Liebe Bartholomäerinnen und Bartholomäer,
wie kommen wir durch diese Corona-Krise?
Tatsächlich ist jede und jeder von uns von dieser Pandemie betroffen. Und jede/r in unterschiedlicher Weise. Natürlich wünschen wir
uns alle, wieder Treffen, Besuche und direkte Kontakte pflegen zu dürfen. Momentan müssen wir uns mit der Beschränkung auf einen
Haushalt und eine weitere Person begnügen. Also heißt es abwarten.
Ein Besuch einer Veranstaltung, eines Museums, von Ausstellungen und Galerien, botanischen Gärten, das wäre mal wieder toll.
Momentan leider Fehlanzeige. Warten ist angesagt.
Sport in der Gemeinschaft, die Nutzung der Sportanlagen (im Freien und geschlossenen Räumen) wäre klasse – schade, dies ist
derzeit nur einzeln möglich (es sei denn, Sie sind Spitzensportler!). Ich bin es jedenfalls nicht. Also auch hier: bitte Geduld.
Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie von kosmetischen Fußpflegeeinrichtungen. Nun
ja, ich kenne einige, die dies nutzen wollen würden. Momentan sind alle Betriebe jedoch geschlossen – es sei denn, Sie
brauchen eine medizinisch notwendige Behandlung.
Vielleicht ein Sonnenstudio gefällig? Geht auch nicht. Also auch hier: abwarten.
Und aufgrund unserer derzeit hohen Inzidenzwerte im Landkreis: Unsere Schule ist geschlossen, die Kindergärten sind zu. Es läuft
eine Notbetreuung. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen, alles ist nur im Rahmen des Onlineunterrichts zulässig. Studierende an
den Hochschulen: Sorry- bitte weiterhin an die Bildschirme. Einkaufen, Bummeln, ein Cappuccino draußen, Biergarten, ein leckeres
Essen in der Gaststätte? Derzeit geschlossen. Nicht nur traurig für uns, sondern für die, die davon leben. Ich will diese
Schreckensliste gar nicht fortsetzen.
Wie kommen wir also durch diese Corona-Krise?
Hoffentlich gesund und wohlbehalten. Tatsächlich geht es immer um den Sinn und den Zweck der Maßnahmen: das Leben und die
körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu schützen. Dass das Virus nicht nur extrem ansteckend, sondern auch gefährlich
ist, ist bekannt.
Damit ist es in erster Linie Aufgabe des Staates, Vorsorge zu treffen. Dass dies in der jeweiligen konkreten Abwägung schwierig ist
und im Einzelfall auch zur „Unwucht“ führt, ist mir einleuchtend.
Es ist vor allem die Verantwortung und Aufgabe von jeder/jedem von uns, achtsam zu sein, nicht leichtfertig zu werden, weiterhin
ernsthaft und verantwortlich mit der Situation umzugehen. Vor allem braucht es jetzt eine weitere Kraftanstrengung, die bekannten
und bewährten Maßnahmen einzuhalten: die AHA-Regeln (medizinische Maske, Hygiene, Abstand) sind tauglich, dazu kommt, drinnen viel
zu lüften.
Dazu haben Sie, liebe Bartholomäerinnen und Bartholomäer in den vergangenen Monaten sehr viel beigetragen, sich und andere zu
schützen. Dafür danke ich Ihnen.
Mit dem Dank verbinde ich meine feste Hoffnung: Wir kommen durch diese Corona-Krise hindurch! Wir schaffen das, gemeinsam, in
Solidarität, in gegenseitiger Verantwortung und im Zusammenhalt.
Die Impfstoffe werden jetzt mehr, weil auch weitere Hersteller zugelassen werden. Die Zahl der Geimpften steigt jetzt (endlich)
stärker an. Das macht richtig Mut.
Bemerkenswert gut empfinde ich die Anzahl derer, die sich in unserem Bartholomäer Testzentrum testen lassen. In knapp vier Wochen
sind das jetzt rund 400 Bürgerinnen und Bürger. Das Testen kann unterstützend helfen, eine Ausbreitung schneller zu erkennen. Wir
werden jedoch das Virus nicht „wegtesten“. Es hilft nur das Impfen.
Bis dahin bitte ich Sie weiterhin, Regelungen und Bestimmungen zu beachten, uns gegenseitig zu unterstützen und achtsam und
solidarisch zu sein.
So kommen wir gut durch diese Corona-Krise.
Bleiben Sie zuversichtlich und wohlbehalten.
Ihr
Thomas Kuhn
Bürgermeister