| Schaden durch Gartenlaubkäfer |
31.05.2011 |
Wie im vergangenen Jahr (Mai/Juni) werden bei sonnigem Wetter wieder über vielen privaten Rasenflächen in unserer Gemeinde Schwärme des Gartenlaubkäfers beobachtet. Eine
Bekämpfung der Käfer selbst ist zwecklos, da die Weibchen nachts nur kurz an die Oberfläche kommen und dort im Boden ca. 85 % der Eier ablegen. Aus den Eiern der Käfer
schlüpfen nach ca. drei Wochen die Engerlinge, die sich zunächst von humosen Substanzen im Boden ernähren.
Den eigentlichen Schaden verursachen sie ab ca. Mitte Juli, wenn die Engerlinge in die oberen Bodenschichten wandern und die Wurzeln der Gräser durchtrennen. Der ehemals
schöne grüne Rasen wird unansehnlich braun und lässt sich mühelos vom Boden abziehen. Darunter kommen dann unzählige Engerlinge zum Vorschein, die den Schaden angerichtet
haben.
Der günstigste Zeitpunkt für die Bekämpfung der Larven ist Mitte Juli bis Ende September, da die Engerlinge dann unmittelbar unter der Grasnarbe fressen. Zur natürlichen
Bekämpfung können sog. Nematoden eingesetzt werden. Nematoden sind Fadenwürmer, die auf sichere und nachhaltige Art und Weise Schädlinge bekämpfen. Diese Bodennützlinge
kommen in Westeuropa natürlich vor. Sie leben im Boden und haben sich auf die Engerlinge des Gartenlaubkäfers und verwandter Arten „spezialisiert“. Für andere
Nützlinge, Pflanzen und Menschen sind sie vollkommen ungefährlich, im Gartenbau werden sie seit vielen Jahren eingesetzt. Die Nematoden können mit der Gießkanne oder dem
Pflanzenschutzgerät ausgebracht werden. Informationsmaterial zur Schädlingsbekämpfung liegt im Rathaus zur Mitnahme aus.
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