| Museumsscheune Amalienhof stand im Mittelpunkt |
10.05.2010 |
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Am vergangenen Sonntag, 9. Mai, war die Museumsscheune auf dem Amalienhof zum Tag der offenen Tür geöffnet. Zahlreiche
Besucher nutzten die Gelegenheit um einen Blick in die Scheune zu werfen. In und um die Scheune konnten die frühere
Handwerke und Berufe, wie Seiler und Wägner, die Zimmerleute, Schnitzer und Seegrasbinder, Schmied bis hin zum Bäcker
bewundert werden. Besonderheit bildete eine Ausstellung historischer Mehl- und Getreidesäcke in der Erlebnisgastronomie
Braighausen. Bei guter Verpflegung durch den Förderverein Laubenhartschule war der Museumstag gut besucht.
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Dank eines bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagements haben freiwillige Helfer und Helferinnen auf dem Amalienhof die
ehemalige Scheune seit 1997 saniert und mit Unterstützung aus der Bürgerschaft eine stattliche Sammlung landwirtschaftlicher
Arbeitsgeräte und Arbeitsutensilien des bäuerlichen Handwerks im Gebäude gesammelt.
Am Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag war es möglich, allen interessierten Bürgerinnen und Bürger einen Blick in die
Scheune zu geben. Das Amalienhof-Team rund um ihren Sprecher Helmut Neff schlüpfte in verschiedene alte Handwerksberufe und
brachten so sprichwörtlich Leben in und an die Museumsscheune. So zeigte Hans Schuster das Schreiner- und Schnitzerhandwerk.
Auch Walter Hermann hatte seine im Gebäude „Braighausen“ eingerichtete Schnitzerwerkstatt geöffnet. Der ehrbare
Beruf des Seilers wurde durch Hans Bareis, Karl Gunzenhauser und Walter Stegmaier demonstriert. Das Wägnerhandwerk –
heute so gut wie ausgestorben – erfüllte Eugen Staudenmaier mit Leben. Heiß ging es bei den beiden Schmieden zu, die
am Amboss kleine Hufeisen und ähnliche Eisenteile schmiedeten. Als Schmiede waren Bernhard Esswein und Emil Fitzel aktiv.
Die Schäferin vom Kitzinghof, Karin Kirschbaum zog in ihrer original Bartholomäer Tracht besondere Blicke auf sich. Sie
demonstrierte wie früher Schafwolle versponnen wurde. Anne Staudenmaier, Theresia Schuster und Else Frank wussten im
Wohnbereich der Amalienhofscheune einiges über das frühere bäuerliche Leben, den bäuerlichen Hausstand und die frühere Küche
zu berichten. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher die Treffsicherheit und das handwerklicher Können der Zimmerleute:
Martin Gröner, Holger Huber und Tobias Grimmbacher zeigten, was die Zimmerleut „drauf haben“. Helmut Pinkow hatte
den Holzofen angeschürt und backte den ganzen Tag über Holzofenbrote und Fladen. Heiner Weiler zeigte derweil an der
Webmaschine, wie früher in unendlicher mühsamer Arbeit gewoben wurde, während die Familie Karl und Else Enßle darstellte, wie
früher Seegras weiter verarbeitet wurde. Helmut Neff und Hans Frank informierten währenddessen die Besucher über den reichen
Fundus und die Ausstellungsgegenstände in der Amalienhofscheune. Besondere Aufmerksamkeit verdiente die von Josef Kühnhöfer
organisierte Ausstellung alter Getreide- und Mühlensäcke, wie sie früher bei den Bauern gebraucht wurden.
Viel Lob und Anerkennung erhielten alle Mitwirkenden für die vorgestellten Handwerksberufe und für das Geschaffene in und um
die Museumsscheune. Kaffee und Kuchen, der von Eltern und Schülern des Fördervereins Laubenhartschule geboten wurde, rundete
schließlich einen gelungenen, attraktiven und gut besuchten Museumstag an der Amalienhofscheune ab.
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Tag der offenen Tür in der
Museumsscheune Amalienhof Bartholomä
Sonntag, 9. Mai 2010
13.00 Uhr bis 17.00 Uhr
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- Erleben Sie frühere Handwerke und Berufe:
Seiler, Wägner, Schmied, Schreiner, Steinmetz, Besenbinder, usw. stellen ihr altes Handwerk vor.
- Sehen Sie sich um. Das Amalienhof-Team hat im
Museum wieder vieles gearbeitet, neu eingerichtet und neu bestückt.
- Besuchen Sie den Tag der offenen Tür. Wir
freuen uns über Ihren Besuch.
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