| Aus dem Gemeinderat |
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Sitzungsbericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am
2. August 2011
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Anwesend: Bürgermeister Kuhn sowie 9 Gemeinderäte
Beginn der Sitzung um 19.00 Uhr
Ende der Sitzung um 20.10 Uhr
Zuhörer: 6
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- Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Möhnhof – Äußerer Kitzing
- Ausschreibungsbeschluss
A. Sachverhalt
Die Anbindung der Bartholomäer Teilorte „Äußerer Kitzing“, „Innerer
Kitzing“ und „Äußerer Möhnhof“ erfolgt über die aus dem Ortsbereich
Möhnhof abzweigende Gemeindeverbindungsstraße. Diese Straße dient
außerdem zur Erschließung von zwei Wanderparkplätzen und der
angrenzenden Feld- und Waldflurstücke. Die Gesamtstrecke der ca. 4 m
breiten Fahrbahn beträgt ca. 3,2 km. Der Fahrbahnaufbau besteht aus
einer Oberflächenbehandlung, welche vor ca. 30 Jahren mit einer
Tragdeckschicht überzogen wurde. An der Fahrbahnoberfläche zeigen sich
infolge der langen Nutzungsdauer immer mehr altersbedingte Schadensbilder.
Der Gemeinderat Bartholomä hat sich daher bereits im
Jahr 2008 dafür ausgesprochen, die Sanierung durch eine punktuelle
Erneuerung der schadhaften Asphalttragschicht und einem Einbau einer
kompletten Asphaltdeckschicht auf der Gesamtbreite vorzunehmen. Da die
Sanierung der Straße aufgrund der Schadensausmaße nicht mehr länger
hinaus geschoben werden kann und ein längeres Zuwarten einer
Belagssanierung den Gesamtverbund der bestehenden Belags gefährden und
somit eine sehr teure Kompletterneuerung verursachen würde, hat die
Gemeinde für dieses Jahr einen Antrag zur Förderung der Maßnahme aus
Mitteln des Ausgleichstock gestellt. Vom Land Baden-Württemberg erhält
die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 130.000 € bei
voraussichtlichen Gesamtkosten von 255.000 € bewilligt.
Es ist vorgesehen, nach öffentlicher Ausschreibung die Sanierung im Oktober
durchzuführen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Helmut Kolb vom gleichnamigen Ingenieurbüro aus Steinheim stellte dem
Gremium die vorgesehene Sanierungsmaßnahme ausführlich vor. Aus der
Mitte des Gremiums wurden verschiedene Anregungen u.a. zur Anbindung
der landwirtschaftlichen Feldwege, zur Entwässerung und zum zeitweisen
Umleitungsverkehr gegeben. Sehr positiv wurde im Gremium der Zuschuss
aus Mitteln des Ausgleichstocks für die Sanierungsmaßnahme gelobt.
Nach kurzer Beratung beschloss der Gemeinderat sodann die öffentliche
Ausschreibung der Sanierungsarbeiten.
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- Außenbereichsatzung „Möhnhof“
- Satzungsbeschluss
A. Sachverhalt
Der Gemeinderat Bartholomä billigte zuletzt in der öffentlichen
Sitzung vom Mai nach entsprechender Abwägung den Entwurf der
Außenbereichsatzung Möhnhof. Nachdem im Rahmen der öffentlichen
Auslegung des Außenbereichsatzungsentwurfs keine Anregungen, Hinweise
und Bedenken eingegangen sind kann der Satzungsbeschluss erfolgen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Der Vorsitzende wies darauf hin, dass für die Außenbereichsatzung
„Innerer Kitzing“ noch keine weitere Beschlussfassung erfolgen solle,
da aufgrund der eingelegten Petition die Gemeinde das sogenannte
„Stillhalteabkommen“ zwischen der Landesregierung und dem Landtag von
Baden-Württemberg beachte. Es gebe für die Gemeinde zwar keine
Rechtspflicht für die Einhaltung des Stillhalteabkommens, da die
Satzungen auf kommunaler Ebene eine Selbstverwaltungsangelegenheit der
Gemeinde darstelle, jedoch solle die Gemeinde den Satzungsbeschluss
bis zur Entscheidung des Landtags von Baden-Württemberg über die Petition zurückstellen.
Nach weiterer kurzer Beratung beschloss der
Gemeinderat, die Außenbereichsatzung „Möhnhof“ als Satzung.
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- Außenbereichsatzung „Rötenbach“
- Satzungsbeschluss
A. Sachverhalt
Der Gemeinderat billigte bereits in der Maisitzung den Entwurf der
Außenbereichsatzung „Rötenbach“ und beauftragte die Verwaltung das
weitere Satzungsverfahren durchzuführen. Im Zuge der öffentlichen
Auslegung des Planentwurfs wurden keine weiteren Hinweise, Bedenken
und Anregungen aus der Öffentlichkeit formuliert.
B. Beratung und Beschlussfassung
Nach kurzer Diskussion beschloss der Gemeinderat einstimmig die
Außenbereichsatzung „Rötenbach“ als Satzung.
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- Vereinbarung mit der Modellfluggruppe Lauterburg-Bartholomä e.V. über den Betrieb des Modellflugplatzes Flurstück Nr. 913, Burren
A. Sachverhalt
Die Modellfluggruppe Lauterburg-Bartholomä e. v. hat beim zuständigen
Regierungspräsidium Stuttgart einen Antrag gemäß der
Luftverkehrsordnung auf Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen bis 25
kg für das Grundstück Flst. 913, Burren, gestellt. Das
Regierungspräsidium Stuttgart hat mit Erlaubnisbescheid vom 12.02.2010
die Aufstiegserlaubnis unter Benennung von Auflagen befristet und
unter Widerrufsvorbehalt erteilt.
Das Modellfluggelände auf Grundstück Flst. 913 liegt rund 750 m von der Wohnbebauung der Ortslage
Bartholomä’s entfernt. Ziel einer Vereinbarung ist es, einerseits den
Modellflugbetrieb auf Grundstück Flst. 913 Rechnung zu tragen,
gleichzeitig dem Ruhe- und Schutzbedürfnis der Wohnbevölkerung und der
Ruhe-, Erholungsfunktion des staatlich anerkannten Erholungsortes
Bartholomä zu berücksichtigen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Nach kurzer Aussprache und Beratung beschloss der Gemeinderat
einstimmig die ihm vorliegende Vereinbarung.
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- Europäisches Förderprogramm „LEADER“
- Information über Sonderprogramm 2011 - Weiteres Vorgehen
A. Sachverhalt
Die Gemeinde Bartholomä ist seit 2008 Teil der LEADER-Brenzregion.
Die LEADER-Brenzregion liegt mit ihrem Fördervolumen an der Spitze in
Baden-Württemberg. Im Rahmen eines Sonderprogramm LEADER bis
31.12.2011 kann die Brenzregion aus diesem Grunde mit zusätzlich 2
Millionen Euro für eine zweite Tranche rechnen.
Dieses Sonderprogramm LEADER soll aufgestellt werden, um kommunale, investive Projekte mit
75 % der Nettokosten zu bezuschussen. Hierfür stammen 55 % der
Zuschussmittel aus der EU; 20 % aus Mitteln des Landes
Baden-Württemberg. Vom Ministerium Ländlicher Raum wird noch zeitnah
ein Erlass bzgl. des Sonderprogramman die LEADER-Aktionsgruppen ergehen.
Es sollen demnach Projekte in den Bereich Kultur, Radwege,
Barrierefreiheit, Baulückenkataster und Innenentwicklung und
Gesundheitsprävention gefördert werden. Der runde Tisch des
LEADER-Arbeitskreises hat sich in einer Sitzung am 26.07.2011
getroffen, um Ideen für die ausgegebenen Projektbereiche zu
formulieren.
B. Beratung und Beschlussfassung
Das Gremium stimmte der Ansicht der Verwaltung zu, mit Blick auf eine
rasche Antragsstellung sich auf wenige, in sich geschlossene Maßnahmen
zu konzentrieren. So sprach sich der Gemeinderatung nach Beratung und
Diskussion dafür aus, im Sinne einer barrierefreien Gemeinde einen
Zuschussantrag zu formulieren und eine dazu ausgearbeitete Konzeption
dem Gemeinderat zur nächsten Sitzung wieder vorzustellen. Darüber
hinaus wurde der Arbeitskreis des runden Tisches „LEADER“ gebeten,
weitere Ideen konkreter auszuarbeiten.
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- Kenntnisnahme der Beschlüsse des Technischen Ausschusses vom 26.07.2011
Der Technische Ausschuss hat im Rahmen einer Ortsbegehung am Kinderspielplatz Albuchweg den nachfolgenden Beschluss gefasst, der dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben wurde:
Renovierung/Modernisierung des Kinderspielplatzes Albuchweg
Im Bereich des Albuchweges ist ein Kinderspielplatz eingerichtet.
Mehrere Familien mit kleinen Kindern im Bereich Albuchweg sind mit dem
Wunsch an die Gemeindeverwaltung herangetreten, den bestehenden
Kinderspielplatz zu ertüchtigen und teilweise zu erneuern. Angeregt
wird dabei dringend, insbesondere den Sandbereich mit der Rutsche neu
zu gestalten. Die Eltern sind zu einer aktiven Mitarbeit und zu
Eigenleistungen gerne bereit.
Die Firma Heinzmann, Schwäbisch Gmünd-Degenfeld, hat dazu eine Plan- und Gestaltungsidee vorgestellt.
Bei der Umsetzung einer kleiner „Spielelandschaft“ ist – einschl. der
Kosten für notwendige Rasengittermatten als Fallschutz mit Kosten von
ca. 8.500 € zu rechnen. Zzgl. dieser Kosten, fallen Kosten für den
Tiefbau (Rabatte, Beton, Pflasterbeläge,….), zzgl. der
Arbeitsunterstützung durch den Bauhof an. Der Technische Ausschuss hat
dem Plankonzept zugestimmt, und den Auftrag an die Firma Heinzmann zur
Lieferung der Spielgeräte und Rasengittermatten erteilt.
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- Verschiedenes/Bekanntgaben
Unter diesem Tagesordnungspunkt gab der Vorsitzende die nachfolgenden Informationen bekannt:
7.1. Sanierung der TSV-Halle - Zuschussgewährung aus Mitteln des Ausgleichstocks
Der Vorsitzende informierte, dass die Gemeinde für die Sanierung der
TSV-Halle aus dem Ausgleichstock 25.000 Euro erhalte. Nachdem der TSV
für diese Maßnahme seinerseits aus Mitteln des Württembergischen
Landessportbundes (WLSB) einen Zuschuss erhalten werde, und in die
Sanierung Eigenleistungen einbringe, sei die Gesamtfinanzierung mit
rund 186.000 Euro gesichert. Der TSV werde zeitnah mit der
Sanierungsmaßnahme beginnen.
7.2. Mitgliederversammlung des Abwasserverbandes Bartholomä
Über den Termin der Verbandsversammlung des Abwasserverbandes
Bartholomä am Dienstag, 09.08.2011 im Dorfhaus informierte der
Bürgermeister.
7.3. Energieeinspeisung aus regenerativen Energiequellen in Bartholomä
Mehr als 1.200.000 kWh werden aus erneuerbaren Energiequellen
in Bartholomä in das Stromnetz eingespeist, so der Vorsitzende. Die
EnBW ODR habe eine entsprechende Mitteilung der Gemeinde dazu
übergeben, wonach aus der Kraftwärmekopplung rund 22.000 kWh und aus
Solarenergie rund 1.180.000 kWh stammen würden. Der gesamte
Stromverbrauch in der Gemeinde liege bei mehr als 7 Mio kWh.
7.4. Enthüllung einer Gedenktafel Franz-Theodor-Wolf in Dresden
Über diesen Termin am Samstag, 03.09.2011 informierte der
Vorsitzende und lud die Mitglieder des Gemeinderats zu dieser
Veranstaltung ein.
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- Anfragen der Gemeinderäte
Die Anfragen der Gemeinderäte richteten sich zu den nachfolgenden Punkten:
8.1. Löschwasserbevorratung im Äußeren Kitzing
8.2. Feuerwehrkartell – Sachstand
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Ende der öffentlichen Sitzung um 20.10 Uhr.
Eine nichtöffentliche Sitzung mit 4 Tagesordnungspunkten schloss sich an.
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