Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Bartholomäer,
… zurück zur Normalität.
In dieser außergewöhnlichen Zeit wünschen wir uns das alle.
Wir sehen, dass mehr und mehr Lockerungen erfolgen. Seit Anfang Mai sind unsere Kinderspielplätze geöffnet, seit rund zwei Wochen
die Bolzplätze und Freiluft-Sportstätten. Die Freibäder stehen wieder zur Verfügung und bald folgen auch der Übungs- und
Probebetrieb der Vereine in den Sporthallen und Übungsräumen. Bald schon dürfen sich noch mehr Personen an einem Platz wieder
treffen – Abstand vorausgesetzt. Doch, den normalen Alltag so wie wir ihn gewohnt waren, gibt es noch nicht. Bis die Schulen
wieder den regulären, gewohnten Unterricht anbieten, bis die Kindergärten die bewährte Betreuung für alle Kinder machen, bis wir
wieder ganz gewöhnlich in den Läden einkaufen und das Berufsleben und unser Alltag in herkömmlicher Form wieder in Gang kommen,
wird es eine Weile dauern.
Hatte sich jemand vor dieser Coronakrise einen normalen Alltag, ein normales Leben zu führen, gewünscht, so wurde er fragend,
vielleicht belächelnd angeschaut. Wer wünschte sich früher "Normalität". Ja, das Wort „normal“ war eher verpöhnt. Die
Menschen suchten das Außergewöhnliche, das Extravagante, ob nun den besonderen Urlaub, das ungewöhnliche Erlebnis, das exotische
Essen, die besondere Mode. Eben nicht das Eingefahrene, nicht das immer Gleiche, nicht das Normale.
Jetzt würden wir viel dafür geben, es wäre alles wieder normal, herkömmlich, ganz gewöhnlich. Werden wir jetzt deshalb
anspruchsloser, bescheidener? Möglicherweise. Corona hat jedenfalls unsere Prioritäten verschoben, vielleicht ist das Virus dabei,
auch Werte zurecht zu rücken: Gesundheit, sich Zeit nehmen, persönlichen Kontakt halten, Solidarität und Rücksicht nehmen, %#8230;
Liebe Bürgerinnen und Bürger,
ich wünsche Ihnen in dieser Krise weiterhin Zuversicht und eine starke Hoffnung, dass wir aus dieser nicht einfachen Lage gut
herauskommen. Ich wünsche Ihnen Geduld und Ausdauer, diese schwierige Zeit gut zu überstehen.
Bleiben Sie munter, fröhlich und gesund.
Ihr
Thomas Kuhn
Bürgermeister