In Bartholomä und Umgebung
gibt es viel Erneuerbare Energien, die Photovoltaik-Freiflächenanlage in Gnannenweiler, Biogas und Windräder in Bartholomä, Essingen-Lauterburg und
Lauterstein. Nun wurde ein Forschungsprojekt aufmerksam und hat Lauterstein zusammen mit zwei weiteren Gemeinden in Thüringen und Schleswig-Holstein
ausgewählt, um aus den Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger vor Ort zu lernen. Befragt werden die Anwohnerinnen und Anwohnern von Lauterstein,
Degenfeld und Bartholomä zu ihren Erfahrungen mit den Erneuerbaren Energien in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld. Dazu gehören z. B. der Einbezug der
Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess der Projekte, Auswirkungen auf das Landschaftsbild und die Natur in der Region. Einige Interviews
wurden bereits geführt, nun folgt eine weitere Befragung.
Gefördert wird das unabhängige Projekt „Accept-EE“ vom Bundesamt für Naturschutz. Die Befragungen werden durchgeführt von der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg sowie Kolleginnen und Kollegen aus Berliner Forschungseinrichtungen (INER, Bosch und Partner, Institute
for Advanced Sustainability Studies, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung).
Ziel des Projekts ist es zu erfassen, was einen für Mensch und Natur akzeptablen Ausbau der Erneuerbaren Energien ausmacht. Die Erfahrungen der
Anwohnerinnen und Anwohner werden abschließend zusammen mit weiteren Forschungsergebnissen und Expertenbefragungen für die Bevölkerung,
Naturschützerinnen und Naturschützer, Planungs- und Projektierungsunternehmen sowie die Politik und Behörden verständlich in einer
Informationsbroschüre aufbereitet.
Eine erfolgreiche Energiewende ist nur unter Einbezug von Bürger- und Naturschutzinteressen möglich. Um die Erfahrungen und Bürgerinteressen im
Zusammenhang mit Erneuerbaren Energien sowie Natur- und Landschaftsschutz zu verstehen und an das Bundesamt für Naturschutz weitergeben zu können,
ist ein solches Projekt nur mittels der Unterstützung der Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort möglich. Sie haben nun die Möglichkeit, einen Beitrag
für eine aus Bürgersicht zufriedenstellenden Energiewende zu leisten.
Wer mitmachen möchte, in Lauterstein, Degenfeld oder Bartholomä wohnt, kann sich direkt bei der Universität Halle melden und einen Termin
vereinbaren. Manche werden auch per Zufallsauswahl aus dem Telefonbuch ausgesucht und von Studierenden telefonisch gefragt, ob sie teilnehmen möchten
– also nicht wundern, wenn sich die Hallenser melden. Vom 15.-17.06.2018 ist das Team der Universität in und um Lauterstein, Degenfeld und
Bartholomä unterwegs und kommt gern zur Befragung vorbei.
Gerne können Sie bei Interesse oder Fragen Anina Wigand unter 0345 5523529 (Montag-Donnerstag, 9:00-16:00 Uhr) oder per
Mail anina.wigand@psych.uni-halle.de kontaktieren.
Wer nicht zu dem Termin kann, kann sich gerne bis 01.07.2018 auch online beteiligen:
www.psych.uni-halle.de/accept-ee/