Aus Bartholomä
Tag der offenen Tür in der Museumsscheune Amalienhof 12.05.2009
Am vergangenen Sonntag, 10. Mai, war die Museumsscheune auf dem Amalienhof zum Tag der offenen Tür geöffnet. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit um einen Blick in die Scheune zu werfen. In und um die Scheune konnten die frühere Handwerke und Berufe, wie Seiler und Wägner, die Zimmerleute, Besenbinder und Schnitzer, Schmied und Steinmetz, bis hin zum Bäcker bewundert werden. Bei gutem Wetter und guter leiblicher Verpflegung durch den Förderverein Laubenhartschule war der Museumstag gut besucht.
Museumstag
Dank eines bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagements haben freiwillige Helfer und Helferinnen auf dem Amalienhof die ehemalige Scheune seit 1997 saniert und mit Unterstützung aus der Bürgerschaft eine stattliche Sammlung landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte und Arbeitsutensilien des bäuerlichen Handwerks im Gebäude gesammelt.

Am Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag war es möglich, allen interessierten Bürgerinnen und Bürger einen Blick in die Scheune zu geben. Das Amalienhof-Team rund um ihren Sprecher Helmut Neff schlüpfte in verschiedene alte Handwerksberufe und brachten so sprichwörtlich Leben in und an die Museumsscheune. So zeigte Hans Schuster gemeinsam mit seinem Bruder, Wolfgang Schuster das Schnitzerhandwerk. Auch Walter Hermann hatte seine im Gebäude „Braighausen” eingerichtete Schnitzerwerkstatt geöffnet. Der ehrbare Beruf des Seilers wurde durch Karl Gunzenhauser und Hans Bareis demonstriert. Das Wagnerhandwerk – heute so gut wie ausgestorben – erfüllte Eugen Staudenmaier mit Leben. Die Steinmetzkunst wurde von Erwin Egl demonstriert, während Fritz Theurer Sensen dengelte. Heiß ging es bei den Schmieden zu, die zu zweit am Amboss kleine Hufeisen und ähnliche Eisenteile schmiedeten. Als Schmiede waren Bernhard Esswein und Hans Palzer aktiv.

Die Schäferin vom Kitzinghof, Karin Kirschbaum zog in ihrer original Bartholomäer Tracht besondere Blicke auf sich. Sie demonstrierte wie früher Schafwolle versponnen wurde. Anne Staudenmaier wusste im Wohnbereich der Amalienhofscheune einiges über das frühere bäuerliche Leben, den bäuerlichen Hausstand und die frühere Küche zu berichten. Ella Holz demonstrierte im Museum anschaulich die Verarbeitung von Flachs.

Mit großem Interesse verfolgten die Beucher die Treffsicherheit und das handwerklicher Können der Zimmerleute: Martin Gröner, Holger Huber und Martin Stempfle fertigten aus bloßen Baumstämmen Holzpfosten. Helmut Pinkow hatte den Holzofen angeschürt und backte den ganzen Tag über Holzofenbrote und Fladen. Helmut Neff, Else und Hans Frank informierten währenddessen die Besucher über den reichen Fundus und die Ausstellungsgegenstände in der Amalienhofscheune.

Viel Lob und Anerkennung erhielten alle Mitwirkenden für die vorgestellten Handwerksberufe und für das Geschaffene in und um die Museumsscheune.

Erstmals wurde am Tag der offenen Tür das in einer Fleißarbeit durch die Amalienhofrentner, Herrn Lothar Wolf und mit Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung erstellte Museumsinventarbuch vorgestellt. Darüber hinaus konnte ein attraktives Faltblatt, das interessante Daten und Bilder über die Amalienhofscheune gibt, der Öffentlichkeit erstmals vorgestellt werden. Kaffee und Kuchen, der von Eltern und Schülern des Fördervereins Laubenhartschule geboten wurde, rundete schließlich einen gelungenen, attraktiven und gut besuchten Museumstag an der Amalienhofscheune ab.
Museumstag

Museumsscheune

Museumsscheune
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Prospekt Museumsscheune Amalienhof als PDF-Datei (482 KB)
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