| Aus dem Gemeinderat |
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Sitzungsbericht über die öffentliche Sitzung des Gemeinderates am
1. August 2012
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Anwesend: Bürgermeister Kuhn sowie 8 Gemeinderäte
Beginn der Sitzung um 18.30 Uhr
Ende der Sitzung um 20.40 Uhr
Zuhörer: 3
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- Bürgerfragestunde
Bei der Bürgerfragestunde meldete sich Herr Hans Klebl zu Wort und
teilt mit, dass er handschriftlich eine Ortsgeschichte zu Bartholomä
verfasst habe. Diese wolle er der Gemeinde zur Verfügung stellen.
Bürgermeister und Gemeinderat bedanken sich für die Überlassung seiner
Ortsgeschichte.
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- Einrichtung einer Krippengruppe im Kindergarten „Marktwiese“
A. Sachverhalt
Im Sinne der familienfreundlichen Gemeinde Bartholomä hat der
Gemeinderat bereits im Jahr 2008 grundsätzlich beschlossen,
Betreuungsangeboten für die unter dreijährigen Kinder schrittweise zu
schaffen. So wurde ab dem Kindergartenjahr 2009/2010 die Betreuung
unter dreijähriger Kinder im katholischen Kindergarten „Arche Noah“
für fünf Plätze in einer altersgemischten Gruppe eingerichtet. Es
stehen in einem zweiten Schritt seit dem Kindergartenjahr 2010/2011
auch im Kindergarten „Fantadu“ für fünf Kinder unter drei Jahren
Betreuungsplätze zur Verfügung. Abhängig vom Bedarf und der Nachfrage
wird nun geprüft werden, eine „Krippengruppe“ einzurichten.
Auf der Grundlage einer Bedarfsumfrage 2011 und der konkreten Anmeldezahlen
für das laufende Kindergartenjahr ist ein zusätzlicher und weiterer
Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ab Frühjahr
2013 erkennbar. Dieser Bedarf kann über die Einrichtung einer neuen
Krippengruppe gedeckt werden. Die Einrichtung kann im bestehenden
Kindergartengebäude „Marktwiese“ mit vergleichsweise überschaubaren
Umbaumaßnahmen umgesetzt werden. Nach Rücksprache mit beiden
Kirchengemeinden hat die evangelische Kirchengemeinde erklärt, die
Betriebsträgerschaft zu übernehmen, sofern auf sie keine Kosten in der
Trägerschaft zukommen. Das bedeutet, dass die Gemeinde Bartholomä
sowohl die erstmaligen Investitions- und Ausstattungskosten des
Umbaus, wie auch die laufenden Betriebskosten alleine trägt. Für eine
Betreuung einer Krippengruppe mit bis zu zehn Kindern sind zwei
Erzieherinnen erforderlich. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit
jährlichen Betriebskosten von rund 110.000 ,-- €; dem gegenüber stehen
Zuschüsse für den laufenden Betrieb und die Elternentgelte.
B. Beratung und Beschlussfassung
Aus der Mitte des Gemeinderates wurde grundsätzlich angeregt, die
Krippengruppe konzeptionell anzugehen und insbesondere den konkreten
Bedarf an Betreuungsplätzen mit den Eltern zu beraten. Nach
ausführlicher Beratung und Diskussion beschloss der Gemeinderat im
Grundsatz, eine Krippengruppe im Kindergarten „Marktwiese“ einrichten
zu wollen. Dazu wurde die Verwaltung beauftragt, die Zuschussanträge
zu stellen und eine Elterninformationsveranstaltung im Hinblick auf
die Feststellung des konkreten Bedarfs anzubieten. Die Gemeinde
empfiehlt, die Elternentgelte – so wie bei der bereits bestehenden
Betreuung für Kinder unter drei Jahren – mit 80 % Aufschlag auf das
Entgelt eines Regelgruppenplatzes festzulegen.
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- Dorfhaus
- Vergaben
A. Sachverhalt
Das Dorfhaus Bartholomä wurde in den Jahren 1989/1990 neu errichtet
und im Juli 1990 eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.
Es ist nach dieser Nutzungszeit festzustellen, dass insbesondere die
Außenfassade saniert bzw. neu gestrichen werden muss. In dem
Zusammenhang sind auch die Vordächer auf der Süd- und Nordseite und
auch die Treppenanlage/Veranda auf der Südseite zu sanieren. Im
Haushaltsplan 2012 ist für diese Maßnahme allerdings kein Ansatz
gebildet. Bei einer Sitzung des Gebäude-Management am 26.03.2012
wurden die einzelnen Maßnahmen erörtert und die Verwaltung beauftragt,
Kostenvoranschläge dazu einzuholen. Der Technische Ausschuss hat die
Maßnahme am 26.06.2012 intensiv vorberaten und empfiehlt einstimmig
dem Gemeinderat, die Außensanierung noch im laufenden Haushaltsjahr
2012 durchzuführen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Nach kurzer Aussprache beauftragte der Gemeinderat bei zwei
Stimmenthaltungen die Firma Schürle zum vorgelegten Angebotspreis von
17.377,20 Euro (zuzüglich Mwst) mit den Gerüst- und Fassadenarbeiten
und die Firma Gröner, Bartholomä zum Angebotspreis von 4.801,37 Euro
mit den Holzarbeiten. Weiterhin beschloss der Gemeinderat
mehrheitlich, die Betonsanierung der Außentreppen grundsätzlich zu
beauftragen; die konkrete Beauftragung einer Firma hierzu erfolgt nach
der Materialbemusterung durch den Technischen Ausschuss.
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- Friedhof Bartholomä
- Vorstellung der Varianten des Gesamtkonzepts
A. Sachverhalt
Der Gemeinderat hat sich bereits 2007 intensiv mit der baulichen
Weiterentwicklung des Friedhofs befasst, damals jedoch wegen der damit
verbundenen Kosten und der damaligen (fehlenden) Finanzierung
sämtliche Baumaßnahmen zurückgestellt.
Wegen des dringenden Bedarfs an Urnenstelen wird die Maßnahme im Gemeinderat vorgestellt: In dem
Zusammenhang stellt sich vor allem die Frage, ob die Urnenstelen in
der ehemaligen Aussegnungshalle untergebracht werden können. Der
Einbau der Stelen bedeutet jedoch zwingend den dauerhaften Erhalt des
1968 errichteten Gebäudes und eine Sanierung der alten
Aussegnungshalle. Alternativ zum Erhalt ist der Rückbau der
Aussegnungshalle unter Belassung des „Frisa-Reliefs“ anzuführen.
Hierzu gibt es zwei Varianten: den kompletten Abbruch der alten Halle,
wobei lediglich die Wand, in der das Relief hängt, erhalten bleibt,
statisch verstärkt wird und das Relief gegen Niederschläge mit
Glasplatte und kleinem Dach geschützt wird. Eine andere Variante
beinhaltet nur einen teilweisen Rückbau der alten Aussegnungshalle.
Die Unterstellräume und die Wandfläche, in der das Frisa-Relief
angebracht ist, bleiben dabei erhalten.
Da am Friedhof kein funktionierendes Erdlager vorhanden ist und der bestehende
Grüncontainer dringend zu ersetzen ist, beinhaltet das Konzept einen
neuen Standort für Grüncontainer und Erdmaterial an der Westseite des
Friedhofs. Dazu ist von der Böhmenkircher Straße hier eine einfache
Zuwegung in Schotter anzulegen. Abhängig von der Variante zur
ehemaligen Aussegnungshalle ist am geplanten Grün- und Erdcontainer
dann zusätzlich die Errichtung eines kleinen Lagerschuppens
erforderlich. Die unterschiedlichen Varianten liegen nach einer
Kostenschätzung durch Architekt Dieter Haas zwischen 213.000,-- € und
248.000,-- €.
B. Beratung und Beschlussfassung
Im Hinblick auf die hohen Kosten der Varianten und die gegebenenfalls
damit verbundenen Auswirkungen auf Gebühren war sich das Gremium
einig, sorgsam und verantwortlich mit der Gesamtkonzeption umzugehen.
Diesbezüglich wurden an die Verwaltung verschiedene Verständnisfragen
zur Kostenkalkulation, den Gebühren und der Zuschusssituation
gestellt. Bürgermeister Kuhn erinnerte daran, dass wegen der
seitherigen negativen Finanzlage der Gemeinde die notwendige
Gesamtkonzeption schon mehrere Jahre geschoben werde.
Durch die aktuell herrschende Finanzausstattung sei eine Chance gegeben, bei
zusätzlicher finanzieller Unterstützung des Landes, das Konzept
wirtschaftlich umzusetzen. Nach intensiver Beratung und Diskussion
nahm sodann der Gemeinderat von den verschiedenen Kostenvarianten
Kenntnis. Bis zur nächsten Beratung wird die Verwaltung Gespräche mit
der Ausgleichstockstelle führen und die gegebenen Anregungen in
technischer Hinsicht prüfen.
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- Kenntnisgabe Beschlüsse TA
Der Technische Ausschuss hat in seiner öffentlichen Sitzung am 24.07.2012 den nachfolgenden Beschluss gefasst, der dem Gemeinderat zur Kenntnis gegeben wurde:
5.1. Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport auf Grundstück Flst.Nr. 198/2, Zum Turnerheim
Der Bauherr plant den Neubau eines Einfamilienhauses mit
Carport auf Grundstück Flst.Nr. 198/2, Zum Turnerheim und hat dazu in
einer Bauvoranfrage sich nach verschiedenen Abweichungen zum
Bebauungsplan „Turnerheimstraße“ erkundigt.
Der Technische Ausschuss hat die Befreiung bezüglich der abweichenden Firstrichtung, bezüglich
der Überschreitung der Baugrenze, bezüglich der Dachform und der Farbe
der Dacheindeckung erteilt, jedoch eine Befreiung bezüglich der
Überschreitung der zulässigen Gebäudehöhe abgelehnt. Dem Bauherrn wird
anheimgestellt, den Kniestock so auszuführen, dass die bergseitige
Gebäudehöhe lt. Festsetzung des Bebauungsplan eingehalten ist.
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- Annahme von Spenden und Sponsoring
A. Sachverhalt
Der Gemeinderat hat in seiner öffentlichen Sitzung am 25.09.2006 von
gesetzlichen Änderungen hinsichtlich der Annahme und Behandlung von
Spenden, Schenkungen und ähnlichen Zuwendungen Kenntnis genommen.
Zwei Einzelspenden von je 150,--€ wurden in der jüngsten Zeit zugunsten des
Kinderfests geleistet. Zu diesen Spenden ist jeweils die förmliche
Annahme durch den Gemeinderat zu beschließen.
B. Beratung und Beschlussfassung
Bürgermeister Kuhn dankte beiden Spendern. Einstimmig nahm
sodann das Gremium förmlich die Spenden an.
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- Bekanntgaben/Verschiedenes
Unter diesem Tagesordnungspunkt informierte der Vorsitzende zu den nachfolgenden Punkten:
7.1. Gemeindeverbindungsstraße Möhnhof – Äußerer Kitzing
Bürgermeister Kuhn informierte, dass die Maßnahme nun mit knapp
210.000,-- € abschließe, die Gemeinde trage lediglich einen
Eigenanteil von rund 103.000,-- €. Die Deckenerneuerung sei zeitlich
und technisch die richtige Maßnahme gewesen; sei sie nicht erfolgt,
wäre die Gemeinde in den kommenden Jahren Gefahr gelaufen, eine
Komplettsanierung mit weitaus höheren Kosten durchführen zu müssen.
7.2. Sanierung der Gaisgasse – Ausgleichstock
Erfreut zeigte sich der Bürgermeister, dass der Verteilerausschuss
für den Ausgleichstock die Sanierung der Gaisgasse mit 140.000,-- €
bezuschusst. Bei Gesamtbaukosten allein für den Straßenbau von knapp
584.000,-- € erhält die Gemeinde zusätzlich aus dem
Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum rund 182.000,-- €.
7.3. Petition gegen Außenbereichsatzung
Auf Nachfrage teilte das Petitionsbüro im Landtag mit, dass mit einer Entscheidung frühestens im September gerechnet wird.
7.4. Roßtag 2011
Der Vorsitzende informierte über den vorliegenden Rechnungsabschluss zum Roßtag 2011.
7.5. Gemeindeentwicklungsplanung Bartholomä
In der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates im September werden sich drei Planungsbüros zur Gemeindeentwicklungsplanung präsentieren.
7.6. Anlegung von Wildblumenbeeten entlang der Gemeindeverbindungsstraße Innerer Kitzing – Äußerer Kitzing
Bürgermeister Kuhn lobte das ehrenamtliche Engagement der Bewohner des Äußeren Kitzing, vor allem Hans Banzhaf, Hans Gold und Siegfried Kopp, die einen
„Blumenteppich“ entlang der Gemeindeverbindungsstraße ausgelegt haben.
7.7. Ländliche Räume verdienen gute Zukunft
Bürgermeister Kuhn meinte, dass die Ländlichen Räume die eigentliche Stärke des Landes sei und dies gegenüber der Landesregierung und den Abgeordneten
des Landtags stärker zum Ausdruck gebracht werden müsse.
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- Anfragen der Gemeinderäte
Die Anfragen der Gemeinderäte richteten sich zu den nachfolgenden Punkten:
8.1. Standesamtliche Trauungen an Samstagen
8.2. Baumaßnahme der EnBW/ODR AG in der Hirschgasse
8.3. Geparkte Fahrzeuge im Bereich Heubacher Straße/Im Schopf
8.4. Holzbank/Sitzgruppe an der Dorfhülbe
8.5. Private Sondernutzung Straße „An der Hülbe“
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Ende der öffentlichen Sitzung um 20.40 Uhr.
Eine nichtöffentliche Sitzung mit drei Tagesordnungspunkten schloss sich an.
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