Am 8. Juli 2018
werden viele Bürgermeister weltweit vor den Rathäusern die Flagge des weltweiten Bündnisses Mayors for Peace hissen. Sie symbolisiert den Einsatz des
Netzwerkes für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Auch am Rathaus Bartholomä wird die Flagge an diesem Tag wehen. In diesem Jahr appellieren die
Bürgermeister für den Frieden mit der Aktion überdies an die Atommächte und weitere Staaten der Weltgemeinschaft, den im Juli 2017 von den Vereinten
Nationen verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.
Aktuell schätzt das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri, dass neun Staaten – die USA, Russland, Großbritannien, Frankreich, China,
Indien, Pakistan, Israel und Nordkorea – zurzeit zusammen etwa 14.465 Atomwaffen besitzen. Das sind zwar 470 weniger als im Vorjahr, doch alle
Staaten, die über Atomwaffen verfügen, haben entweder begonnen, sie zu modernisieren oder langfristige Programme dafür angekündigt, so das Institut.
Mittlerweile nehmen mehr als 270 Städte und Gemeinden an der deutschlandweiten Aktion teil. Der Flaggentag erinnert an ein Rechtsgutachten des
Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (das Hauptrechtssprechungsorgan der Vereinten Nationen), das am 8. Juli 1996 veröffentlicht wurde. Der IGH
sagte einstimmig, dass die Atomwaffenstaaten verpflichtet sind, nach Art. 6 des 1968 geschlossenen Nichtverbreitungsvertrages (NPT) in redlicher
Absicht Verhandlungen zur Abschaffung von Atomwaffen zu führen und die Atomwaffen auch tatsächlich abzuschaffen.