| Volkstrauertag 2009 |
17.11.2009 |
| „Frieden braucht Mut“ |

Die Abordnungen der Vereine senkten zur Erinnerung und zum Gedenken an die Schrecken der Kriege
ihre Fahnen über den Gedenktafeln
(Bild: Lothar Wolf)
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Am vergangenen Sonntag wurde sowohl im ökumenischen Gottesdienst in der Kath. Kirche, wie auch bei der Totenehrung
am Mahnmal auf dem Wirtsberg der Toten von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht.
Die kirchliche Feier stand unter dem Thema „Frieden braucht Mut“. Diakon Dr. Wolfgang Rube ging in
seiner Begrüßung darauf ein, dass sich in diesem Jahr gleich mehrere wichtige geschichtliche Ereignisse jährten.
Das Erinnern an die Schrecken der Weltkriege sei sehr wichtig. Pfarrer Ulrich Büttner legte in seiner Predigt dar,
dass der Friede nicht von allein komme und jeder seinen mutigen Beitrag zum Frieden leisten könne. In einem
szenischen Spiel anhand einer typischen Schulsituation verdeutlichten sodann die diesjährigen Konfirmanten, wie
wichtig es ist, im Alltag mutig gegen das Böse aufzutreten und gegen Gewalt einzustehen.
Unter der musikalischen Begleitung durch den Musikverein und dem Liederkranz gedachte die Bürgerschaft im Anschluss
an den Gottesdienst am Ehrenmal auf dem Wirtsberg der Opfer von Gewalt und Krieg.
Bürgermeister Kuhn erinnerte in seiner Ansprache an die schrecklichen Ereignisse im September/Oktober 1944, wo am
Monte Battaglia, Casola Valsenio, Italien, innerhalb weniger Tage mehrere Tausend Soldaten und Widerstandskämpfer
in einer blutigen Schlacht ihr Leben verloren haben. An vielen anderen Orten in Europa und in der Welt hätten
während des Zweiten Weltkrieges ähnliche furchtbare Kampfhandlungen stattgefunden. Im Juni diesen Jahres hätten
Menschen aus Bartholomä und Casola Valsenio ein bemerkenswertes Zeichen für den Frieden gesetzt und gemeinsam einen
Friedensweg eingeweiht und sich auf dem Monte Battaglia die Hände zur Versöhnung und Freundschaft gereicht.
Stellvertretend für die Bürgerschaft legte der Bürgermeister gemeinsam mit dem Gemeinderat als äußeres Zeichen
dieser Friedenshoffnung einen Kranz am Ehrenmal nieder.
Beim anschließenden Musikstück „Ich hatt’ einen Kameraden“ senkten die Abordnungen der Vereine
ihre Fahnen über den Erinnerungstafeln.
Der Bürgermeister dankte anschließend allen, die sich zum Gedenken am Ehrenmal auf dem Wirtsberg und zum Wachhalten
der Erinnerung versammelt haben.
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