Casola Valsenio - Dorffest 2010 in Bartholomä
Drittes Bartholomäer Dorffest vom 16. bis 18. Juli 2010 02.10.2010
Das diesjährige Dorffest stand ganz im Zeichen der Partnerschaft mit unseren italienischen Freunden aus Casola Valsenio. Bereits zum 3. Mal seit der Besiegelung der Gemeindepartnerschaft besuchte uns eine stattliche Anzahl von fast 70 Personen aus der italienischen Partnergemeinde. Rund um die Marktwiese, im Herzen der Gemeinde, wurde das dreitägige Fest gefeiert. Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins, der TSV Bartholomä und der Partnerschaftsverein "Amici di Casola" haben mit Unterstützung der Gemeinde dieses dreitägige Dorffest vorbereitet und durchgeführt. Wie bereits in den Vorjahren sollte mit dieser Veranstaltung ein Fest für die ganze Gemeinde, bei dem die Vereine und die ganze Bevölkerung mit einbezogen sind, veranstaltet werden.

Viele Angebote und Aktionen fanden während des Festes auf der Marktwiese im und am Festzelt statt. Gemeinsam mit der großen Delegation aus unserer italienischen Partnergemeinde Casola Valsenio erlebten die vielen Besucher und Gäste eine lebendige und aktive Dorfgemeinschaft.

Am Freitagvormittag begrüßten Bürgermeister Thomas Kuhn und der Partnerschaftsverein die Delegation aus Casola, darunter der seit einem Jahr neu amtierende Bürgermeister Nicola Iseppi sowie der ehemalige „Schultes“ und Neuvorstand des italienischen Partnerschaftskomitees Giorgio Sagrini, im Wental. Bei einer kleinen Wanderung durch das obere Wental erläuterte Jürgen Pfau die Entstehungsgeschichte und die Fauna und Flora dieses einzigartigen Naturbiotops. Die Gäste waren begeistert von der Vielgestaltigkeit der Landschaft und genossen bei strahlendem Sonnenschein im Anschluss auf dem hauseigenen Grillplatz die vom Wentalwirt Georg Lieb zubereiteten schwäbischen Traditionsgerichte.


Wanderung durchs obere Wental
Nach der Unterbringung der Gäste in ihren jeweiligen Unterkünften galt der Nachmittag aus italienischer Sicht dem Kennen lernen ihrer Partnergemeinde. Hierzu hatte sich der Bartholomäer Partnerschaftsverein etwas Besonderes einfallen lassen. Bei einer so genannten Dorfralley erkundeten die Besucher unser Dorf. Dabei mussten sie sowohl Fragen zu Bartholomä beantworten als auch ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit unter Beweis stellen. Anhand des Ortsplanes und mit Hilfe von Bartholomäer Passanten galt es verschiedene Einrichtungen aufzufinden und entsprechende Fragen dazu zu beantworten. Die Geschicklichkeit wurde sowohl beim Torwandschießen am Sportplatz als auch beim Falten von Zeitungshüten im Dorhaus sowie beim Dosenwerfen am Kriegerdenkmal gefordert. Mit Elan und Ehrgeiz meisterten die Teilnehmer den Parcours und lernten so Besonderheiten ihrer schwäbischen Partnergemeinde kennen.



Zeitungshut basteln

Passantenbefragung
Am Samstagvormittag stand der Besuch des Erzbergwerkes Tiefer Stollen in Wasseralfingen an. Mit viel Interesse lernten sie die Geschichte des Erzabbaus am Braunenberg kennen, das besondere Highlight war die Einfahrt mit dem Besucherzügle, dem „trenino“.


Besuch des Bergwerks Tiefer Stollen
Den offiziellen Auftakt zum dreitägigen Dorffest bildete am Freitagabend der gemeinsame Fassanstich der Bürgermeister Thomas Kuhn und Nicola Iseppi sowie der Vorstände der beiden Partnerschaftsvereine Karl Busch und Giorgio Sagrini, des TSV Lothar Schwab und des Schwäbischen Albvereins Jürgen Pfau. Mit einem bunten Programm, das die Vereine und die verschiedenen Gruppen aus Bartholomä gestaltet haben, wurden die engen Bindungen auf Vereins- und Bevölkerungsebene weiter gefestigt. Mit dem Motto „Gemeinsam Gestalten - Zusammen Feiern und Miteinander Freuen“ wurde unter Einbeziehung der örtlichen Vereine und der Altersgenossen etwas Verbindendes für unseren Ort und unsere Vereine geschaffen, das im 2-jährigen Rhythmus mittlerweile zu einer dauerhaften Veranstaltung geworden ist.

Fassanstich
Für zünftige Stimmung und flotte Rhythmen sorgten an diesem Abend der Musikverein und die Bigband in bekannt gekonnter Art und Weise. Showeinlagen der Cheerleader des TSV Bartholomä sowie ein Ratespiel des DRK und ein Grasskilaufwettbewerb des Skiclubs Heubach-Bartholomä bereicherten das Programm. Den Höhepunkt bildete der Auftritt der beiden Guggenmusikkappellen Birkenschnalzer und Bärabergschiddler gefolgt von der Garde des Motorradclubs und dem Männerballett der JOB.

Stimmung im Zelt

DRK-Ratespiel

Grasski-Wettbewerb
An den beiden Festabenden fand der aus Italien mitgebrachte "Vino", die „Piada fritta“ und vor allem die frisch gebackene Pizza, großen Absatz. Auch vom "Spumante" - dem italienischen Sekt der an der Bar verkauft wurde - blieb keine Flasche übrig.





Bei der Arbeit
Das Festprogramm am Samstag begann mit dem Umzug der Schulen und Kindergärten zum Kinderfest durch das Dorf mit anschließenden Präsentationen und Spielen auf der Marktwiese. Als Bereicherung fanden die italienischen Freunde den Festumzug der Kinder und stellten fest: "Eine Bevölkerung die an seine Kinder denkt, denkt an die Zukunft.“


Umzug durchs Dorf

Kinderfest auf der Marktwiese
Großes Besucherinteresse erzeugte sodann das Fußballspiel der Mannschaften von Casola und Bartholomä, das noch ganz im Zeichen der Fußballweltmeisterschaft "Italien gegen Deutschland" ausgetragen wurde. Dabei galt es, das Freundschaftsspiel das vor einem Jahr in Italien durchgeführt wurde, hier zu erwidern. Es war eine echte Revanche, denn nach einem verlorenen Spiel in Italien wurde das Blatt dieses Mal deutlich gewendet in dem die Bartholomäer Kicker mit 7 zu 1 deutlich gewonnen haben.

In Aktion

Gruppenbild
Am Abend begeisterte die Band „Paulchen Panther und die Tiger von Eschnapur“ mit fetziger Musik und mitreißenden Songs für ausgelassene Stimmung im Festzelt. Die italienischen Freunde waren von der schwäbischen Art Feste zu feiern begeistert und mitgerissen. Bis spät in die Nacht wurde ausgelassen gefeiert und die deutsch-italienische Partnerschaft gepflegt. Man hat gespürt, dass nicht nur alte Freundschaften aufgewärmt, sondern auch eine ganze Reihe von neuen Freundschaften geknüpft wurden.

Giorgio Sagrini, Karl Busch, Nicola Iseppi und Thomas Kuhn betonten bei ihren Grußworten unisono, dass die funktionierende Partnerschaft, die zwar formell auf einem Blatt Papier besiegelt ist, durch die Menschen in beiden Gemeinden mit Leben erfüllt wird. Das ist nicht nur beim Dorffest zu spüren, sondern auch bei den vielfältigen Aktivitäten und Begegnungen der Bürger.

Grußworte
Der Sonntag begann feierlich mit einem ökumenischen Gottesdienst im Zelt, bei dem auch der neue italienische katholische Priester Don Euterio Spoglianti mitwirkte und der vom Posaunenchor festlich umrahmt wurde. Die beiden Bartholomäer Geistlichen hoben in dem Gottesdienst den Sinn von Freundschaft und das Aufeinander zugehen als besondere christliche Tugend hervor was im Predigttext seinen besonderen Ausdruck fand.


Gottesdienst
Nach dem Mittagessen hieß es dann bereits schon wieder "arriverderci“, denn unsere italienischen Freunde mussten sich mit dem Bus, den Autos und Motorrädern wieder auf die rd. 750 km lange Heimreise machen, jedoch nicht ohne das Versprechen sich bald wieder zu treffen.

Es war ein Wochenende des Aufeinanderzugehens und der Festigung der Freundschaft und Partnerschaft. Im Vordergrund stand dabei die Begegnung zwischen den Menschen. Einerseits sollten vielfältige und dauerhafte Verbindungen zwischen Menschen der beiden Partnergemeinden gefördert werden, andererseits sollten durch das Dorffest aber auch die gegenseitige Verständigung und das Miteinander innerhalb der Gemeinde und den Vereinen intensiviert werden. Die italienischen Gäste waren wieder einmal von der Gastfreundschaft und der lebendigen Gemeinschaft der Bartholomäer Bürger und Vereine sowie der tollen Stimmung beim Dorffest begeistert.

Abschied
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