuhn sowie 9 Gemeinderäte
Zuhörer: 4
Beginn der Sitzung um 19.00 Uhr
Ende der Sitzung um 20.05 Uhr
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- Erlass einer Benutzungsordnung und Entgeltordnung für die Gemeindebücherei im Dorfhaus
A. Sachverhalt
Seit Errichtung des Dorfhauses im Jahr 1990 besteht die Gemeindebücherei
in der Ortsmitte. Bereits zuvor war eine Bücherei in der Katholischen
Kirche untergebracht. Die Gemeinde Bartholomä erledigt gemeinsam mit der
Ev. Kirchengemeinde und der Kath. Kirchengemeinde in einer gemeinsamen
Trägerschaft die Bücherei als freiwillige Aufgabe. Mit weit mehr als
5000 Medien hält die Gemeindebücherei im Dorfhaus einen sehr attraktiven
Medienbestand bereit. Landkreisweit gesehen verfügt die Gemeindebücherei
über den höchsten Medienbestand pro Einwohner (Quelle: Statistisches
Landesamt Baden-Württemberg, Stand 30.06.2005).
Der Bestand wird stets durch aktuelle Neuanschaffungen auf dem Laufenden
gehalten. Bücher, Kassetten und Spiele, wie auch Zeitschriften sind in
der Ausleihe erhältlich. Seitens der Bücherei sind derzeit 1050
Leseausweise ausgegeben. Im zurück liegenden Jahr 2006 sind 36
Neuanmeldungen dazu gekommen. Insgesamt wird die Bücherei gut
frequentiert. Im Jahr 2006 wurden etwa 6100 Medien ausgeliehen. Die
freiwillige Aufgabenerfüllung ist mit Blick auf die damit verbundenen
laufenden Kosten nicht unproblematisch. Im Rahmen der
Haushaltsgenehmigung 2006 wurde die Fortführung der Aufgabenerfüllung
unter den bestehenden Voraussetzungen durch die Rechtsaufsichtbehörde
hinterfragt.
Nicht zuletzt deshalb wurde in einer Besprechung im Rathaus im November
2006 mit interessierten Bürgern erörtert, wie die Bücherei noch
aktueller und attraktiver, jedoch auch kostengünstiger gestaltet werden
kann. Unter anderem wurde auch angeregt, eine Jahrespauschale zu regeln.
Die Verwaltung hat daher dem Gemeinderat einen Entwurf einer Benutzungs-
und Entgeltordnung vorgelegt.
B. Beratung und Beschlussfassung
Der Vorsitzende verwies auf das attraktive Angebot der öffentlichen
Gemeindebücherei und die Jahrespauschale, die mit sechs Euro sehr
moderat und vertretbar sei. Für die Familien, in denen mehrere Personen
einen Leseausweis hätten, sei eine Pauschale von jährlich neun Euro
geregelt.
Nach weiterer kurzer Diskussion beschloss der Gemeinderat sodann die
Benutzungsordnung und Entgeltordnung für die Gemeindebücherei im
Dorfhaus.
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- Jahresrechnung 2006 hier: Bildung von Haushaltseinnahme- und
Haushaltsausgaberesten
A. Sachverhalt
Die Jahresrechnung ist innerhalb von sechs Monaten nach Ende des
Haushaltsjahres aufzustellen und vom Gemeinderat innerhalb eines Jahres
nach Ende des Haushaltsjahres festzustellen.
Vor Aufstellung der Jahresrechnung muss entschieden werden, welche der
im abgelaufenen Rechnungsjahr nicht verbrauchten Haushaltsmittel und der
noch nicht eingegangenen Einnahmen in das Haushaltsjahr 2007 zu
übertragen sind.
Die Verwaltung hat dem Gemeinderat Haushaltseinnahmereste von insg.
114.500 € und Haushaltsausgabereste von insg. 337.147 € zur Bildung
vorgeschlagen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Nach kurzer Aussprache beschloss der Gemeinderat einstimmig, die von der
Verwaltung vorgeschlagenen Haushaltseinnahme- und Haushaltsausgabenreste
2006 zu bilden.
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- Zweckverband Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung - Vorberatung der
Verbandsversammlung
a.) Jahresabschluss 2006
b.) Wirtschaftsplan 2007
A. Sachverhalt
Die Gemeinde Bartholomä ist Mitglied im Zweckverband
Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung. Am Donnerstag, 24. Mai 2007 findet
die ordentliche Verbandsversammlung des Zweckverbandes statt. In der
Verbandsversammlung ist u.a. der Beschluss über den Jahresabschluss 2006
und den Wirtschaftsplan 2007 vorgesehen:
Der Jahresabschluss für das Jahr 2006 schließt mit einer Bilanzsumme von
13.622.948,54 € ab. Davon entfallen bei der Aktivseite auf das
Anlagenvermögen ein Betrag von 13.311.176 € und auf das Umlagevermögen
311.772,54 €. Der Zweckverband hat ein Eigenkapital in Höhe von
6.286.589,04 € und Verbindlichkeiten in Höhe von 5.676.525,50 €.
Die Jahreserfolgsrechnung schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe
von 1.676.827,21 € ab. Im abgeschlossenen Jahr 2006 wurden 869.171 € für
Bauvorhaben verausgabt; immerhin konnten Schulden in Höhe von 442.937,20
€ getilgt werden. Die gesamte Verbandsumlage betrug netto 1.478.469,75 €
damit ergibt sich ein Wasserpreis von rd. 1,01 €/m³, der den
Mitgliedsgemeinden als Umlage verrechnet wird. Im Jahr 2006 wurden in
der Gemeinde Bartholomä 112 866 m³ Wasser verbraucht (2005: 113 634 m³).
Der Jahreswirtschaftsplan 2007 sieht im Erfolgsplan einen Aufwand und
Ertrag jeweils in Höhe von 1.766.800 € vor. Der Vermögensplan gliedert
sich in Ausgaben und Einnahmen von je 705.000 €. Im Wirtschaftsplan ist
eine Kreditaufnahme in Höhe von 140.500 € eingestellt. Die
Schuldentilgungen sind mit 440.000 € angesetzt. Der Wasserpreis, der von
den Gemeinden an den Zweckverband als Umlage zu zahlen ist, erhöht sich
auf rd. 1,07 Euro.
B. Beratung und Beschlussfassung
Zur Behandlung dieses Tagesordnungspunktes begrüßte der Vorsitzende
Herrn Hermann Sorg als Verbandsrechner und Herrn Rainer Junginger als
leitenden Wassermeister des Zweckverbandes. Beide erläuterten die
Jahresabschluss 2006 und Wirtschaftsplan 2007 und gaben dem Gremium
Informationen über den Verband.
Nachdem seitens des Gemeinderates noch einzelne Verständnisfragen zu den
Planwerken gestellt wurden, nahm sodann der Gemeinderat von der
Tagesordnung der Verbandsversammlung Kenntnis und beauftragte die
Vertreter der Gemeinde in der Verbandsversammlung entsprechend den
Beschlussanträgen so zuzustimmen.
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- Annahme von Spenden und Zuwendungen
A. Sachverhalt
Zur Vereinfachung des gesetzlich festgelegten Verfahrens hat der
Gemeinderat 2006 beschlossen, über Einzelspenden von bis zu 100 € in
periodischen Abständen (1 x jährlich) in zusammengefasster Form pauschal
zu entscheiden. Darüber hinaus gehende Spendenbeträge sind jedoch vom
Gemeinderat gemäß den gesetzlichen Vorschriften in einem Einzelbeschluss
förmlich anzunehmen.
Die Raiffeisenbank Rosenstein hat der Gemeinde eine Sachspende,
zweckgebunden an die Freiwillige Feuerwehr geleistet. Es handelt sich
dabei um einen „mobilen Rauchverschluss“ als Ausstattung an die
Freiwillige Feuerwehr.
B. Beratung und Beschlussfassung
Der Vorsitzende dankte der Raiffeisenbank Rosenstein für diese
Sachspende. Ohne weitere Aussprache beschloss der Gemeinderat förmlich
die Annahme der Spende.
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- Kenntnisnahme von Beschlüssen des Technischen Ausschusses vom 08.05.2007
Der Technische Ausschuss hat in seiner öffentlichen Sitzung am 08.05.2007
die nachfolgenden Beschlüsse gefasst, die dem Gemeinderat zur Kenntnis
gegeben wurden:
5.1 Bausachen
a.) Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage, Flst. Nr. 13/2, Schorrenweg
Auf dem Grundstück ist ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage geplant. Das
Vorhaben befindet sich im Geltungsbereich des rechtskräftigen
Bebauungsplan „Brunnenfeld, 1. Erweiterung, 5. Änderung“ und weicht
hinsichtlich einzelner Festsetzungen vom Bebauungsplan ab. Nach
ausführlicher Diskussion hat der TA einstimmig die Befreiungen vom
Bebauungsplan erteilt, wobei die Entscheidung über die Wandhöhe nur
unter strikter Bindung an die Gesamthöhenentwicklung des Gebäudes
erteilt wurde.
b.) Erweiterung Geräteschuppen Flst. 3/2, Gaisgasse
An dem bestehenden Geräteschuppen ist ein Anbau geplant, da für das
Baugrundstück kein Bebauungsplan vorhanden ist, ist das Einvernehmen der
Gemeinde zum Bauantrag erforderlich. Der TA hat einstimmig dem
Bauvorhaben seine Zustimmung erteilt.
c.) Errichtung einer Schleppdachgaube Flst. 130/2, Beckengasse
An dem bestehenden Wohngebäude in der Beckengasse ist die Errichtung
einer Schleppdachgaube geplant. Hierzu ist ein Bauantrag eingereicht.
Das Baugrundstück liegt im unbeplanten Innenbereich, für den es keinen
Bebauungsplan gibt. Da sich die geplante Dachgaube in die
Umgebungsbebauung einfügt hat der TA einstimmig das Einvernehmen für das
Vorhaben erteilt.
5.2 Geplante Leitungsverlegung der EnBW zwischen Schaltwerk
Bartholomä und Lauterburg
Die EnBW/ODR AG plant den Bau einer Glasfaserleitung vom Windpark
Lauterburg zum Schaltwerk Bartholomä. Die Leitung dient nach Aussage der
EnBW/ODR AG zur Steuerung und Überwachung des Schaltwerks Bartholomä.
Eine stabile und leistungsfähige Verbindung zur Netzleitstelle in
Bartholomä wird dadurch erreicht. Da die Trassenführung öffentliche Wege
und Straßen tangiert, ist die Zustimmung der Gemeinde erforderlich.
Nach ausführlicher Beratung und Diskussion hat der TA von dem Antrag zur
Verlegung der Glasfaserleitung Kenntnis genommen und bzgl. der
Baumaßnahme keine weiteren Bedenken zum Bau der Glasfaserleitung
erhoben.
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- Verschiedenes/Bekanntgaben
Unter dem TOP Verschiedenes/Bekanntgaben wies der Vorsitzende auf die
nachfolgenden Punkte hin:
- Aufstellen von Hundetoiletten
Bürgermeister Kuhn erinnerte an die rechtmäßige Beschlussfassung des
Technischen Ausschusses vom 08.05.2007, wonach der Ausschuss die
Aufstellung von vier Hundetoiletten im Gemeindegebiet beschlossen habe.
Die Hundetoiletten würden im Bereich des landwirtschaftlichen Weges an
der L 1165 Richtung Lauterburg, in der Verlängerung Brunnenfeldstraße am
Bärenberg, an den Parkplätzen beim Sportgelände „Im Schopf“ und in der
Verlängerung Wentalweg bei der Kläranlage aufgestellt.
- Biogasanlage
Bürgermeister Kuhn berichtete über eine Anregung aus der Bürgerschaft,
zu prüfen, ob eine Biogasanlage in Bartholomä realisiert werden kann.
Hierzu wurden in den vergangenen Wochen mehrere Gespräche mit Vertretern
der Landwirtschaft und interessierten Bürgern zu dem Thema geführt. Der
Vorsitzende informierte darüber, dass der Gemeinderat im Rahmen einer
Ortsbesichtigung auch einzelne Anlagen besichtigt habe. Der Gemeinderat
habe dabei die Ansicht geäußert, dass die Realisierung, wie auch der
Betrieb einer Biogasanlage nur unter Federführung der Landwirtschaft
gelingen könne. Nach Rücksprache mit den Landwirten ist festzustellen,
dass eine momentane Planung und Realisierung einer Biogasanlage aus
verschiedenerlei Gründen heraus wenig Aussicht auf Erfolg hat. Der
Vorsitzende teilt mit, dass insofern das Thema Biogasanlage zunächst
zurück gestellt sei.
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Ende der öffentlichen Sitzung um 20.05 Uhr.
Eine nichtöffentliche Sitzung mit fünf Tagesordnungspunkten schloss sich an.
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