Landrat Klaus Pavel und
Bürgermeister Thomas Kuhn appellieren an Bevölkerung, die Kontaktverbote weiterhin strikt zu beachten
Seit Bekanntwerden eines ersten Corona-Falls in unserem Landkreis ist inzwischen ein guter Monat vergangen. Unser Alltag hat sich
seitdem drastisch verändert. Seit dem 16. März können Schülerinnen und Schüler nicht mehr zum Unterricht, sind Kindertagesstätten
geschlossen und seit über zwei Wochen gilt ein strenges Kontaktverbot sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum. Unzählige
Dienstleister, Kleinunternehmer und auch Gastronomiebetriebe müssen geschlossen bleiben. Dies ist ein Szenario, dass selbst unsere
ältesten Mitbürgerinnen und Mitbürger so nicht kennen.
Noch immer steigen die Zahlen der Corona-Erkrankten im Ostalbkreis an. Inzwischen haben wir deutlich über 600 positive Fälle (Stand
zum 2. April), glücklicherweise aber auch schon über 200 Patienten, die wieder gesund sind. Über 2.600 Menschen sind seit Beginn
der Corona-Krise auf das Virus getestet worden, und täglich kommen weitere hinzu. Zunehmend sind außerdem Corona-Erkrankte mit
schwereren Krankheitsverläufen zu verzeichnen, sodass die Kliniken des Ostalbkreises in Aalen, Ellwangen und Schwäbisch Gmünd mehr
Zulauf haben. Auch im Ostalbkreis benötigen immer mehr Corona-Patienten eine Intensivbehandlung und müssen beatmet werden.
Das Virus verbreitet sich nach wie vor weiter und macht auch vor unserer schönen Gemeinde Bartholomä nicht Halt. Auch bei uns gibt
es infizierte Bürgerinnen und Bürger, Menschen, die sich strikt in häuslicher Quarantäne halten müssen.
Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die bevorstehenden Osterfeiertage appellieren wir deshalb nochmals eindringlich an Sie
alle: Beachten Sie weiterhin, trotz der Feiertage und frühlingshaften Temperaturen, strikt das geltende Kontaktverbot! Reduzieren
Sie soweit wie möglich persönliche soziale Kontakte und unterstützen Sie damit die Anstrengungen, die Infektionswelle – und
damit ein weiteres steiles Anwachsen der Erkrankten-Zahlen – zu verlangsamen und einzudämmen!
Es ist für jeden von uns schwer, die gewohnten Tagesstrukturen und das bisherige Freizeitverhalten derart rigoros umstellen zu
müssen. Nur wenn sich jeder Einzelne von uns an die Regeln hält, können wir gemeinsam dafür sorgen, dass wir bald wieder zu unserem
gewohnten Alltag zurückkehren können. Seien Sie solidarisch, denken Sie an diejenigen, die in unseren Krankenhäusern einen
wertvollen Dienst tun und die zunehmend Sorge haben, vor schwierige Entscheidungen gestellt zu werden. Unterstützen Sie durch Ihr
verantwortliches Verhalten unsere Beschäftigten im Gesundheitswesen und auch die Wirtschaft!
All denen, die sich bislang schon zurückgenommen und ihr Verhalten angepasst haben, sagen wir herzlichen Dank! Für alle anderen
gilt jetzt umso mehr:
Lassen Sie uns in dieser Krisenzeit den Optimismus nicht verlieren und die Chancen dieser Situation sehen. Versuchen wir, über
die Osterfeiertage mit unseren Familienmitgliedern, Verwandten und Freunden, die wir nicht besuchen können, telefonisch, per
E-Mail, Videochat oder wieder einmal mit einem Brief in Kontakt zu bleiben. Wir müssen uns nicht persönlich treffen um im Kontakt
zu bleiben. Wir brauchen in diesen Tagen schon gar nicht irgendwelche Partys, große Verwandten- und Familienfeiern und anderes. Es
ist eine besondere Ausnahmesituation.
Lesen Sie ein gutes Buch, führen Sie Gespräche in der eigenen Familie, spielen Sie ein Gesellschaftsspiel zu Hause. Es gibt online
inzwischen viele kulturelle Angebote, und Kirchen im Kreis streamen über YouTube Gottesdienste. Nehmen Sie diese Angebote wahr
– zu Hause!
Lassen Sie uns gemeinsam, aber mit dem gebotenen persönlichen Abstand durch diese Krise gehen! Tragen Sie bitte alle Ihren Teil
dazu bei!
Mit den besten Wünschen für die anstehenden Feiertage und bleiben Sie gesund!
Klaus Pavel Landrat
Thomas Kuhn Bürgermeister

