| Buchvorstellung: Franz Theodor Wolf |
02.02.2010 |
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Am vergangenen Dienstagabend fand im Dorfhaus Bartholomä die Buchvorstellung „Franz Theodor Wolf 1841 – 1924, Jesuit und
Naturforscher“ statt. Die Herausgabe des Buches wurde über die Stiftung „Literaturforschung in Ostwürttemberg“ und
durch Spenden von Privatpersonen und Firmen möglich. Der Autor, Werner K. Mayer skizzierte in einem interessanten Vortrag das Leben
Franz Theodor Wolfs, der 1841 in Bartholomä geboren wurde, nach und stellte das Wirken Wolfs als bedeutenden Naturforscher dar.
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Mit dem Musikstück Sonatine in G-Dur von Ludwig von Beethoven eröffnete Carsten Weber am Klavier die Buchvorstellung musikalisch.
In seiner Begrüßung wies Bürgermeister Thomas Kuhn darauf hin, dass Theodor Wolf hier in Bartholomä in seiner Kindheit und Jugend
die Grundlagen für seine spätere Forschertätigkeit gelegt bekam: Sein Vater, Lehrer an der Volksschule in Bartholomä und selbst
großer Naturfreund, habe ihm die Begeisterung für die Natur und Geologie quasi in die Wiege gelegt. In Bartholomä fand Wolf alles
vor, was in der Natur von Interesse ist. Die Geologie mit den Besonderheiten wie die Höhlen am Rosenstein, das Wental mit den
Dolomitfelsen, die Weiherwiesen oder das Steinheimer Becken, Hülben, Dolinen, Heidelandschaften auch Hochwasser und
Karsterscheinungen.
Der Bürgermeister dankte dem Autor, Werner K. Mayer, dass er sich dem wohl bedeutendsten Sohn der Gemeinde Bartholomä so intensiv
gewidmet habe und ein gut recherchiertes, profundes und ansprechendes Werk erstellt habe. Ebenso ging der Dank der Gemeinde an
Reiner Wieland als Vorstand der Stiftung Literaturforschung in Ostwürttemberg, der die Arbeit Mayers unterstützt habe und
letztendlich über die Stiftung ermöglicht habe, dass ein Buch über Franz Theodor Wolf veröffentlicht wird.
Reiner Wieland ging so dann auf den Werdegang, von der Idee ein Buch zu machen, bis zur heutigen Buchvorstellung, ein. Er würdigte
Mayers Verdienst, sein Manuskript über Franz Theodor Wolf der Stiftung kostenlos zur Verfügung zu stellen. Schließlich konnte
dieses Manuskript im vergangenen Jahr mit dem Josef-Mühlberger-Preis ausgezeichnet werden.
In einem hoch interessanten und kurzweiligen Vortrag skizzierte Werner K. Mayer schließlich das Leben Franz Theodor Wolf und ging
auch inhaltlich auf die herausragenden Forschungstätigkeiten des Bartholomäers ein. Das Wirken des Forschers Wolf sei heute noch
in Ecuador lebendig, quasi jedes Kind kenne Franz Theodor Wolf. Sein Gemälde hängt im Stadtmuseum von Quito neben denen der
Präsidenten des Landes. Eine der Galàpagos-Inseln, ein Vulkan und ein Gletscher tragen in Ecuador unter anderem seinen Namen. Die
Gemeinde Bartholomä könne stolz sein, einen so bedeutenden Forscher zu haben.
Nach dem Reiner Wieland namens der Stiftung Literaturforschung in Ostwürttemberg das Buch an den Autor, Werner K. Mayer und an
Bürgermeister Thomas Kuhn offiziell überreicht hatte, schloss Carsten Weber am Klavier mit einem Musikstück den offiziellen Teil
der Buchvorstellung.
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Das Buch Franz Theodor Wolf 1841 – 1924 ist im Rathaus zum Preis von 15 Euro erhältlich.
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