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Aus Bartholomä
Gemeindeschreiberin 29.01.2013
Folgender Artikel entstand im Rahmen des Projektes „Schul- und Gemeindeschreiber“ des Rosenstein-Gymnasiums Heubach und der umliegenden korrespondierenden Gemeinden. Dabei verfasst jede der Schreiberinnen im Laufe eines Jahres sechs Artikel oder Reportagen über ihre jeweilige Gemeinde und über das Rosenstein-Gymnasium.
Lisa Becke ist Gemeindeschreiberin für Bartholomä. Bürgermeister Thomas Kuhn dankte der Schreiberin für Ihr Engagement und ihre interessanten Berichte. Vier Artikel von ihr wurden bereits veröffentlicht, hier folgt der Fünfte:
 
Schnee bis Ostern
Freude am Winter in Bartholomä
Die schrägstehende Sonne lässt beim Blick aus dem Fenster die Landschaft erglitzern. Alles ist von einer leichten weißen, kristallenen Schicht bedeckt. Jetzt ist er endlich wieder da, der Schnee in der Region.

Von Lisa Becke

Der gesamte Ostalbkreis ist von einer leichten gepuderten Schicht überzogen. Nur in Bartholomä ist es ein bisschen weißer als in den anderen Gemeinden, denn im „Dorf am Rande des Himmels“ ist es immer ein bisschen kälter, rauer und es hat immer etwas mehr Schnee. Dabei ist der schneereiche Winter wohl die einzige Jahreszeit, in welcher sich Bartholomäer keine fast bissigen, aber doch ironisch gemeinten und mit einem Lächeln versehenen Bemerkungen über die „Abgeschiedenheit“ Bartholomäs anhören müssen. Denn im Winter lautet die einzige Frage: „Wie viel Schnee liegt denn bei euch?“ und bei der Antwort können alle Winterbegeisterten in den umliegenden tiefergelegenen Gemeinden nur erblassen und finden bald den Weg nach Bartholomä um sich im Schnee auszutoben und einen richtigen Winter auszukosten. So können sich die Besucher im Winter mit Langlaufskiern im über 90 Kilometer langen Netz von gespurten Loipen ab Bartholomä verausgaben, mit Abfahrtskiern und Schlitten den Berg hinuntersausen, oder bei einem ausgiebigen Spaziergang die verschneiten Wälder genießen. Und auch etwas mehr Entertainment-Begeisterte kommen auf ihre Kosten, zum Beispiel als aktive Teilnehmer oder auch als Zuschauer beim „Sagenhaften Schneemann-Cup“, bei welchem verschiedene Mannschaften versuchen, auf Zeit möglichst viele Schneemänner zu erbauen. Außerdem wird dieses Jahr auch zum wiederholten Mal zum „Schneemann-Alarm“ aufgerufen, wobei alle Bartholomäer Bürger und Vereine in ihrem Vorgarten kleine und auch große Schneemänner bauen können um so mit den schönsten und kreativsten eine Prämierung zu erlangen. So können Spaziergänger in den Straßen des Winterdorfs Bartholomä an vielen Stellen Schneemänner entdecken, die aus den verschneiten Vorgärten lugen.
Und die Besucher können noch oft wiederkehren, denn - das wünscht sich zumindest so mancher Bartholomäer - der Schnee bleibt noch eine Weile liegen. Und so ist dieser nicht nur der Gegenstand freudiger Winteraktivitäten und einer unvergleichlichen Atmosphäre, sondern auch verschiedener Konversationen. Dann kann man, zum Beispiel bei einer Unterhaltung zweier winterliebender Bartholomäer, Folgendes hören: „Hoffentlich bleibt der Schnee noch ein bisschen liegen.“ „Ja, von mir aus bis Ostern.“
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