Casola Valsenio - Dorffest 2008 in Bartholomä
2. Bartholomäer Dorffest im Zeichen einer lebendigen Dorfgemeinschaft 09.07.2008
Unter dem Motto „Begegnung – Partnerschaft – Freundschaft“ fand am Wochenende vom 20. bis 22. Juni 2008 zum zweiten Mal nach 2006 das Dorffest in Bartholomä statt. Rund um die Marktwiese, im Herzen der Gemeinde, wurde das dreitägige Fest gefeiert. Der Musikverein, die Katholische Junge Gemeinde (KjG) und der Partnerschaftsverein "Amici di Casola" haben mit Unterstützung der Gemeinde das Dorffest vorbereitet und durchgeführt. Das wichtigste Ziel war, ein Fest für die ganze Gemeinde, bei dem die Vereine und die ganze Bevölkerung mit machen, zu erreichen.
Viele Angebote und Aktionen fanden während des Festes auf der Marktwiese im und am Festzelt statt. Gemeinsam mit einer großen Delegation aus unserer italienischen Partnergemeinde Casola Valsenio erlebten die vielen Besucher und Gäste eine lebendige und aktive Dorfgemeinschaft.
Am Freitagvormittag begrüßten Bürgermeister Thomas Kuhn und der Partnerschaftsverein die Delegation von ca. 50 Personen, darunter Bürgermeister Giorgio Sagrini mit Ehefrau Giovanna, aus Casola Valsenio im Festzelt. Das vom Partnerschaftsverein vorbereitete schwäbische Traditionsgericht Maultaschen mundete den Gästen vorzüglich.
Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Gemeindepartnerschaft trug sich Giorgio Sagrini stellvertretend für die Partnergemeinde als Erster in das von der Gemeinde neu eingeführte Gästebuch ein. Er sah dies als Zeichen der Verbundenheit der beiden Partnergemeinden an und hob die große Wertschätzung hervor, die die Gemeinde Bartholomä und ihre Bürger in Italien genießen. Als besondere Überraschung überreichte er der Gemeinde einen Apfelbaum, dessen Rebsorte seit Jahrhunderten im Seniotal um Casola heimisch ist. Dieser Baum ist ein lebendiges Zeichen der Freundschaft und Zusammengehörigkeit und insbesondere ein Stück Casola, das nun auf der Bartholomäer Marktwiese wächst und seine Wurzeln in der Dorfmitte weiter verfestigt.
Eintrag ins Gästebuch
Als Zeichen der Verbundenheit gestalteten die Grundschüler aus Casola Valsenio Papierhemden, mit denen sie ihre Gedanken zu Frieden und Freundschaft ausdrückten. Es gibt dem europäischen Einigungsprozess und einem dauerhaften Frieden Hoffnung, wenn die junge Generation feststellt „du brauchst mich, ich brauche dich – also sind wir nicht verschieden“ oder „weil ich, du, wir verschieden sind, will das nicht heißen, dass wir keine Freunde sein können“.
Hemden
Nach der Unterbringung der Gäste in ihren jeweiligen Unterkünften galt der Nachmittag aus italienischer Sicht der Erkundung der näheren Umgebung. Ein besonderes Highlight stellt für unsere italienischen Freunde immer wieder der Besuch der Heubacher Hirsch-Brauerei dar. Unter sachkundiger Führung von Braumeister Meyer wurden sie in die Geheimnisse der deutschen Braukunst eingeführt.
Bei den Damen war es nicht weniger interessant, denn auch in Casola hat es sich bereits herumgesprochen, dass bei der Firma Triumph all das "was Frau darunter trägt" zu günstigen Preisen in Heubach zu erstehen ist. Deshalb fand ein Besuch im dortigen Hausverkauf großen Anklang. Beim Besuch am Samstagvormittag in der Stauferstadt Schwäbisch Gmünd, der Partnerstadt von Faenza, konnten die Gäste aus Casola einen typisch schwäbischen Brauch, den traditionellen Umzug der "50ger-Jubilare" in Frack und Zylinder, miterleben.
Brauereibesuch
Den offiziellen Auftakt zum dreitägigen Dorffest bildete am Freitagabend der gemeinsame Fassanstich der Bürgermeister Thomas Kuhn und Giorgio Sagrini sowie der Vorstände der beiden Partnerschaftsvereine Karl Busch und Paolo Visani. Mit einem bunten Programm, das die Vereine und die verschiedenen Gruppen gestaltet haben, wurden die engen Bindungen auf Vereins- und Bevölkerungsebene weiter gefestigt. Mit dem Motto „Gemeinsam Gestalten - Zusammen Feiern und Miteinander Freuen“ wurde unter Einbeziehung der örtlichen Vereine und der Altersgenossen etwas Verbindendes für unseren Ort und unsere Vereine geschaffen, das im 2-jährigen Rhythmus zu einer dauerhaften Veranstaltung werden soll.
Fassanstich
Hexen
Gugga
Schulbeitrag
Chor
Für ausgezeichnete Stimmung sorgte an diesem Abend die Bigband des Musikvereins. In bekannt gekonnter Art und Weise unterhielten die Musiker und sorgten für eine großartige und ausgelassene Stimmung.
Stimmung
An den beiden Festabenden fand der aus Italien mitgebrachte "Vino", die Spaghetti und vor allem die frisch gebackene Pizza, reißenden Absatz. Eigens dafür hatte der Pizzabäcker seine Pizzeria in Casola übers Wochenende geschlossen. Auch vom "Spumante" - dem italienischen Sekt der an der Bar verkauft wurde - blieb keine Flasche übrig.
Italiener bei der Arbeit
Italiener bei der Arbeit
Das Festprogramm am Samstag begann mit dem Umzug der Schulen und Kindergärten zum Kinderfest durch das Dorf mit anschließenden Präsentationen und Spielen auf der Marktwiese. Als große Ehre und Anerkennung empfand Bürgermeister Giorgio Sagrini die Einladung, am Festumzug teilzunehmen. "Eine Bevölkerung die an seine Kinder denkt, denkt an die Zukunft. Und wir alle müssen an die Zukunft von Deutschland und Italien und von ganz Europa denken", so seine Worte.
Kinderfest-Umzug
Großes Besucherinteresse erzeugte sodann das Promi-Volleyballspiel "Deutschland gegen Italien". Dabei ging es nicht darum, dass die Mannschaften beider Gemeinden gegeneinander, sondern vielmehr miteinander spielten. Deshalb freute sich auch die Bartholomäer Mannschaft über den Sieg ihrer Gäste, die mit 3 zu 2 Sätzen gewonnen haben.
Volleyballspiel
Am Abend begeisterte die Tanzkappelle Sensor mit ihrem musikalischen Können. Die italienischen Freunde waren von der schwäbischen Art Feste zu feiern begeistert und mitgerissen. Bis spät in die Nacht wurde ausgelassen gefeiert und die deutsch-italienische Partnerschaft gepflegt. Man hat gespürt, dass nicht nur alte Freundschaften aufgewärmt, sondern auch eine ganze Reihe von neuen Freundschaften geknüpft wurden.
Paolo Visani, Karl Busch, Giorgrio Sagrini und Thomas Kuhn betonten bei ihren Grußworten unisono, dass die Partnerschaft, die vor 5 Jahren formell auf einem Blatt Papier geschlossen wurde, nur dann mit Leben erfüllt werden kann, wenn die Menschen der beiden Gemeinden bei solchen Begegnungen, wie dem Dorffest, aufeinander zugehen und Freundschaften schließen.
Rede
Der Sonntag begann feierlich mit einem ökumenischen Gottesdienst im Zelt, der von der katholischen und evangelischen Jugend mitgestaltet und vom Posaunenchor musikalisch umrahmt wurde.
Nach dem Mittagessen hieß es dann bereits schon wieder "arriverderci“, denn unsere italienischen Freunde mussten sich mit dem Bus, den Autos und Motorrädern wieder auf die rd. 750 km lange Heimreise machen, jedoch nicht ohne das Versprechen sich bald wieder zu treffen.
Es war ein Wochenende des Aufeinanderzugehens und der Festigung der Freundschaft und Partnerschaft. Im Vordergrund stand dabei die Begegnung zwischen den Menschen. Einerseits sollten vielfältige und dauerhafte Verbindungen zwischen Menschen der beiden Partnergemeinden gefördert werden, andererseits sollten durch das Dorffest aber auch die gegenseitige Verständigung und das Miteinander innerhalb der Gemeinde und den Vereinen intensiviert werden. Die italienischen Gäste waren wieder einmal von der Gastfreundschaft und der lebendigen Gemeinschaft der Bartholomäer Bürger und Vereine sowie der tollen Stimmung beim Dorffest begeistert.
Abschied
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