Über 100 Bartholomäer bei der Jubiläumsfeier in der Emilia Romagna
Die feierliche Besieglung der Gemeindepartnerschaft zwischen Bartholomä und Casola Valseno vor zehn Jahren stand im Mittelpunkt
der Feier im Kinosaal in Casola Valseno. Hier wurde an die Bedeutung und dem Erfolg dieser Weichenstellung durch die
Repräsentanten beider Gemeinden erinnert. Als Symbol der Freundschaft und der Zusammengehörigkeit wurde gemeinsam der
„Bartholomäer Grillplatz“ im Valseno-Tal eingeweiht. Neben einer 8-Tägigen Wander- und Kulturreise hat der
Partnerschaftsverein „Amici di Casola“ ein kulturelles Rahmenprogramm gestaltet, um den Besuchergruppen der Gemeinde,
des Musikvereins, des Liederkranzes und des Motorradclubs die Flair der Emilia Romagna zu zeigen.
Den Festakt zum 10 jährigen Jubiläum im Kinosaal der Gemeinde eröffneten die Musikvereine der beiden Gemeinden mit den jeweiligen
Hymnen. Ein besonderes Highlight war die gemeinsamen vorgetragene Europahymne. Hier zeigen die Musiker, dass die Sprache der Musik
europäisch ist und keine Übersetzung benötigt. Der ehemalige Bürgermeister und heutige Vorsitzende des Partnerschaftsverein Giorgio
Sagrini hob bei der Begrüßung hervor, das die Gründung der Partnerschaft zwischen Casola und Bartholomä, die er gemeinsam mit
Bürgermeister Georg Haas zuerst in Casola und dann in Bartholomä unterschrieben hat, zu den schönsten und wichtigsten Ereignissen
während seiner ganzen 10jährigen Amtszeit als Bürgermeister von Casola zählt.
Er stellte fest, dass diese 10 Jahre für alle Bürger unseren beiden Gemeinden etwas gebracht haben und begrüßte die Personen, die
am intensivsten an der Verbindung gebaut und gelenkt haben. Er dankte Karl Busch, Vorstand des Partnerschaftsvereins von Bartholomä
„Amici di Casola“, Paolo Visani, ehemaliger Vorstand des Partnerschaftskomitees von Casola Valsenio, Georg Haas,
ehemaliger Bürgermeister von Bartholomä und den beiden amtierenden Bürgermeistern Thomas Kuhn und Nicola Iseppi für das erfolgreiche
Engagement, sowie für das zum Wohl der Allgemeinheit und einer gemeinsamen Zukunft in Europa Geleistete.
In seinem Grußwort stellte der Vorsitzende des Partnerschaftsverein Bartholomä Karl Busch fest, was vor zehn Jahren noch mehr einer
Idee, einem Plan entsprach, ist heute im Rückblick erfolgreiche Praxis. Die Verbindung wird gelebt und entwickelt sich über
zahlreiche gemeinsame Projekte, aber insbesondere über Menschen. Der formale Vertrag ist bedeutend, aber viel wichtiger ist es, dass
die Menschen dieses Papier mit Leben füllen. Deshalb dankte er für die breite Unterstützung von seitens der deutschen und
italienischen Bevölkerung, weil sich dadurch die Partnerschaft zu einem freiwilligen Zusammenfinden der Menschen über die Grenzen
hinweg entwickelt. Er verglich die Arbeit in den vergangenen zehn Jahren mit der die Suche nach dem größten gemeinsamen Nenner. Die
gemeinsamen Beiträge, die Schüleraustausche, der Friedensweg in Casola, der Kräutergarten in Bartholomä, die vielen Besuche der
örtlichen Vereine war nicht nur die Basis, sondern auch der gemeinsame Nenner für die Partnerschaft. Immer hat man gespürt, dass
sowohl die Casolalaner als auch die Bartholomäer mit großem Interesse hinter der Partnerschaft stehen und sich gegenseitig ans Herz
gewachsen sind.
Paolo Visani, ehemaliger Vorstand des Partnerschaftskomitees von Casola Valsenio hob hervor, dass es für ihn eine Ehre war bei der
Gründung der Partnerschaft der beiden Gemeinden mit dabei gewesen zu sein. Es war nicht sofort offensichtlich, dass sich eine echte
Freundschaft zwischen den beiden Bevölkerungen entwickeln würde. Es fehlte nicht an anfänglichem, gegenseitigen Misstrauen, das sich
jedoch aufgrund der Chance Mitgestalter eines großartigen Gemäldes sein, nämlich dem gemeinsamen Europa, sehr bald verdrängt wurde.
Es sei eine schöne Erfahrung gewesen und er wünsche sich, dass diese Partnerschaft noch intensiver von allen Bürgern, ob jung oder
alt, weitergeführt wird und eine weitere Integration unserer kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten stattfindet.
Bürgermeister Thomas Kuhn bezeichnete die Einrichtung des Friedensweges auf Monte Battaglia vor vier Jahren symbolhaft für die
Freundschaft zwischen Casola Valsenio und Bartholomä und als gutes Beispiel der Zusammenarbeit der beiden Gemeinden und
Partnerschaftsvereine, die mit dem Schwäbischen Albverein, Bartholomä und der Alpini Gruppe Casola den 14 km langen Wanderweg
gestaltet haben. Er stellte fest, nach mehr als 10 Jahren Partnerschaft bereits viele Menschen aus Casola und Bartholomä diesen Weg
des Friedens gegangen sind. Die Partnerschaft sei damit auf einem sehr guten Weg, weil hieraus viel persönlicher Austausch und
Freundschaften entstanden sind. Die Bürger haben dabei erfahren, wie bereichernd dieser Weg sein kann und dass er uns Bartholomäern
gut tut.
Bürgermeister Nicola Iseppi aus Casola Valsenio stellte fest, dass die Bürger beider Gemeinden mit Stolz hier sind, um 10 Jahre
Freundschaft zu feiern. Er selbst hatte das große Glück, einen Großteil des Weges mit Leidenschaft und Freude mit zu gehen und viele
Freundschaften zu schließen. Vor 10 Jahren haben sich die damaligen Bürgermeister gegenseitig gewünscht, eine freundschaftliche
Beziehung und enge Zusammenarbeit einzuleiten. Sie glaubten daran, und das tun wir noch heute. dass dies die richtige Art und Weise
ist, unter der sich unterschiedliche Geschichte, Kulturen und Traditionen zwischen Gemeinden europäischer Länder entwickeln können.
Er stellte fest, in den vergangenen 10 Jahren haben wir gemeinsam für eine bessere Gesellschaft gearbeitet. Wir haben starke und
intensive Beziehungen weiterentwickelt, die uns gegenseitig haben wachsen lassen.
Im Anschluss an den Festakt lud die Gemeinde Casola zur Eröffnung des durch die Alpini Gruppe gestalteten „Bartholomäer
Grillplatzes“ ein. Bei musikalischer Umrahmung durch den Musikverein Bartholomä genossenen die Gäste die romagnaolischen
Gerichte und den ansprechenden Wein. Am Abend feierten die Bartholomäer wie schon am Abend zuvor zusammen mit den italienischen
Freunden das Sommerendfest mit deutschen und italienischen Gerichten und landestypischen Köstlichkeiten, italienischen ein und
Heubacher Bier.
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