Das diesjährige Dorffest stand ganz im Zeichen der Partnerschaft mit unseren italienischen Freunden aus Casola Valsenio. Bereits zum
3. Mal seit der Besiegelung der Gemeindepartnerschaft besuchte uns eine stattliche Anzahl von fast 70 Personen aus der italienischen
Partnergemeinde. Rund um die Marktwiese, im Herzen der Gemeinde, wurde das dreitägige Fest gefeiert. Die Ortsgruppe des Schwäbischen
Albvereins, der TSV Bartholomä und der Partnerschaftsverein "Amici di Casola" haben mit Unterstützung der Gemeinde dieses
dreitägige Dorffest vorbereitet und durchgeführt. Wie bereits in den Vorjahren sollte mit dieser Veranstaltung ein Fest für die ganze
Gemeinde, bei dem die Vereine und die ganze Bevölkerung mit einbezogen sind, veranstaltet werden.
Viele Angebote und Aktionen fanden während des Festes auf der Marktwiese im und am Festzelt statt. Gemeinsam mit der großen Delegation
aus unserer italienischen Partnergemeinde Casola Valsenio erlebten die vielen Besucher und Gäste eine lebendige und aktive
Dorfgemeinschaft.
Am Freitagvormittag begrüßten Bürgermeister Thomas Kuhn und der Partnerschaftsverein die Delegation aus Casola, darunter der seit
einem Jahr neu amtierende Bürgermeister Nicola Iseppi sowie der ehemalige „Schultes“ und Neuvorstand des italienischen
Partnerschaftskomitees Giorgio Sagrini, im Wental. Bei einer kleinen Wanderung durch das obere Wental erläuterte Jürgen Pfau die
Entstehungsgeschichte und die Fauna und Flora dieses einzigartigen Naturbiotops. Die Gäste waren begeistert von der Vielgestaltigkeit
der Landschaft und genossen bei strahlendem Sonnenschein im Anschluss auf dem hauseigenen Grillplatz die vom Wentalwirt Georg Lieb
zubereiteten schwäbischen Traditionsgerichte.
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Wanderung durchs obere Wental
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Nach der Unterbringung der Gäste in ihren jeweiligen Unterkünften galt der Nachmittag aus italienischer Sicht dem Kennen lernen ihrer
Partnergemeinde. Hierzu hatte sich der Bartholomäer Partnerschaftsverein etwas Besonderes einfallen lassen. Bei einer so genannten
Dorfralley erkundeten die Besucher unser Dorf. Dabei mussten sie sowohl Fragen zu Bartholomä beantworten als auch ihre
Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen. Anhand des Ortsplanes und mit Hilfe von Bartholomäer Passanten galt es
verschiedene Einrichtungen aufzufinden und entsprechende Fragen dazu zu beantworten. Die Geschicklichkeit wurde sowohl beim
Torwandschießen am Sportplatz als auch beim Falten von Zeitungshüten im Dorhaus sowie beim Dosenwerfen am Kriegerdenkmal gefordert.
Mit Elan und Ehrgeiz meisterten die Teilnehmer den Parcours und lernten so Besonderheiten ihrer schwäbischen Partnergemeinde kennen.
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Zeitungshut basteln

Passantenbefragung
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Am Samstagvormittag stand der Besuch des Erzbergwerkes Tiefer Stollen in Wasseralfingen an. Mit viel Interesse lernten sie die
Geschichte des Erzabbaus am Braunenberg kennen, das besondere Highlight war die Einfahrt mit dem Besucherzügle, dem „trenino“.
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Besuch des Bergwerks Tiefer Stollen
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Den offiziellen Auftakt zum dreitägigen Dorffest bildete am Freitagabend der gemeinsame Fassanstich der Bürgermeister Thomas
Kuhn und Nicola Iseppi sowie der Vorstände der beiden Partnerschaftsvereine Karl Busch und Giorgio Sagrini, des TSV Lothar
Schwab und des Schwäbischen Albvereins Jürgen Pfau. Mit einem bunten Programm, das die Vereine und die verschiedenen Gruppen
aus Bartholomä gestaltet haben, wurden die engen Bindungen auf Vereins- und Bevölkerungsebene weiter gefestigt. Mit dem Motto
„Gemeinsam Gestalten - Zusammen Feiern und Miteinander Freuen“ wurde unter Einbeziehung der örtlichen Vereine und
der Altersgenossen etwas Verbindendes für unseren Ort und unsere Vereine geschaffen, das im 2-jährigen Rhythmus mittlerweile zu
einer dauerhaften Veranstaltung geworden ist.
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Fassanstich
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Für zünftige Stimmung und flotte Rhythmen sorgten an diesem Abend der Musikverein und die Bigband in bekannt gekonnter Art und
Weise. Showeinlagen der Cheerleader des TSV Bartholomä sowie ein Ratespiel des DRK und ein Grasskilaufwettbewerb des Skiclubs
Heubach-Bartholomä bereicherten das Programm. Den Höhepunkt bildete der Auftritt der beiden Guggenmusikkappellen Birkenschnalzer
und Bärabergschiddler gefolgt von der Garde des Motorradclubs und dem Männerballett der JOB.
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Stimmung im Zelt

DRK-Ratespiel

Grasski-Wettbewerb
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An den beiden Festabenden fand der aus Italien mitgebrachte "Vino", die „Piada fritta“ und vor allem die
frisch gebackene Pizza, großen Absatz. Auch vom "Spumante" - dem italienischen Sekt der an der Bar verkauft wurde -
blieb keine Flasche übrig.
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Bei der Arbeit
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Das Festprogramm am Samstag begann mit dem Umzug der Schulen und Kindergärten zum Kinderfest durch das Dorf mit anschließenden
Präsentationen und Spielen auf der Marktwiese. Als Bereicherung fanden die italienischen Freunde den Festumzug der Kinder und
stellten fest: "Eine Bevölkerung die an seine Kinder denkt, denkt an die Zukunft.“
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Umzug durchs Dorf

Kinderfest auf der Marktwiese
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Großes Besucherinteresse erzeugte sodann das Fußballspiel der Mannschaften von Casola und Bartholomä, das noch ganz im Zeichen
der Fußballweltmeisterschaft "Italien gegen Deutschland" ausgetragen wurde. Dabei galt es, das Freundschaftsspiel das
vor einem Jahr in Italien durchgeführt wurde, hier zu erwidern. Es war eine echte Revanche, denn nach einem verlorenen Spiel in
Italien wurde das Blatt dieses Mal deutlich gewendet in dem die Bartholomäer Kicker mit 7 zu 1 deutlich gewonnen haben.
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In Aktion

Gruppenbild
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Am Abend begeisterte die Band „Paulchen Panther und die Tiger von Eschnapur“ mit fetziger Musik und mitreißenden
Songs für ausgelassene Stimmung im Festzelt. Die italienischen Freunde waren von der schwäbischen Art Feste zu feiern begeistert
und mitgerissen. Bis spät in die Nacht wurde ausgelassen gefeiert und die deutsch-italienische Partnerschaft gepflegt. Man hat
gespürt, dass nicht nur alte Freundschaften aufgewärmt, sondern auch eine ganze Reihe von neuen Freundschaften geknüpft wurden.
Giorgio Sagrini, Karl Busch, Nicola Iseppi und Thomas Kuhn betonten bei ihren Grußworten unisono, dass die funktionierende
Partnerschaft, die zwar formell auf einem Blatt Papier besiegelt ist, durch die Menschen in beiden Gemeinden mit Leben erfüllt
wird. Das ist nicht nur beim Dorffest zu spüren, sondern auch bei den vielfältigen Aktivitäten und Begegnungen der Bürger.
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Grußworte
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Der Sonntag begann feierlich mit einem ökumenischen Gottesdienst im Zelt, bei dem auch der neue italienische katholische
Priester Don Euterio Spoglianti mitwirkte und der vom Posaunenchor festlich umrahmt wurde. Die beiden Bartholomäer
Geistlichen hoben in dem Gottesdienst den Sinn von Freundschaft und das Aufeinander zugehen als besondere christliche Tugend
hervor was im Predigttext seinen besonderen Ausdruck fand.
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Gottesdienst
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Nach dem Mittagessen hieß es dann bereits schon wieder "arriverderci“, denn unsere italienischen Freunde mussten
sich mit dem Bus, den Autos und Motorrädern wieder auf die rd. 750 km lange Heimreise machen, jedoch nicht ohne das
Versprechen sich bald wieder zu treffen.
Es war ein Wochenende des Aufeinanderzugehens und der Festigung der Freundschaft und Partnerschaft. Im Vordergrund stand
dabei die Begegnung zwischen den Menschen. Einerseits sollten vielfältige und dauerhafte Verbindungen zwischen Menschen der
beiden Partnergemeinden gefördert werden, andererseits sollten durch das Dorffest aber auch die gegenseitige Verständigung
und das Miteinander innerhalb der Gemeinde und den Vereinen intensiviert werden. Die italienischen Gäste waren wieder einmal
von der Gastfreundschaft und der lebendigen Gemeinschaft der Bartholomäer Bürger und Vereine sowie der tollen Stimmung beim
Dorffest begeistert.
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Abschied
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