Casola Valsenio - Partnerschaftsverein "Amici di Casola"
Sommeranfangsfest in der italienischen Partnergemeinde
"Tage der Begegnung und Freundschaft"
Gruppe
Gruppenbild vor dem Rathaus
Vom 15.-17. Juni 2007 fanden anlässlich des in Casola Valsenio stattgefundenen "Festa di inizio estate", dem Sommeranfangsfest, über 70 Bartholomäer den Weg in die italienische Partnergemeinde in der Emilia-Romagna. Es war ein Fest der Begegnung, des gegenseitigen Kennenlernens und Verstehens und vor allem war das Wochenende geprägt von der italienischen Herzlichkeit und Lebensfreude der italienischen Freunde vor Ort.
Ein weiteres Mal ist der Funke zwischen Italienern und Deutschen übergesprungen und hat die Herzen von Jung und Alt beider Gemeinden erobert. Die Bartholomäer haben während des 2-tägigen Treffens in Casola gespürt, dass sie willkommen waren und sie haben es durch vielfältige Gesten der Freundschaft und Zuneigung erfahren. Die Gastgeber aus Casola haben ihre deutschen Gäste in einer herzlichen und freundschaftlichen Atmosphäre empfangen, so dass sprachliche Probleme absolut in den Hintergrund getreten sind.
Paolo Visani und Karl Busch, die beiden Vorsitzenden der jeweiligen Partnerschaftsvereine betonten, dass diese Begegnungen der Menschen aller Schichten der Bevölkerung neben der offiziellen Gemeindepartnerschaft die Netzknoten in den Beziehungen der beiden Gemeinden darstellen. Das Ziel dieser Begegnungen ist, dass sich die Menschen näher kommen, dass Vorurteile abgebaut werden und so letztlich eine Partnerschaft der Herzen entsteht. Deswegen ist es wichtig, dass Menschen aufeinander zugehen und sich in ihren unterschiedlichen Lebensweisen, Kultur und Brauchtum austauschen. Insofern freute sich der Bartholomäer Vorsitzende, dass so viele Bartholomäer Bürger die Gelegenheit zu einem Besuch in Casola wahrgenommen haben und dass der Musikverein und die Bigband des Musikvereins mit seinen Auftritten ein Stück Bartholomäer Brauchtum und schwäbische Lebensweise dargeboten haben.
Bigband
Die Bigband in Aktion
Für die Gäste aus Bartholomä stand neben dem eigentlichen Sommeranfangsfest am Freitag- und Samstagabend ein Besuch des "Monte Battaglia" auf dem Programm. Bei einer Fahrt nach Bologna, die durch ihre Türme und Arkaden weltbekannt ist, und nach Faenza, der Partnerstadt von Schwäbisch Gmünd die für ihre Keramik bekannt ist, konnte die mediterrane Landschaft und der südländische Flair genossen und bestaunt werden.
An den beiden Festabenden fand das nach Italien transportierte "Birra" sowie die Roten Würste, Wasserwecken und das mitgebrachte Schwarzbrot aus Bartholomä reisenden Absatz.
Musikverein
Umzug des Musikvereins
Am Freitagabend marschierte der Bartholomäer Musikverein zusammen mit der "Banda di Casola" mit Blasmusik gemeinsam durch das Dorf und eröffnete das Fest. Bei einem kurzen Standkonzert auf dem Marktplatz fand dabei ein Novum statt. Die Musiker aus beiden Gemeinden trugen gemeinsame Musikstücke vor. Nach dem Motto "die Musik ist international" gab es hier keine Sprachprobleme wenn jeweils nach den Noten und dem Taktstock des anderen Vereins gespielt wurde. Der Höhepunkt war der Auftritt der "Bigband" aus Bartholomä am Samstagabend. In bekannt gekonnter Art und Weise unterhielten die Bartholomäer Musiker mit schmissigen Klängen und Songs und sorgten für eine großartige und ausgelassene Stimmung. Die Italiener waren von der schwäbischen Art Feste zu feiern begeistert und mitgerissen, insbesondere die Hits "...komm hol das Lasso raus" und "...ich bin mir dir so hoch geflogen" hatten es den Italienern angetan.
Sägen
Sägewettbewerb
Nach dem Motto "Deutsche und Italiener bauen gemeinsam am Haus Europa" wurde ein Holzsägewettbewerb veranstaltet, bei dem mit einer original Bartholomäer Baumsäge ein eigens mitgebrachter Baumstamm in Stücke gesägt werden musste. Vorstand Karl Busch betonte bei der Vorstellung dieser Bartholomäer Tradition, dass dieses Brauchtum im Kern die Beziehungen der Partnerschaft wieder spiegelt. Einerseits müssen beide Seiten immer das Gleiche tun, das heißt, wenn einer schiebt und der andere zieht, dann klemmt etwas. Die Bürgermeister Giorgio Sagrini und Thomas Kuhn haben bei ihrem ersten Sägeversuch bewiesen, dass dieser Einklang zwischen Casola Valsenio und Bartholomä vorhanden ist. In aufgelockerter Stimmung nahmen Deutsche und Italiener die Gelegenheit wahr um im übertragenen Sinne am gemeinsamen Haus Europa zu bauen.
Bis spät in die Nacht wurde deutsch-italienische Partnerschaft gepflegt, so dass beim Abschied ein "Arrivederci" in aller Munde war. Man hat gespürt, dass nicht nur alte Freundschaften aufgewärmt sondern auch eine ganze Reihe von neuen Freundschaften geknüpft wurden. Mit dem Gefühl nicht nur einer Partnerschaft auf dem Papier sondern in den Herzen der Menschen zu haben, kehrten die Bartholomäer am Sonntagabend wohlbehalten in die Heimat zurück.
Marktplatz
Begrüßungsessen auf dem Marktplatz...
Hotel
... und im Hotel Corona
Hotel
Italienisch-deutsches Platzkonzert
Fassanstich
Bürgermeister und Vorstände beim Fassanstich
Bewirtungsteam
Deutsch-italienisches Bewirtungsteam
Stimmung
Ausgelassene Stimmung zu später Stunde
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