| Gemeinde Bartholomä |
| Interkommunaler Gedankenaustausch zwischen den Gemeindevertretern aus Bartholomä und Essingen |
14.10.2008 |
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Nachdem ein Gedankenaustausch vor zwei Jahren in Essingen stattgefunden hatte, hat nun Bürgermeister Thomas Kuhn die Gemeindevertreter aus Essingen
nach Bartholomä eingeladen. In dem Gespräch der beiden Gemeindevertreter wurden die Verbindungen beider Gemeinden wie die gemeinsame Mitgliedschaft
im Abwasserzweckverband Lauter-Rems, die Zusammenarbeit im Zweckverband Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung, in der Touristikgemeinschaft Sagenhafter
Albuch oder auch über die Gasversorgung Essingen-Oberkochen GmbH (GEO), welche in Bartholomä das Gasversorgungsnetz aufbaut, nachgezeichnet. Ebenso
stand ein Besichtigungsprogramm zu aktuellen kommunalpolitischen Themen auf dem Programm.
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Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Kuhn am Dorfhaus Bartholomä wurden zunächst die derzeit laufenden Tiefbauarbeiten zur Sanierung und
Erschließung des künftigen Wohnbaugebietes „Brunnenfeldstraße“ besichtigt. Der Bürgermeister erinnerte daran, dass hier einst der
gewerbliche Betrieb Helmut Ginzkey Modeschmuck hergestellt habe. Jahrelang sei nach Aufgabe des Betriebs das Firmengebäude zentral in der Ortsmitte
leer gestanden. Das Gebiet dieser gewerblichen Brache städtebaulich neu zu ordnen und in Wohnbauflächen umzuwandeln, sei eine für die Gemeinde und
ihre Entwicklung wichtige Aufgabe. Bereits im Mai 2002 habe die Gemeinde hierzu ein städtebauliches Konzept für eine Wohnbauentwicklung erarbeitet.
Zwei Jahre später hat die Gemeinde den Bebauungsplan aufgestellt und zur Sicherung der Planungshoheit eine Veränderungssperre erlassen. Nach dem die
Grundstücksverhandlungen Anfang des Jahres zu einem positiven Ergebnis gebracht wurden und damit der Bebauungsplan zur Rechtskraft geführt werden
konnte, wurde sehr schnell mit der Sanierung und der Erschließung des künftigen Baugebiets begonnen. Letzten Endes sei die erfolgreiche Sanierung
auch mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum gelungen.
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Im Dorfhaus Bartholomä besichtigten die Gemeindevertreter sodann die Gemeindebücherei. Bürgermeister Kuhn legte dar, dass die Bücherei eine der
zentralen Treffpunkte für Jung und Alt in der Gemeinde sei. Mit knapp 8.000 Ausleihungen im Jahr und einem Medienbestand von über 5.000 Büchern,
Spielen und Kassetten sei die Gemeindebücherei in der Bevölkerung sehr gut nachgefragt. Zuletzt habe die Gemeinde im Frühjahr dank einer privaten
Spende eine Internetecke in der Bücherei eingerichtet. Weiterhin besichtigten die Teilnehmer den schönen Dorfhaussaal im Dachgeschoss und die
Kreative Werkstatt im Eingangsbereich des Dorfhauses.
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Über den Werdegang und die Entstehung der Erlebnisgastronomie „Braighausen“ berichtete sodann Gastronom Michael Schang in seinen
Räumlichkeiten auf dem Amalienhof. In dem Zusammenhang wiesen beide Gemeindevertreter aus Bartholomä wie Essingen darauf hin, dass die Verbindung
zwischen beiden Kommunen im Bereich des Amalienhofs, der in früherer Zeit auf dem Gebiet der Gemeinde Essingen lag, besonders deutlich hervortrete.
Von der stattlichen Sammlung landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte und Arbeitsutensilien des bäuerlichen Handwerks im Gebäude der Museumsscheune
zeigten sich sodann die Gemeindevertreter aus Essingen beeindruckt. Der Bürgermeister meinte, dass dank eines hervorragenden ehrenamtlichen
Engagement freiwillige Helfer auf dem Amalienhof die ehemalige Scheune seit 1997 saniert und mit Unterstützung aus der Bürgerschaft das Museum
eingerichtet hätten.
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Nach diesen aktuellen kommunalpolitischen Themen aus Bartholomä berichtete sodann Bürgermeister Wolfgang Hofer über die derzeitigen kommunalen
Angelegenheiten Essingens. Ein Dauerbrenner sei die Planung der parallelen Straßenverbindung zur Bundesstraße 29 zwischen den Gewerbegebieten
„Stockert“ und „Dauerwang II“. Hierzu habe die Gemeinde einen Bebauungsplan aufgestellt, der den Straßenbau, der in der
Straßenbaulast des Bundes liege, mit 580 m Länge rechtlich absichere. Derzeit arbeite die Gemeinde daran, die Straße für die Bundesrepublik
Deutschland vorzufinanzieren, um diese wichtige Verbindung zur Entlastung der Dauerwangstraße und der Wohngebiete realisieren zu können. Das Thema
„Betreuung“ nehme derzeit einen weiteren Schwerpunkt in der Kommunalpolitik Essingens ein. Der Gemeinderat habe sich kürzlich über die
Entwurfsplanung zum Neubau einer Kinderkrippe am bestehenden Kindergarten Pfählenweg beraten. Für Essingen sei ein Bedarf von rund 40
Kleinkinderbetreuungsplätzen prognostiziert. Acht Plätze für die Betreuung unter 3-jähriger seien bereits eingerichtet. Es sei geplant, zunächst
zwei Gruppen für Kleinkinder zwischen 1- und 3-Jahren mit je 10 Plätzen einzurichten. Die Kostenschätzung für den Erweiterungsbau belaufe sich auf
knapp 900.000 Euro, wobei ein Zuschuss von ca. 240.000 Euro erwartet werde. Auch der Ausbau der Ganztagesschule an der Grund- und Hauptschule
Essingen sei ein wichtiges Thema. Rund 160 Schüler würden im Rahmen der Ganztagesschule auch nachmittags betreut werden. Aktuell habe die Gemeinde
eine Mensa eingerichtet, um einen Mittagstisch an der Schule anbieten zu können. Und schließlich seien auch die Realisierung einer Kultureinrichtung
in der Schlossscheune, wie auch die Einrichtung eines Museums im alten Rathaus aktuelle Themen.
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An den öffentlichen Teil des Austausches schlossen sich sodann intensive Gespräche der Gemeinderäte an, wobei auch die Geselligkeit und die
Intensivierung der Beziehungen beider Gemeinden bei einem gemeinsamen Essen in der Kühholzhütte nicht zu kurz kamen.
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