Mittlerweile eine nette Tradition bildet der Bartholomäer Ferienprogrammpunkt „Radeln mit dem Bürgermeister“.
Diese Tour wurde nun bereits zum fünfzehnten Male angeboten. Siebzehn Kinder und Jugendliche und weitere sechs Begleitpersonen der
Radsportfreunde Bartholomä folgten der Einladung von Bürgermeister Thomas Kuhn und nahmen am diesjährigen Radeln teil.
Ziel der diesmaligen Tour war der Lindenhof mit der Straußenfarm in Böhmenkirch. Die Strecke in die Nachbargemeinde ist sehr eben
und es ist ein Leichtes, über herrliche Wald- und die Feldwege auch in einer größeren Gruppe mit Kindern über die Kreisgrenze nach
Böhmenkirch zu radeln. So waren die ersten Kilometer auf der überwiegend ebenen Albhochfläche einfach zu meistern.
Auf dem Lindenhof wurde unsere Gruppe von Frau Henrike Bosch, der Inhaberin des Hofs, begrüßt. Sie informierte über diese besondere
Vogelart. Die Straußenvögel entstanden vor ca. 55 Mio. Jahren in Zentralasien. Von hier aus breiteten sie sich, wie fossile Funde
belegen, nach Westeuropa aus. Nach Afrika sind die Vorfahren des heutigen Straußes vor etwa einer Million Jahre
„eingewandert“. Wann der Strauß in Europa ausgerottet wurde, bzw. keinen Lebensraum mehr hatte, ist nicht bekannt. Noch
vor rund 10.000 Jahren und ähnlichen Klimabedingungen wie heute, waren jedenfalls im Raum Wien große Bestände heimisch.
In Südafrika werden die Tiere seit dem 19. Jahrhundert auf Farmen gehalten. Anfang des 20. Jahrhunderts breitete sich die
Straußenzucht nahezu weltweit aus.
In den letzten 15 Jahren, seit vor allem das Fleisch des Straußes in den Vordergrund getreten ist, hat sich die Straußenzucht
weltweit etabliert.
Nicht nur die Kinder waren von den großen und kleinen Tieren fasziniert, auch für die erwachsenen Begleitpersonen war die
Information und die Besichtigung der Freigehege und der Stallungen hoch interessant. Nachdem sich alle mit Eis und einer kleinen
Süßigkeit gestärkt hatten, trat die Gruppe wieder die Heimfahrt an, die sie über die Heidhöfe und den Kolmannswald wieder ins
heimische Bartholomä zurückführte.
Beim Feuerwehrhaus Bartholomä endete bei einer gemütlichen roten Wurst schließlich eine wiederum sehr interessante Radrundfahrt.
Der Bürgermeister dankte sehr herzlich allen Teilnehmern, vor allem den Radsportfreunden Bartholomä für die Begleitung der
unfallfreien Tour und der Freiwilligen Feuerwehr für die Mithilfe beim Abschlussessen.