Die Gemeinde Bartholomä steht vor großen Herausforderungen: die demografische Entwicklung der Bevölkerung und die Entwicklung der
öffentlichen Finanzen sind die zentralen Themen der Gemeindeentwicklung. Daher wird die Gemeinde die zukünftigen Ziele, Aufgaben
und Handlungsfelder ihrer nachhaltigen Gemeindentwicklung im Dialog mit der Bürgerschaft im Rahmen eines strukturierten
Gemeindeentwicklungskonzepts erarbeiten.
Die Einwohnerzahlen der Gemeinde sind seit ein paar Jahren rückläufig, und die Tendenz wird sich in den kommenden Jahren verstärken.
Die Zahl der Kinder wird abnehmen und die der Älteren zunehmen. Dies hat starke Konsequenzen für die gemeindliche Entwicklung.
Dörfer sind der Lebens- und Arbeitsraum und die Zukunft der Bevölkerung. Die Anforderungen an die Dorfentwicklung werden in Zukunft
steigen. Die Bürgerinnen und Bürger wollen eine attraktive Gemeinde, die ihre Bedürfnisse erfüllt. Hierbei handelt es sich besonders
um Lebens- und Wohnqualität, sprich die soziale Infrastruktur wie Vereinsleben, Kindergärten und Schule, aber auch das Vorhandensein
von Arbeitsplätzen und eine schnelle Erreichbarkeit mit einer guten Brandbandversorgung.
Dies sind die Themen, die im Zuge der Erarbeitung eines Gemeindeentwicklungskonzeptes gemeinsam der Bürgerschaft erörtert werden
sollen. Für diese Bürgerbeteiligung (Dorfmoderation) hat der Gemeinderat das KOBRA-Beratungszentrum aus Landau in der Pfalz
beauftragt. Das Büro führt seit vielen Jahren erfolgreiche kommunale Bürgerbeteiligungen durch.
Die Dorfmoderation bietet allen Generationen die Gelegenheit, sich intensiv mit der Gemeinde auseinander zu setzen und die
zukünftige Entwicklungen gemeinsam zu erarbeiten. Aber auch die Vereine, das Handwerk, der Tourismus und viele mehr werden
eingebunden. Die Bewohner der Gemeinde sind die Experten im Fall der Gemeindeentwicklung, sie kennen die Gemeinde am Besten und
können deshalb mit ihren Ideen und Vorstellungen einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung des Ortes leisten. Nur sie selbst
können beurteilen, welche Schwachstellen oder positive Merkmale bestehen, welche Defizite die Infrastruktur des Dorfes aufweist,
welche Gebäude effektiver genutzt werden können und inwiefern das Wohl von Kindern, Jugendlichen und Senioren gesteigert werden
kann. Auch für die Themen Gewerbe, Schaffung neuer Arbeitsplätze, Weiterentwicklung des Tourismus sind für eine nachhaltige
Gemeindeentwicklung wichtige Themen.
Der Start der Dorfentwicklung beginnt mit einer Einwohnerversammlung am Dienstag, 1. Oktober 2013 um 19.30 Uhr, im Dorfhaussaal,
Brunnenfeldstraße.
Ziel der Auftaktveranstaltung wird es sein, Defizite aus Sicht der Bürgerinnen und Bürgern zu benennen, Stärken herauszuheben, Ideen
zu entwickeln und weitere Zukunftsperspektiven zu entwerfen. Der Blick soll in die Zukunft auf die nächsten 10 bis 15 Jahre
gerichtet sein. Die konkrete Ausarbeitung der Ideen wird im Nachgang in thematischen Arbeitskreisen stattfinden.
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