| Volkstrauertag am 14. November 2010 |
23.11.2010 |
„Sorgt ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe“
Diese Zitat von Bundespräsident Theodor Heuss stand im Mittelpunkt des Gedenkens am Volkstrauertag. Es wurde sowohl im ökumenischen
Gottesdienst in der Kath. Kirche, wie auch bei der Gefallenenehrung am Mahnmal auf dem Wirtsberg der Toten von Krieg und
Gewaltherrschaft gedacht.
Die kirchliche Feier stand unter dem Thema „Liebet eure Feinde“. In einem szenischen Spiel anhand einer typischen
Alltagssituation verdeutlichten Schülerinnen und Schüler der Klasse 5/6 der Laubenhartschule wie wichtig es ist, im Alltag Spielregeln
zu beachten, um friedlich miteinander zu leben. Beeindruckend waren die Fürbitten der Schüler, die alle die Sehnsucht nach Frieden und
Gerechtigkeit in der Welt zum Inhalt hatten. Pfr. Ulrich Büttner und Gemeindereferentin Michaela Bremer deuteten anschließend die
gespielten Szenen.
Unter der musikalischen Begleitung durch den Musikverein, dem Liederkranz und Kirchenchor gedachte die Bürgerschaft im Anschluss an
den Gottesdienst am Ehrenmal auf dem Wirtsberg der Opfer von Gewalt und Krieg.
Bürgermeister Kuhn erinnerte in seiner Ansprache an die schrecklichen Ereignisse der beiden Weltkriege und stellte sich die Frage,
welchen Wert wir heute unserer Demokratie, dem Frieden und der Freiheit noch beimessen. Es sei ein wichtiges und ständiges Anliegen,
sich zu erinnern und aufkommendem Rechtsnationalismus und einer Demokratiemüdigkeit die Stirn zu bieten. „Unser heutiges
Grundgesetz und unsere Demokratie wurde sehr schmerzhaft erkauft und sind aus den schrecklichen Erfahrungen Nazideutschlands
erwachsen“, so der Bürgermeister. Es liege an uns, den Frieden zu bewahren und nie wieder Krieg zuzulassen. Und wie es Theodor
Heuss formulierte: Sorgt ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den
Völkern“.
Stellvertretend für die Bürgerschaft legten Bürgermeister und Gemeinderat als äußeres Zeichen dieser Friedenshoffnung einen Kranz am
Ehrenmal nieder. Beim anschließenden Musikstück „Ich hatt’ einen Kameraden“ senkten die Abordnungen der Vereine ihre
Fahnen über den Erinnerungstafeln.
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