| Aus dem Gemeinderat |
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Sitzungsbericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am
7. Dezember 2011
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Anwesend: Bürgermeister Kuhn sowie 8-9 Gemeinderäte
Beginn der Sitzung um 18.30 Uhr
Ende der Sitzung um 20.45 Uhr
Zuhörer: 2
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- Haushaltsplan und Haushaltssatzung 2012
- Beratung des Vorentwurfs
A. Sachverhalt
Aufgrund der positiven Planungsvorgaben auf Basis des Haushaltserlasses
2012 des Landes Baden-Württemberg werden sich die Finanzen der
Gemeinde Bartholomä für 2012 besser darstellen als noch im Vorjahr
geplant. Ging man 2011 noch von einem Defizit im Verwaltungshaushalt
mit rund 100.000 € aus – kann nun mit einer Zuführungsrate von ca.
30.000 € geplant werden. Es ist jedoch wieder abzusehen, dass es 2013
zu einem „Engpass“ kommen wird. Unter diesem Blickwinkel sollten die
Investitionen 2012 und der Folgejahre platziert werden. Die
Haushaltsplanung 2012 ist von nachfolgenden Kriterien gekennzeichnet:
- nahezu alle Ausgabenplanansätze sind auf den Vorjahresstand eingefroren.
- die Gebühren im Bereich bleiben vorerst unverändert.
- die Abwassergebühr wird mit Wirkung zum 1.1.2012 gesenkt.
- die Hebesätze bei den Realsteuern (Grundsteuer und Gewerbesteuerhebesatz) bleiben unverändert.
Der Planansatz der Gewerbesteuer mit 300.000 € wird beibehalten.
Auch die Steuersätze bei der Hundesteuer und der Zweitwohnungsteuer bleiben unverändert.
- die Personalkosten steigen um mehr als 4%. Darin berücksichtigt ist eine tarifliche Erhöhung der
Beschäftigten, wie auch die Wiederbesetzung der Stelle im Bau-u.Standesamt im Rathaus.
- gestiegene Umlagen im Bereich Kindergarten und der VG Rosenstein summieren sich auf 599.500 €
(Steigerung um 77.400 €).
Der Vermögenshaushalt ist im Wesentlichen durch drei Investitionsvorhaben geprägt:
- Sanierung im Bereich der Gaisgasse mit einem ersten Bauabschnitt mit Kosten von voraussichtlich 447.000 €.
Gerechnet wird mit 195.000 € Zuschüssen.
- Die Umsetzung von LEADER-Maßnahmen mit einem Eigenanteil der Gemeinde von 132.000 €.
- der Grunderwerb für ein notwendiges Wohnbaugebiet.
Als Kreditaufnahme ist ein Betrag von 297.500 € geplant. Die
Pro-Kopf-Verschuldung wird zum Ende 2012 mit rund 196 € als vertretbar
angesehen. Wesentlicher Anteil an den Finanzierungen der
Investitionsmaßnahmen hat eine einmalige Rücklageentnahme mit 350.000
€.
B. Beratung und Beschlussfassung
Da ab 2013 keine Rücklagenmittel für Investitionen mehr zur Verfügung
stehen und außerdem der Verwaltungshaushalt voraussichtlich wieder
eine negative Zuführungsrate erwirtschaften wird, verwies der
Vorsitzende darauf, die seitherige konsequente Politik der kleinen und
sparsamen Schritte unter Zurückstellung von Wünschenswertem weiter zu
gehen. Erfreulich sei, dass 2012 Steuern und Gebühren nicht erhöht
werden, es sogar im Bereich der Abwassergebühr zu einer leichten
Senkung komme. Erstmals könne in seiner Amtszeit überhaupt für
Investitionen eine Rücklageentnahme mit immerhin 350.000 € zur
Finanzierung eingesetzt werden.
Verbandskämmerer Thomas Kiwus stellte sodann ausführlich den Verwaltungshaushalt und die Vermögensplanung
mit der mittelfristigen Finanzplanung bis zum Jahr 2015 vor. Aus der
Mitte des Gremiums wurden verschiedene Haushaltsansätze kritisch
hinterfragt und Hinweise und Anregungen zur Überprüfung gegeben.
Unter dieser Prämisse beauftragte sodann das Gremium einstimmig die
Verwaltung, den Haushaltsplan mit Haushaltssatzung 2012 zur
Beschlussfassung in der Januar-Sitzung des Gemeinderates vorzubereiten.
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- 14. Roßtag, August 2011
- Rückblick - Antrag auf künftige Durchführung einer gemeinsamen Bewirtschaftung
A. Sachverhalt
Seit dem Jahr 1987 wird in Bartholomä der Roßtag gefeiert. Waren schon
die ersten Veranstaltungen ab 1987, 1988 und 1989 großartige Erfolge
mit einem starken Publikumsinteresse, so hat sich der Bartholomäer
Roßtag als das Highlight in der Region und als die Pferdeveranstaltung
schlechthin zum Thema Roß und Brauchtum im süddeutschen Raum entwickelt.
Auch der 14. Bartholomäer Roßtag darf als hervorragend
gelungen bezeichnet werden. Mit Datum vom 13.09.2011 wurde an die
Gemeinde ein Antrag zur stärkeren gemeinsamen Bewirtung des Roßtags
2013 gestellt. Dieser Antrag wurde dem Gemeinderat Bartholomä in
seiner öffentlichen Sitzung am 21.09.2011 bereits vorab bekannt
gegeben und bei der Vereinsvorständebesprechung am 18. Oktober 2011 thematisiert.
In der Frage, wie ein gemeinsames Fest der teilnehmenden
Vereine organisiert und durchgeführt werden kann, gibt es sicherlich
unterschiedliche Ansätze:
- Die Vereine und Organisationen halten ihren Standort und ihre technische Ausstattung, wie auch ihr
Bewirtschaftungsangebot bei und organisieren ihren
Bewirtschaftungsstand weiterhin selber für sich. Die Beteiligung an
der Brauchtumspflege und die entsprechende Umlage an den
Werbungskosten wird insofern beibehalten, oder
- Die teilnehmenden Vereine behalten ihren Standort und die Organisation ihrer Bewirtung
bei (so wie oben). Es wird jedoch in einen „gemeinsamen Topf“
gewirtschaftet und ein ggf. entstehender Gewinn nach vorher klar
definierten Kriterien wieder an die teilnehmenden Vereine ausgeschüttet.
- Es werden unter allen Vereinen und deren Mitgliedern
ein Bewirtschaftungsteam gebildet, welches spezielle Aufgaben der
Bewirtschaftung übernimmt. Der insgesamt erwirtschaftete Gewinn wird
auch hier nach entsprechenden vorher festgelegten Kriterien auf die
Vereine/Organisationen wieder aufgeteilt.
B. Beratung und Beschlussfassung
Nach ausführlicher Beratung und Diskussion war der Gemeinderat der
Ansicht, zunächst mit den bewirtschaftenden Vereinen intensiv die
Möglichkeiten einer stärkeren gemeinsamen Bewirtschaftung zu
besprechen, bevor im Gemeinderat eine Festlegung auf ein mögliches
Bewirtschaftungsmodell ergeht.
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- Kenntnisnahme der Beschlüsse des
a.) Technischen Ausschusses vom 29.11.2011 b.) Ausschusses für Soziale Angelegenheiten vom 30.11.2011
Der Technische Ausschuss hat in seiner öffentlichen Sitzung am 29.11.2011; der Ausschuss für Soziale Angelegenheiten in seiner öffentlichen Sitzung am 30.11.2011 die
nachfolgenden Beschlüsse gefasst, die dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben wurden:
1. Technischer Ausschuss
1.1. Bausachen
1.1.a.) Neubau Carport und Überdachung Hoffläche auf Grundstück Flst. 365/15, Am Gänsteich
Der Technische Ausschuss stimmt einer Befreiung für die Überdachung der Hoffläche zu,
lehnt jedoch einstimmig den Neubau von zwei Carports auf der nicht
überbaubaren Grundstücksfläche ab.
1.1.b.) Verlängerung eines Stellplatzes auf Grundstück Flst. 722/5, Lipizzanerweg
Da die rechtlichen Voraussetzungen für die Verlängerung eines Stellplatzes im
Amalienhof nicht vorliegen und zudem Nachbareinwendungen erklärt sind,
lehnt der Technische Ausschuss einstimmig das kommunale Einvernehmen ab.
1.1.c.) Befreiung Dachform für Garage auf Grundstück Flst. 549, Brunnenfeldstraße
Der Technische Ausschuss erteilt hierzu einstimmig das kommunale Einvernehmen.
1.2. Errichtung Fußwegebeleuchtung Marktwiese – Hauptstraße und Verlängerung Straßenbeleuchtung im Schopf
Der Technische Ausschuss beschließt einstimmig, die Fußwegebeleuchtung zwischen Marktwiese und Hauptstraße
zeitnah zu errichten und hierzu zwei Straßenlampen aufzustellen.
Darüber hinaus beschließt der Technische Ausschuss einstimmig, die
Verlängerung der Straßenbeleuchtung Im Schopf unter anderem für die
Beleuchtung der dort vorhandenen Parkplätze. Die Gesamtkosten für die
Beleuchtungsmaßnahmen betragen rund 6.800 € für die Marktwiese und den
Bereich Schopf.
2. Ausschuss für Soziale Angelegenheiten
Der Ausschuss für Soziale Angelegenheiten hat in seiner öffentlichen Sitzung am 30.11.2011 die nachfolgenden Beschlüsse gefasst:
2.1. Ausbau der Kindertagespflege in Bartholomä
Die Kindertagespflege soll sich nach
den Vorstellungen von Bund und Land zu einem gegenüber der Tagesstätte
gleichwertigen Betreuungsangebot entwickeln. In Gesprächen mit
Tagespflegepersonen, den Fachkräften der Kindertagespflege des
Vereines P.A.T.E. und mit Vertretern anderer öffentlicher
Jugendhilfeträger wurde deutlich, dass ohne „finanzielle Anreize“ für
Eltern und für Tagespflegepersonen der gewünschte und aus heutiger
Sicht in gleicher Weise erforderliche Ausbau der Kindertagespflege
nicht gelingen wird. Der Ausschuss für Soziale Angelegenheiten hat
dazu beschlossen, zum weiteren Ausbau der Tagespflege für das Personal
die entsprechende Unterstützung zu geben.
2.2. Einrichtung einer Ferienbetreuung für Kinder
Aufgrund der von der Gemeinde im August/September durchgeführten Bedarfsumfrage wurde deutlich ein
Bedarf für die Betreuung – gerade in den Sommerferien – artikuliert.
Der Ausschuss für Soziale Angelegenheiten hat sich einstimmig dafür
ausgesprochen, ein Ferienbetreuungsangebot über den Verein P.A.T.E. in
den letzten beiden Sommerferienwochen, also ab Montag, 3. September
2012 bis Freitag, 14. September 2012 anzubieten. Dazu wurde die
Verwaltung beauftragt, mit dem Verein P.A.T.E. das Konzept des
Betreuungsangebotes auszuarbeiten und baldmöglichst öffentlich bekannt zu geben.
2.3. Raumnutzungskonzept Laubenhartschule - Einrichtung eines naturwissenschaftlich - technischen Fortbildungszentrums
Das staatliche Schulamt Göppingen ist mit einem
Vorschlag auf die Gemeinde und die Laubenhartschule zugekommen, in den
Räumlichkeiten der Laubenhartschule ein
naturwissenschaftlich-technisches Fortbildungszentrum einzurichten. In
diesem Zentrum sollen alle sog. NawiTec-Fortbildungen des staatlichen
Schulamtes und des Regierungspräsidiums stattfinden (ca. 8
Fortbildungen/Jahr). Für die Fortbildungen sind geeignete
naturwissenschaftliche Fachräume notwendig. Der Ausschuss für Soziale
Angelegenheiten hat hierzu einstimmig beschlossen, das
Fortbildungszentrum an der Laubenhartschule einzurichten. Dies auch
deshalb, um den Schulstandort Bartholomä regional bekannt zu machen,
das Profil der Laubenhartschule in naturwissenschaftlicher Richtung
stärker zu profilieren und die Schularbeit durch die aus den
Fortbildungen erwachsenen Ergebnisse zu stärken. Im Übrigen hat der
Ausschuss für Soziale Angelegenheiten festgestellt, dass die
Einrichtung des Fortbildungszentrums dem Raumnutzungskonzept der
Laubenhartschule zugute kommt.
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- Verschiedenes/Bekanntgaben
Unter diesem Tagesordnungspunkt informierte Bürgermeister Kuhn zu den nachfolgenden Punkten:
4.1. Flächengewinnung durch Innenentwicklung
Parallel zu der durchgeführten Bürgerversammlung vom September habe
die Gemeindeverwaltung auch einen Fragebogen an Grundstückseigentümer
versandt. Hierzu hätten sich 6 Grundstückseigentümer bzgl. einer
Beratung und weiteren Information geäußert. Tatsächlich hätte auf
Einladung der Gemeinde dann mit zwei Grundstückseigentümern ein
Informationsgespräch zur möglichen weiteren Nutzung ihrer freien
Grundstücke stattgefunden.
4.2. Projekt „Gemeindeschreiber“ des Rosenstein-Gymnasiums
Über die Bereitschaft von Schülerinnen und
Schülern des Rosenstein-Gymnasiums an dem Projekt „Gemeindeschreiber“
informierte der Bürgermeister.
4.3. Verleihung Bundesverdienstkreuz an Jürgen Mädger
Der Vorsitzende sprach die Glückwünsche und die
Anerkennung zu der Preisverleihung, verbunden mit der Einladung für
die anstehende öffentliche Sitzung des Gemeinderates an Jürgen Mädger aus.
4.4. Durchführung der Seniorenweihnacht
am Sonntag, 11.12.2011.
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- Anfragen der Gemeinderäte
Hierzu informierte stv. Bürgermeister Bieser über die Verbandsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein.
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Ende der öffentlichen Sitzung um 20.45 Uhr.
Eine nichtöffentliche Sitzung schloss sich an.
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