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Casola Valsenio – Partnerschaftsverein "Amici di Casola"
10 Jahre Gemeindepartnerschaft zwischen Bartholomä und Casola Valsenio 10.09.2013

Rathaus und Wegweiser nach Bartholomä, Karl Busch, Vorstand des Partnerschaftsvereins von Bartholomä „Amici di Casola“,
Paolo Visani, ehemaliger Vorstand des Partnerschaftskomitees von Casola Valsenio, Georg Haas, ehemaliger Bürgermeister von Bartholomä
und den beiden amtierenden Bürgermeistern Thomas Kuhn und Nicola Iseppi
Über 100 Bartholomäer bei der Jubiläumsfeier in der Emilia Romagna
Die feierliche Besieglung der Gemeindepartnerschaft zwischen Bartholomä und Casola Valseno vor zehn Jahren stand im Mittelpunkt der Feier im Kinosaal in Casola Valseno. Hier wurde an die Bedeutung und dem Erfolg dieser Weichenstellung durch die Repräsentanten beider Gemeinden erinnert. Als Symbol der Freundschaft und der Zusammengehörigkeit wurde gemeinsam der „Bartholomäer Grillplatz“ im Valseno-Tal eingeweiht. Neben einer 8-Tägigen Wander- und Kulturreise hat der Partnerschaftsverein „Amici di Casola“ ein kulturelles Rahmenprogramm gestaltet, um den Besuchergruppen der Gemeinde, des Musikvereins, des Liederkranzes und des Motorradclubs die Flair der Emilia Romagna zu zeigen.


Den Festakt zum 10 jährigen Jubiläum im Kinosaal der Gemeinde eröffneten die Musikvereine der beiden Gemeinden mit den jeweiligen Hymnen. Ein besonderes Highlight war die gemeinsamen vorgetragene Europahymne. Hier zeigen die Musiker, dass die Sprache der Musik europäisch ist und keine Übersetzung benötigt. Der ehemalige Bürgermeister und heutige Vorsitzende des Partnerschaftsverein Giorgio Sagrini hob bei der Begrüßung hervor, das die Gründung der Partnerschaft zwischen Casola und Bartholomä, die er gemeinsam mit Bürgermeister Georg Haas zuerst in Casola und dann in Bartholomä unterschrieben hat, zu den schönsten und wichtigsten Ereignissen während seiner ganzen 10jährigen Amtszeit als Bürgermeister von Casola zählt.

Er stellte fest, dass diese 10 Jahre für alle Bürger unseren beiden Gemeinden etwas gebracht haben und begrüßte die Personen, die am intensivsten an der Verbindung gebaut und gelenkt haben. Er dankte Karl Busch, Vorstand des Partnerschaftsvereins von Bartholomä „Amici di Casola“, Paolo Visani, ehemaliger Vorstand des Partnerschaftskomitees von Casola Valsenio, Georg Haas, ehemaliger Bürgermeister von Bartholomä und den beiden amtierenden Bürgermeistern Thomas Kuhn und Nicola Iseppi für das erfolgreiche Engagement, sowie für das zum Wohl der Allgemeinheit und einer gemeinsamen Zukunft in Europa Geleistete.

In seinem Grußwort stellte der Vorsitzende des Partnerschaftsverein Bartholomä Karl Busch fest, was vor zehn Jahren noch mehr einer Idee, einem Plan entsprach, ist heute im Rückblick erfolgreiche Praxis. Die Verbindung wird gelebt und entwickelt sich über zahlreiche gemeinsame Projekte, aber insbesondere über Menschen. Der formale Vertrag ist bedeutend, aber viel wichtiger ist es, dass die Menschen dieses Papier mit Leben füllen. Deshalb dankte er für die breite Unterstützung von seitens der deutschen und italienischen Bevölkerung, weil sich dadurch die Partnerschaft zu einem freiwilligen Zusammenfinden der Menschen über die Grenzen hinweg entwickelt. Er verglich die Arbeit in den vergangenen zehn Jahren mit der die Suche nach dem größten gemeinsamen Nenner. Die gemeinsamen Beiträge, die Schüleraustausche, der Friedensweg in Casola, der Kräutergarten in Bartholomä, die vielen Besuche der örtlichen Vereine war nicht nur die Basis, sondern auch der gemeinsame Nenner für die Partnerschaft. Immer hat man gespürt, dass sowohl die Casolalaner als auch die Bartholomäer mit großem Interesse hinter der Partnerschaft stehen und sich gegenseitig ans Herz gewachsen sind.

Paolo Visani, ehemaliger Vorstand des Partnerschaftskomitees von Casola Valsenio hob hervor, dass es für ihn eine Ehre war bei der Gründung der Partnerschaft der beiden Gemeinden mit dabei gewesen zu sein. Es war nicht sofort offensichtlich, dass sich eine echte Freundschaft zwischen den beiden Bevölkerungen entwickeln würde. Es fehlte nicht an anfänglichem, gegenseitigen Misstrauen, das sich jedoch aufgrund der Chance Mitgestalter eines großartigen Gemäldes sein, nämlich dem gemeinsamen Europa, sehr bald verdrängt wurde. Es sei eine schöne Erfahrung gewesen und er wünsche sich, dass diese Partnerschaft noch intensiver von allen Bürgern, ob jung oder alt, weitergeführt wird und eine weitere Integration unserer kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten stattfindet.

Bürgermeister Thomas Kuhn bezeichnete die Einrichtung des Friedensweges auf Monte Battaglia vor vier Jahren symbolhaft für die Freundschaft zwischen Casola Valsenio und Bartholomä und als gutes Beispiel der Zusammenarbeit der beiden Gemeinden und Partnerschaftsvereine, die mit dem Schwäbischen Albverein, Bartholomä und der Alpini Gruppe Casola den 14 km langen Wanderweg gestaltet haben. Er stellte fest, nach mehr als 10 Jahren Partnerschaft bereits viele Menschen aus Casola und Bartholomä diesen Weg des Friedens gegangen sind. Die Partnerschaft sei damit auf einem sehr guten Weg, weil hieraus viel persönlicher Austausch und Freundschaften entstanden sind. Die Bürger haben dabei erfahren, wie bereichernd dieser Weg sein kann und dass er uns Bartholomäern gut tut.

Bürgermeister Nicola Iseppi aus Casola Valsenio stellte fest, dass die Bürger beider Gemeinden mit Stolz hier sind, um 10 Jahre Freundschaft zu feiern. Er selbst hatte das große Glück, einen Großteil des Weges mit Leidenschaft und Freude mit zu gehen und viele Freundschaften zu schließen. Vor 10 Jahren haben sich die damaligen Bürgermeister gegenseitig gewünscht, eine freundschaftliche Beziehung und enge Zusammenarbeit einzuleiten. Sie glaubten daran, und das tun wir noch heute. dass dies die richtige Art und Weise ist, unter der sich unterschiedliche Geschichte, Kulturen und Traditionen zwischen Gemeinden europäischer Länder entwickeln können. Er stellte fest, in den vergangenen 10 Jahren haben wir gemeinsam für eine bessere Gesellschaft gearbeitet. Wir haben starke und intensive Beziehungen weiterentwickelt, die uns gegenseitig haben wachsen lassen.

Im Anschluss an den Festakt lud die Gemeinde Casola zur Eröffnung des durch die Alpini Gruppe gestalteten „Bartholomäer Grillplatzes“ ein. Bei musikalischer Umrahmung durch den Musikverein Bartholomä genossenen die Gäste die romagnaolischen Gerichte und den ansprechenden Wein. Am Abend feierten die Bartholomäer wie schon am Abend zuvor zusammen mit den italienischen Freunden das Sommerendfest mit deutschen und italienischen Gerichten und landestypischen Köstlichkeiten, italienischen ein und Heubacher Bier.

Teilnehmer beim Festakt im Kinosaal


Gemeinsamer Musikauftritt der Musikkapellen aus Casola und Bartholomä


Albini Gruppe bei der Einweihung des Bartholomäer Grillplatzes


Stadtrundgang in Comacchio


Bummel entlang des Strandes


Begeisterte Stimmung beim Begrüßungsabend mit der Emily Roaring Band


Besuchergruppe beim Stadtrundgang
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