In einem bemerkenswerten ehrenamtlichen Engagement haben freiwillige Helferinnen und Helfer die ehemalige Scheune auf dem Amalienhof seit dem Jahr 1997 saniert und mit Unterstützung aus der Bürgerschaft nun seit 20 Jahren eine stattliche Sammlung landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte und Utensilien des bäuerlichen Handwerks im Gebäude gesammelt. So ist in Bartholomä ein höchst sehenswertes Museum eingerichtet. Die Museumsscheune auf dem Amalienhof hat auch einen starken Anklang zum alle zwei Jahre in Bartholomä stattfindenden Roßtag, da hier viele Pferdekutschen und Fuhrwerke ausgestellt sind. Vor allem sind die freiwilligen Helfer sowohl beim Museum, wie auch beim Roßtag selbst aktiv.
Um sich in anderen Museen zu informieren, begaben sich die Damen und Herren der Amalienhofmuseumsrentner gemeinsam mit dem Roßtagsteam auf Einladung
der Gemeinde auf eine Informationsfahrt. Besucht wurde das Heimatmuseum in Gschwend-Horlachen, das einen schönen geschichtlichen Bezug zum Gschwender
Raums bietet.
Das Museum wird vom dortigen Heimat- und Geschichtsverein betreut, dessen Vertreter die Bartholomäer Delegation aufs Herzlichste begrüßte.
Im ehemaligen Rat- und Schulhaus von Horlachen sind dort die Relikte des alten Dorfhandwerks wie z. B. Produkte der Ziegelei mit einer Sammlung
Feierabendziegeln und Überbleibsel der Skiproduktion einer ortsansässigen Wagnerei zu sehen. Sehr anschaulich präsentiert das Museum auch alle
Arbeitsschritte vom Flachs bis zum Leinen. Bilder und Gegenstände aus dem Lebenskreis der meist armen Familien dokumentieren die wichtigsten Ereignisse
von der Geburt bis zum Tod.
Ein gemütlicher Ausklang und Abschluss der Informationsfahrt fand anschließlich in einer Gaststätte in Gschwend statt. Alle freiwilligen Helferinnen und Helfer des Museums auf dem Amalienhof und des Roßtages konnten bei der Informationsfahrt wieder neue Eindrücke und Ideen für ihre Arbeit mitnehmen.