| Jahreshauptversammlung der "Amici di Casola" am 9. März 2010 |
14.03.2010 |
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Partnerschaftsverein – Botschafter des Friedens in Europa
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Der Partnerschaftsverein Bartholomä konnte bei seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung im Schwarzen Adler in Bartholomä
eine stattliche Anzahl von Mitgliedern begrüßen, darunter Bürgermeister Thomas Kuhn und mehrere Vereinsvorstände.
Bei seiner Begrüßung beantwortete der Vorsitzende Karl Busch die Frage, woran man die Arbeit und den Erfolg eines
Partnerschaftsvereins messen kann:
Ganz im Vordergrund der Vereinsarbeit stehe der Austausch mit der italienischen Partnergemeinde Casola Valsenio. In den
vergangenen fünf Jahre sei es gelungen, eine verlässliche Brücke nach Casola zu bauen, eine festen Beziehung zwischen den
Menschen der beiden Orte aufzubauen und es habe sich so aus der Partnerschaft eine echte und bleibende Freundschaft
entwickelt. Das vergangene Jahr, so Karl Busch, habe mit seinen vielen Aktivitäten und Austauschen gezeigt, dass man sich
auf den Partnerschaftsverein im Ort verlassen könne und die Partnergemeinde Casola einen verlässlichen Partner in
Bartholomä habe.
Mit Stolz berichtete er von der Wander- und Kulturreise nach Casola, bei der in Zusammenarbeit mit der Ortsgruppe des
Albvereins der Friedensweg eröffnet wurde.
Ebenso erzählte er vom wiederum gelungenen Sommeranfangsfest, dem "festa di inizio estate", zu dem der Albverein
und die Fußballmannschaft des TSV den Partnerschaftsverein begleiteten und die Gemeinde Bartholomä in Italien
repräsentierten. An diesem Wochenende durfte man erneut die Gastfreundschaft vor Ort in Casola, die italienische
Herzlichkeit, Lebensfreude und Aufgeschlossenheit der italienischen Freunde erfahren.
Zum traditionellen Rosstag reiste im vergangenen Jahr eine offizielle Delegation aus Casola auf den Albuch. Gemeinsam
gestalteten fleißige, italienische und deutsche Hände einen Wagen für den Umzug, der mit Blumen und Kräutern aus der
Emilia-Romagna geschmückt wurde. Ein Literaturabend im Oktober, bei dem Angelika Huber-Sommer aus Lampedusas Gattopardo
vorlas, und der Kulturabend im Januar zu Ehren des Künstlers Biaggio Frisa rundeten das Vereinsleben ab.
Karl Busch betonte, dass all diese Veranstaltungen und Begegnungen Meilensteine nicht nur für den Partnerschaftsverein
seien. Die Vorbereitungen, Durchführung und Unterstützung verlange von den beteiligten Personen sehr viel ab, aber eines
gewännen alle dabei - die Freundschaft der Casolaner Bürger. Er bedankte sich bei den Vereinen und Organisationen, die die
Begegnung zur italienischen Partnergemeinde im vergangenen Jahr gesucht haben.
Die stattgefundenen Aktivitäten zeigen das hohe Interesse der Bartholomäer Bevölkerung an der Partnerschaft zu Casola. Die
Partnerschaftsarbeit des Vereins sei ohne die Einbeziehung der anderen Vereine undenkbar. Nur wo Menschen mit dem Herzen
dabei sind, kann Freundschaft entstehen, nur wo Vertrauen und Verlässlichkeit besteht, kann Partnerschaft gelebt werden.
Die stellvertretende Vorsitzende Claudia Moser gab einen Ausblick auf die in diesem Jahr anstehenden Begegnungen mit den
italienischen Freunden. Zunächst findet am 19. März der italienische Abend bei der Scheuenwirtin statt. Vom 16. bis 18.
Juli kommt eine Reisegesellschaft aus Casola nach Bartholomä, um das diesjährige Dorffest mitzufeiern. Nach einem Abend
der Vereine am Freitag findet das Dorffest seine Krönung am Samstag, wenn am Nachmittag deutsche und italienische Familien
zusammen das Kinderfest feiern und abends im Festzelt das Tanzbein geschwungen werden kann. Zum Ausklang des Festwochenendes
feiert die Gemeinde am Sonntag einen ökumenischen Gottesdienst. Am 13. Oktober wird in Zusammenarbeit mit der Dorfbücherei
ein Literaturabend organisiert und ab 16. Oktober bieten der deutsche und der italienische Partnerschaftsverein zusammen
einen einwöchigen Italienisch-Sprachkurs vor Ort in Casola Valsenio an, bei dem das „Fest der vergessenen Früchte“
besucht wird.
Nach den Berichten der Schriftführerin Bettina Ritz und des Kassierers Erwin Goldmann wurde von den Kassenprüfern eine
einwandfreie Kassenführung bestätigt, und Bürgermeister Thomas Kuhn konnte die Entlastung der Vorstandschaft herbeiführen.
Herr Kuhn bedankte sich für die Vereinsarbeit und betonte, dass die Amici di Casola in vorbildlicher Weise ihre in der
Satzung verankerten Ziele umsetzen. Besonders hob er hervor, dass durch die Eröffnung des Friedensweges auf den Monte
Battaglia, dem Berg nahe Casola, auf dem innerhalb von zwei Wochen Tausende Italiener, Alliierte und Deutsche ihr Leben
ließen, der Partnerschaftsverein sich als wahrer Botschafter des Friedens in Europa zeigte.
Zum Abschluss der Versammlung bedankte sich Karl Busch bei allen Anwesenden für ihr Kommen, bei den Mitgliedern für ihre
Unterstützung und Treue zum Verein sowie beim Ausschuss für dessen unermüdlichen Einsatz. Der Verein scheue weder Mühen
noch Kosten die Partnerschaft durch gegenseitige Begegnungen weiterhin mit Leben zu füllen.
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