| Aus Bartholomä |
| Bürgerversammlung – Resümee |
30.06.2009 |
Zu einer allgemeinen Bürgerversammlung hatte Gemeinderat und Bürgermeister die Bevölkerung am Donnerstag, 18. Juni 2009
in den Dorfhaussaal eingeladen. Neben den Ehrungen standen der Rückblick und der Ausblick auf die kommunalen
Entwicklungen und insbesondere die Anregungen und Anfragen aus der Bürgerschaft im Mittelpunkt dieser Versammlung.
Rund 50 Bürgerinnen und Bürger nutzten dabei die Gelegenheit sich über aktuelle kommunalpolitische Themen und
Entwicklungen zu informieren.
Bürgermeister Kuhn ging anhand einer Power-Point-Präsentation rückblickend auf die wichtigsten Investitionen und
Baumaßnahmen der vergangenen Jahre ein. Hierbei nannte er unter anderem die seit 2005 in der Gemeinde laufende
Erdgaserschließung durch die Gasversorgung Essingen-Oberkochen GmbH (GEO), den in den Jahren 2005 bis 2007 durch die
Firma Klöpfer getätigten Bau der Erschließungsstraße zum Steinbruch mit der Deckenerneuerung der Straße „Im
Schopf“, die im Jahr 2006 geglückten Sanierung der Dorfhülbe, die nun einen schönen Dorfmittelpunkt in der
Gemeinde bilde, die wichtige Sanierung des Kunstrasenplatzes im Sportgebiet „Schopf“ 2006, die
Tiefbaumaßnahmen im Bereich der Lauterburger Straße mit Kanalauswechslung und –sanierung, dem
Wasserleitungsneubau und der Straßensanierung 2008, die im letzten Jahr erfolgte Erschließung privater Wohnbauplätze im
Bereich der Marktwiese, der wichtigen innerörtlichen Sanierung mit anschließender Erschließung der Wohnbauplätze
„Brunnenfeldstraße“, bis hin zur aktuell laufenden Tiefbaumaßnahme im Bereich der Beckengasse mit
Kanalauswechslung, Wasserleitungsneubau und Gestaltung des Wohnumfeldprogrammes zur Stärkung der Ortsmitte. Wichtige
Investitionen konnten in den vergangenen Jahren getätigt werden wie beispielsweise die Neuausstattung des Computerraumes
an der Laubenhartschule, die Neuanschaffung eines gemeindlichen Unimogs für den Bauhof oder die verbesserte Ausstattung
der Feuerwehr durch einen neuen Rettungssatz (Rettungsschere mit Spreizer und Aggregat).
Aber auch die zahlreichen Unterhaltungs- und Sanierungsarbeiten wie die Hülbensanierungen unter Mithilfe von Feuerwehr
und Schwäbischen Albverein, die Unterhaltung des Friedhofes Bartholomä, der Radwegneubau Möhnhof, die
Unterhaltungsleistungen am Dorfhaus, dem Rathaus und der öffentlichen Gebäude standen genauso im Mittelpunkt seines
Rückblicks. Die Gemeinde sei in mehreren Verbänden Mitglied, so im Abwasserzweckverband Lauter-Rems, der in den Jahren
2005 bis 2007 in den Ausbau und in die Modernisierung der Kläranlage Böbingen rund 3 Millionen Euro investiert habe. Die
Gemeinde Bartholomä sei dabei mit einem Investitionsanteil von rund 250.000 Euro beteiligt. Auch in die Wasserversorgung
habe der Zweckverband Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung, in der die Gemeinde gleichfalls Mitglied ist, mehr als 2
Millionen Euro in die Modernisierung und Erweiterung des Wasserwerks Itzelberg investiert.
Erfreulich sei, dass die Gemeinde im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum enthalten sei und eine starke Unterstützung
für die privaten Eigentümer, die Gewerbebetriebe und für die Gemeinde daraus resultiere. Seit Ende 2007 sei die Gemeinde
nun auch in der Europäischen Fördergebietskulisse LEADER enthalten, hier erhoffe er sich zukünftig weitere positive
Impulse zur Stärkung der dörflichen Qualität.
Im Bereich der Betreuung und Bildung habe die Gemeinde innerhalb kurzer Zeit erreicht, dass eine Ganztagesbetreuung an
der Laubenhartschule eingerichtet sei. Dort bestehe auch für alle Schüler seit diesem Schuljahr die Möglichkeit, ein
Mittagessen einzunehmen. Ab dem neuen Kindergartenjahr sei es zudem möglich, Kinder unter drei Jahren verbindlich und
verlässlich betreuen zu können.
Mit dem Ausblick verband der Bürgermeister zwei Herausforderungen: Die demografische Entwicklung der Bevölkerung
einerseits und die Entwicklung der öffentlichen Finanzen auf der anderen Seite.
Es sei festzustellen, dass so wie in anderen Städten und Gemeinden auch die Einwohnerzahl in der Gemeinde seit ein bis
zwei Jahren rückläufig sei. Dies entspreche insgesamt der demografischen Entwicklung der Wohnbevölkerung
Baden-Württembergs. Maßgeblich hierfür seien die geringen Geburtenzahlen der vergangenen Jahre. Bezüglich der
„Wanderungsbewegungen“ mit Fort- und Zuzügen von und zu der Gemeinde Bartholomä sei festzustellen, dass die
Gemeinde in der Altersgruppe der 35- bis 50-Jährigen, der 50- bis 65-Jährigen und der 65- bis 75-Jährigen zum Teil
starke Zuzüge generieren könne; während in der Altersgruppe der 25- bis 35-Jährigen und der 18- bis 20-Jährigen mehr
Wegzüge als Zuzüge gegeben seien. Diese Entwicklung löse verschiedene Fragenstellungen aus; es gelte weiterhin hier im
Gemeinderat die richtigen Weichenstellungen in der Kommunalpolitik zu treffen. Bezüglich der kommunalen Finanzen wies
der Bürgermeister darauf hin, dass sich der Schuldenstand in den zurück liegenden Jahren zufriedenstellend entwickelt
habe, durch den dadurch geringeren Kapitaldienst sei ein wenig mehr Spielraum im investiven Bereich gegeben. Während
man für 2007 und 2008 auf zufriedenstellende Rechnungsergebnisse rückblicken könne, müsse bereits für das laufende Jahr
und insbesondere für die Folgejahre mit deutlich geringeren Haushalten gerechnet werden.
Von der anschließenden Möglichkeit Anfragen und Anregungen an Gemeinderat und Bürgermeister zu richten, wurde sodann
reger Gebrauch gemacht. Während ein Bürger sich nach dem Bestand der Hauptschule erkundigte, sprach ein weiterer Zuhörer
die Tiefbauarbeiten in der Beckengasse an und bat den Gemeinderat darum, bei den weiteren Entscheidungen auf eine gute
Durchlässigkeit des Straßenverkehrs zu achten. Angeregt wurde darüber hinaus für die Gaisgasse und die Hauptstraße zu
prüfen, ob der Straßenbelag mittelfristig erneuert werden könne. Eine weitere Anfrage betraf die Fußwegeführung im
Bereich des Möhnhofes. Ebenso erkundigte sich ein Zuhörer grundsätzlich nach der Möglichkeit im Außenbereich bauen zu
können. Und schließlich wurde von einem Zuhörer angeregt, die gebaute Erschließungsstraße für die privaten Wohngebäude
an der Marktwiese an einen Fußweg anzubinden. Mit den dementsprechenden Antworten und der Zusage, die gegebenen
Anregungen zu prüfen, bedankte sich abschließend der Bürgermeister bei allen Zuhörern für die rege Teilnahme an der
Bürgerversammlung.
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