Aus Bartholomä
Kommunale Sportentwicklungsplanung Bartholomä 02.12.2008
Informationsveranstaltung gut besucht
Zu einer Information über die geplanten Sportentwicklungsplanung hatte der Bürgermeister die Bevölkerung eingeladen. Über 50 Bürgerinnen und Bürger informierten sich über die Ziele und Zwecke einer solchen Konzeption am vergangenen Donnerstagabend im Dorfhaussaal. In seinem Grußwort, in dem Bürgermeister Thomas Kuhn viele Vertreter der örtlichen Vereine, die Damen und Herren des Gemeinderates, auch viele Altgemeinderäte, wie auch Vertreter des Schwäbischen Turnerbundes und der GEK willkommen hieß, stellte er fest, dass die Gemeinde Bartholomä hohe Kompetenzen in Sachen Sport und Bewegung habe.
Sportentwicklungsplanung
Die herrliche Landschaft und Natur stellten in Bartholomä ganzjährig hervorragende Möglichkeiten zur sportlichen Betätigung im Freien dar. Auch die vorhandene Infrastruktur in den Bereichen Sport und Bewegung sei sehr hochwertig und vielfältig. Daneben engagierten sich viele Vereine und Organisationen in der Gemeinde rund um das Thema Sport und Bewegung. In dieser Situation bilde die Frage nach der Zukunft der TSV-Halle, für die ein Sanierungsbedarf gegeben sei, einen konkreten Anlass für eine kommunale Sportentwicklung. Schließlich gehe es darum, so der Bürgermeister, mit den finanziellen Ressourcen in der Gemeinde sinnvoll, nachhaltig und zukunftsorientiert umzugehen. Die momentane schwierige Situation der Halle biete daher auch die Chance, das Thema Sport und Bewegung, aber auch die Frage nach einer vernünftigen Hallenkapazität mit Blick auf die in Zukunft geforderten Anforderungen grundsätzlich zu beleuchten und Lösungsansätze zu finden. Dies könne in einem gemeinsamen Entwicklungsprozess über die Sportentwicklungsplanung erarbeitet werden.

Manfred Pawlita, Vorsitzender des Sportkreis Ostalb und in der Vereins- und Kommunalberatung für den Württembergischen Landessportbund (WLSB) tätig, stellte danach den Inhalt eines solchen Konzepts den Anwesenden vor. Dabei ging Pawlita auch auf den Wandel des Sports ein. Die Bedeutung von Sport, Bewegung und Spiel sei gerade für die kindliche Entwicklung nicht zu unterschätzen: „Sport macht schlau“, so Pawlita. Der Vorsitzende des Sportkreises legte Wert darauf, dass eine Entwicklungskonzeption nicht nur die (Sport-)Infrastruktur, sondern vielmehr die bestehenden Angebotsformen und die Organisationsstrukturen betrachte. Bestand und Bedarf werden abgeglichen. Und am Ende jedes Prozesses stünden so immer konkrete Handlungsempfehlungen in allen drei dieser genannten Ebenen. Weiterhin empfahl er der Gemeinde, das Planungsinstrument der kooperativen Planung zu nutzen weil die Bevölkerung über eine Planungsgruppe aktiv in den Prozess hineinwirken könne.

Die rund einstündige Information über diese Entwicklungsplanung stieß bei den Zuhörern auf großes Interesse. Bürgermeister Kuhn informierte, dass die geplante Entwicklungskonzeption von der Bürgerschaft selber bestimmte werde, indem eine lokale Planungsgruppe aus Vertretern der Vereine und örtlichen Institutionen wie Kindergärten, Schule und Gemeinde eingerichtet werde. Die Zukunft der Dorfentwicklung in diesem Bereich so selber in die Hand zu nehmen und miteinander zu gestalten sei sicherlich eine spannende Aufgabe, die jeden Einzelnen angehe. Abschließend bedankte er sich bei Manfred den interessanten Vortrag und bei allen Zuhörern für das rege Interesse. Er zeigte sich davon überzeugt, dass die Bevölkerung und die örtlichen Vereine von einer kommunalen Sportentwicklungsplanung viele Jahre profitieren werden.
Sportentwicklungsplanung
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