
Am 16.09.2021 fand im Rahmen des
Sanierungsmanagements Bartholomä ein Bürger-Workshop zu Themen „Erneuerbare Energie“ und „Energetische
Gebäudesanierung“ statt. Veranstaltungsort war die TSV-Halle in Bartholomä.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Thomas Kuhn standen an diesem Abend zwei Experten zur Verfügung: Herr André Ludwig von der
Tilia GmbH, der Sanierungsmanager in Bartholomä, sowie Frau Astrid Kloos vom EKO-Energieberatungszentrum. Die Moderation übernahm
Frau Verena Täumer von Steinbeis-Transferzentrum Energiesysteme.
Herr André Ludwig referierte im ersten Vortrag des Abends über Photovoltaikeinsatz im Eigenheim. Einführend informierte er über den
aktuellen Stand der Forschung und Entwicklung von PV-Modulen und Stromspeichern. Anschließend zeigte er auf, wie Photovoltaik auch
unabhängig von der EEG-Vergütung für den Eigenheimbesitzer lukrativ werden kann. Demnach ist es empfehlenswert, den eigens
produzierten Strom auch möglichst selbst zu verbrauchen. Dafür ist der Einsatz eines Speichers notwendig, damit die Stromproduktion
vom -verbrauch zeitlich entkoppelt werden kann. Auf diese Weise ist es möglich, vom teuren, externen Strombezug unabhängiger zu
werden. Moderne PV-Systeme, die auf maximale Stromausbeute ausgelegt sind, werden neben den Süd- auch auf West- und Ostdächern
installiert und optimieren die Stromproduktion zusätzlich im Tagesverlauf.
In dem zweiten Vortrag berichtete die Architektin und Energieberaterin Frau Astrid Kloos vom EKO-Energieberatungszentrum. EKO steht
für Energie- und Klimaschutzberatung des Ostalbkreises. Sie informierte über die Hintergründe der energetischen Gebäudesanierung
und nannte Tipps und Tricks bei der Umsetzung derartiger Sanierungsmaßnahmen. Grundsätzlich empfehlenswert ist ein sogenannter
Sanierungsfahrplan, der das Haus als Gesamtsystem betrachtet und dabei alle Maßnahmen aufeinander abgestimmt.
Auf die Frage, wo man bei der Sanierung im Allgemeinen anfangen sollte, antwortete Frau Kloos, dass man „dem Haus zuerst
einen Pulli anziehen sollte“. Also im ersten Schritt auf die Gebäudehülle inkl. Dach fokussiert, damit keine Wärme verpufft.
Sie betonte allerdings, dass pauschale Empfehlungen kaum möglich seien, da jedes Haus individuell betrachtet werden sollte. Die
Energieexpertin gab auch Hinweise zu den verschiedenen Möglichkeiten für die jeweiligen Maßnahmen entsprechende Fördergelder zu
beantragen.
Alles in allem wurde den Teilnehmern klar, dass die energetische Gebäudesanierung trotz verschiedener Fördermöglichkeiten eine
nicht unerhebliche Investition bedeutet. Im Fazit konnte allerdings festgehalten werden, dass es sich jedoch um eine Investition in
die Zukunft handelt und clever umgesetzte Maßnahmen nicht zuletzt auch aktiver Klimaschutz sind. Dabei gäbe es nicht die EINE
Lösung, sondern der Weg zum Ziel ist vielmehr in einem intelligenten Mix aus verschiedenen Maßnahmen zu suchen.
Die Vorträge der beiden Referenten finden Sie hier:
Vortrag Herr Ludwig
Vortrag Frau Kloos

v.r.: André Ludwig (Tilia GmbH), Verena Täumer (Steinbeis-Transferzentrum Energiesysteme), Astrid Kloos (EKO-Energieberatungszentrum)

Teilnehmer der Bürgerinformation