| Aus dem Gemeinderat |
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Sitzungsbericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am
27. Januar 2010
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Anwesend: Bürgermeister Kuhn sowie 9 Gemeinderäte
Beginn der Sitzung um 18.30 Uhr
Ende der Sitzung um 20.15 Uhr
Zuhörer: keine
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- Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2010 und mittelfristige Finanzplanung
- Satzungsbeschluss
A. Sachverhalt
Der Haushaltsplan 2010 mit mittelfristiger Finanzplanung wurde in der
Gemeinderatsitzung am 16.12.2009 eingebracht und beraten.
Der Gesamthaushalt hat ein Volumen von 4.797.655 €. Davon entfällt auf den
Verwaltungshaushalt ein Volumen von 4.012.955 €. Der Vermögenshaushalt
umfasst Einnahmen und Ausgaben mit 784.700 €. Um den
Verwaltungshaushalt auszugleichen, muss vom Vermögenshaushalt 274.000
€ zugeführt werden (negative Zuführungsrate). Die Kreditaufnahme für
Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen beträgt 388.700 €.
Damit ergibt sich eine planmäßige Pro-Kopf-Verschuldung (2.149
Einwohner) auf 31.12.2010 mit 301 € (Vorjahr 132 €). Entsprechend den
Haushaltsplanberatungen vom Dezember wurden die Hebesätze unverändert belassen.
Die kommunale Finanzplanung weist über den gesamten
Planungszeitraum (2011-2013) eine negative Zuführungsrate auf.
B. Beratung und Beschlussfassung
Bürgermeister Kuhn wies darauf hin, dass die Auswirkungen der Finanz-
und Wirtschaftskrise bei der Gemeinde Bartholomä voll einschlagen. Die
Rückgänge auf der Einnahmenseite seien dramatisch und bescherten der
Gemeinde eine Unterfinanzierung des laufenden Haushalts von rund
274.000 €. Die Gemeinde erhalte 2010 einen geringeren Anteil an der
Einkommensteuer in Höhe von 160.000 € und Wenigereinnahmen aus den
Zuweisungen des Finanzausgleichs um rund 100.000 €. Diese
Einnahmeausfälle seien für die Gemeinde im laufenden Betrieb nicht zu
verkraften. Und auf der Ausgabenseite würden nun auch die deutlich
höheren Umlagen an das Land (444.000 €) und vor allen Dingen die
Kreisumlage (685.000 €) negativ auffallen.
Im Vermögenshaushalt seien die nachfolgenden Investitionsschwerpunkte eingeplant:
- Die dringende Ersatzbeschaffung des Feuerwehrfahrzeugs LF 8 mit 220.000 €. Diese
Investition gelinge nur, wenn aus dem Ausgleichstock und der
Fachförderung eine optimale und gute Bezuschussung erfolge.
- Die Abrechnung der Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket wie Fenstertausch an
der Schule und Rathaus und der benutzerabhängigen Heizungsregelung im Dorfhaus.
- Die Erschließung des Gewerbegebietes „Gänsteich-Nord“,
sowie die Schaffung und Neuordnung von Urnengräber seien jeweils mit 50.000 € eingestellt.
Bei Umsetzung dieser Investitionen und zur Finanzierung des Gesamthaushaltes sei eine Kreditaufnahme von über
380.000 € erforderlich. Die noch erträgliche und geringe Verschuldung
der Gemeinde steige damit auf über 300 €/Einwohner, liege Ende 2010
jedoch noch in einem vertretbaren Bereich. Große Sorgen bereite die
Tatsache, dass die Gemeinde in allen Jahren der mittelfristigen
Finanzplanung bis einschließlich 2013 eine negative Zuführungsrate und
damit eine Unterdeckung des Verwaltungshaushaltes habe. Große
Investitionen könne die Gemeinde daher in den kommenden Jahren nicht
schultern, verstärktes Sparen sei angesagt.
Aus der Mitte des Gemeinderates wurde dringend angeregt, in einer Klausursitzung des
Gemeinderates sich auf ein Konsolidierungspaket zu verständigen;
ansonsten laufe die Gemeinde Gefahr, in eine Schuldenfalle zu geraten.
Nach weiterer intensiver Beratung und Diskussion beschloss der
Gemeinderat sodann einstimmig den Haushaltsplan 2010 mit der
mittelfristigen Finanzplanung und beauftragte die Verwaltung, ein
Konsolidierungspaket für die Beratung im Gremium vorzubereiten.
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- Sanierung der Landesstraße 1221
- Information
A. Sachverhalt
Der bauliche Zustand der Landesstraße 1221 im Abschnitt zwischen
Bartholomä und der Kreisgrenze bedarf einer dringenden Sanierung. Dies
deshalb, da in diesem Streckenabschnitt die Fahrbahnbeschaffenheit,
insbesondere die Fahrbahnbreite und die Linienführung nicht zusammen
passen. Insgesamt muss die L 1221 bei dem vorhandenen und
prognostizierten zunehmenden Verkehrsaufkommen, insbesondere des
Schwerlastverkehrs, mind. 6,25 m bis 6,50 m breit sein. Vorhanden sind
jedoch lediglich ca. 5,5 m bis max. 5,8 m.
Die Gemeinde Bartholomä macht seit mehreren Jahren auf diesen dringenden Ausbau der
Landesstraße 1221 gegenüber dem zuständigen Straßenbaulastträger, dem
im Land Baden-Württemberg aufmerksam. Das Land hat nun jüngst
signalisiert, 2010 in die Ausbauplanung für diesen Streckenabschnitt
einsteigen zu wollen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Der Gemeinderat hat mit Nachdruck nochmals darauf hingewiesen, dass
ein notwendiger Ausbau oberste und höchste Priorität haben muss. In
dieser Hinsicht nahm der Gemeinderat von dem seinerzeit gemachten
Vorschlag, parallel zur Landesstraße einen kombinierten Geh- und Rad-
mit Wirtschaftsweg anzulegen, Abstand, sofern dies den Planungen für
den dringlichen Ausbau der Landesstraße 1221 förderlich ist und einer
schnellen Umsetzung dient. Dem Gremium ist wichtig, dass die Planung
zügig erfolgt und zeitnah Mittel für den Ausbau eingesetzt werden, um
die notwendige Verkehrssicherheit der Landesstraße herzustellen.
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- Annahme von Spenden und Sponsoring für das Jahr 2009
A. Sachverhalt
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 25.09.2006 von
gesetzlichen Änderungen hinsichtlich der Annahme und Behandlung von
Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen Kenntnis genommen.
In der selben Sitzung wurde seitens des Gremiums beschlossen, zur
Vereinfachung des Verfahrens festzulegen, dass der Gemeinderat über
Einzelspenden von bis zu 100 € in periodischen Abständen (1 x
jährlich) in zusammengefasster Form pauschal entscheidet.
B. Beratung und Beschlussfassung
Der Bürgermeister dankte allen Spenderinnen und Spendern, die 2009
insgesamt den Betrag von 1.845,40 € an die Gemeinde gespendet haben.
Nach kurzer Aussprache beschloss der Gemeinderat die Annahme dieser Spenden.
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- Kenntnisnahme der Beschlüsse des Technischen Ausschusses vom 19.01.2010
Der Technische Ausschuss hat in seiner öffentlichen Sitzung am 19.01.2010
die nachfolgenden Beschlüsse gefasst, die zur Kenntnis gegeben wurden:
Bausachen
a.) Errichtung eines Balkons, Erstellung Windfang, Überdachung Garage, Hochbergstraße, Flst. 491
Der Bauherr plant den Neubau eines Balkons, des Windfangs und einer
Überdachung auf der Garage. Da die rechtlichen Voraussetzungen für
eine Befreiung gegeben sind, hat der Technische Ausschuss nach
Beratung einstimmig die Zustimmung zu den Abweichungen vom
Bebauungsplan bzgl. der Dachform und der Überschreitung der Baugrenze
erteilt .
b.) Neubau eines offenen Güllebehälters – Nachtrag – Hirschgasse, Flst. Nr. 657
Die Baugenehmigung für den Neubau eines offenen Güllebehälters wurde
bereits 2006 erteilt; die Güllegrube jedoch abweichend der Genehmigung gebaut.
Nach kurzer Aussprache hat der Technische Ausschuss das
Einvernehmen für die abweichende Bebauung erteilt.
c.) Errichtung einer Werbeanlage, Möhnhof, Flst. Nr. 1055
Der Bauherr beantragt die Errichtung einer Werbeanlage in der Größe
3,6 x 2,5 m für die Anbringung von ständig wechselnder Werbung. Die
Untere Naturschutzbehörde hat sich in ihrer Stellungnahme gegen die
Werbeanlage ausgesprochen. Da nach Landesnaturschutzgesetz außerhalb
der im Zusammenhang bebauter Ortsteile Werbeanlagen grundsätzlich
unzulässig sind, hat der Technische Ausschuss das Einvernehmen
einstimmig versagt.
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- Bekanntgaben/Verschiedenes
Unter dem Tagesordnungspunkt informierte der Vorsitzende über die nachfolgenden Punkte:
5.1. Breitband-Bedarfsabfrage für Gewerbetreibende
Mit einer Umfrage hat die Gemeindeverwaltung ermittelt, wo Breitbandanschlüsse für einen schnellen Internetzugang
fehlen. Hierbei wurden insgesamt 29 Gewerbetreibende, vornehmlich im Gewerbegebiet „Gänsteich“
abgefragt. 12 Gewerbetreibende (41 %) haben sich an dem Umfrageergebnis beteiligt. Von den insgesamt 29 sehen
lediglich 5 Gewerbetreibende einen Bedarf für einen schnelleren Internetzugang, überwiegend wird die vorhandene
Versorgung als ausreichend angesehen. Im Rahmen einer landkreisweiten Initiative, an der sich die Gemeinde beteiligt,
wurde überprüft, welche Kosten für die Verlegung von Leerrohren ins Gewerbegebiet entstehen. Bei Gesamtkosten von
rund 125.000 € und einer max. Förderung durch das Land Baden-Württemberg in Höhe von rund 58.000 € würde
der Anteil der Gemeinde für die Verlegung von Leerohren auf über 66.000 € kommen. Mit Blick auf die
vergleichsweise gute Versorgungssituation an der Breitbandverfügbarkeit durch die Telekom und die Kabel-BW, wurde im
Gemeinderat momentan kein echter Bedarf an einem Ausbau der Breitband-Versorgung gesehen.
5.2. Anfrage über die Anmietung einer Dachfläche des Dorfhauses für Photovoltaik
Der Gemeinderat spricht sich dafür aus, das Angebot näher zu prüfen, insbesondere
auch die Frage, ob eine Finanzierung aus dem kommunalen Haushalt möglich ist.
5.3. Buchvorstellung über Franz-Theodor Wolf am Dienstag, 2. Februar 2010
5.4. Geplanter Abzug des Altpapiercontainers durch die Gesellschaft des Ostalbkreises für Abfallbewirtschaftung (GOA) am Bauhof Bartholomä.
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- Anfragen der Gemeinderäte
Die Anfragen der Gemeinderäte richteten sich zu den nachfolgenden Punkten:
Sammlungen privater Verwertungsbetriebe für Altkleider, Altschuhe u. ä.
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Ende der öffentlichen Sitzung um 20.15 Uhr.
Eine nichtöffentliche Sitzung mit 4 Tagesordnungspunkten schloss sich an.
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