Gemeinde Bartholomä

Grußwort des Bürgermeisters zur aktuellen Lage
23.04.2021

Liebe Bartholomäerinnen und Bartholomäer,
wie kommen wir durch diese Corona-Krise?
Tatsächlich ist jede und jeder von uns von dieser Pandemie betroffen. Und jede/r in unterschiedlicher Weise. Natürlich wünschen wir uns alle, wieder Treffen, Besuche und direkte Kontakte pflegen zu dürfen. Momentan müssen wir uns mit der Beschränkung auf einen Haushalt und eine weitere Person begnügen. Also heißt es abwarten.
Ein Besuch einer Veranstaltung, eines Museums, von Ausstellungen und Galerien, botanischen Gärten, das wäre mal wieder toll. Momentan leider Fehlanzeige. Warten ist angesagt.
Sport in der Gemeinschaft, die Nutzung der Sportanlagen (im Freien und geschlossenen Räumen) wäre klasse – schade, dies ist derzeit nur einzeln möglich (es sei denn, Sie sind Spitzensportler!). Ich bin es jedenfalls nicht. Also auch hier: bitte Geduld.
Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo- und Piercingstudios sowie von kosmetischen Fußpflegeeinrichtungen. Nun ja, ich kenne einige, die dies nutzen wollen würden. Momentan sind alle Betriebe jedoch geschlossen – es sei denn, Sie brauchen eine medizinisch notwendige Behandlung.
Vielleicht ein Sonnenstudio gefällig? Geht auch nicht. Also auch hier: abwarten.
Und aufgrund unserer derzeit hohen Inzidenzwerte im Landkreis: Unsere Schule ist geschlossen, die Kindergärten sind zu. Es läuft eine Notbetreuung. Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen, alles ist nur im Rahmen des Onlineunterrichts zulässig. Studierende an den Hochschulen: Sorry- bitte weiterhin an die Bildschirme. Einkaufen, Bummeln, ein Cappuccino draußen, Biergarten, ein leckeres Essen in der Gaststätte? Derzeit geschlossen. Nicht nur traurig für uns, sondern für die, die davon leben. Ich will diese Schreckensliste gar nicht fortsetzen.
Wie kommen wir also durch diese Corona-Krise?
Hoffentlich gesund und wohlbehalten. Tatsächlich geht es immer um den Sinn und den Zweck der Maßnahmen: das Leben und die körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu schützen. Dass das Virus nicht nur extrem ansteckend, sondern auch gefährlich ist, ist bekannt.
Damit ist es in erster Linie Aufgabe des Staates, Vorsorge zu treffen. Dass dies in der jeweiligen konkreten Abwägung schwierig ist und im Einzelfall auch zur „Unwucht“ führt, ist mir einleuchtend.
Es ist vor allem die Verantwortung und Aufgabe von jeder/jedem von uns, achtsam zu sein, nicht leichtfertig zu werden, weiterhin ernsthaft und verantwortlich mit der Situation umzugehen. Vor allem braucht es jetzt eine weitere Kraftanstrengung, die bekannten und bewährten Maßnahmen einzuhalten: die AHA-Regeln (medizinische Maske, Hygiene, Abstand) sind tauglich, dazu kommt, drinnen viel zu lüften.
Dazu haben Sie, liebe Bartholomäerinnen und Bartholomäer in den vergangenen Monaten sehr viel beigetragen, sich und andere zu schützen. Dafür danke ich Ihnen.
Mit dem Dank verbinde ich meine feste Hoffnung: Wir kommen durch diese Corona-Krise hindurch! Wir schaffen das, gemeinsam, in Solidarität, in gegenseitiger Verantwortung und im Zusammenhalt.
Die Impfstoffe werden jetzt mehr, weil auch weitere Hersteller zugelassen werden. Die Zahl der Geimpften steigt jetzt (endlich) stärker an. Das macht richtig Mut.
Bemerkenswert gut empfinde ich die Anzahl derer, die sich in unserem Bartholomäer Testzentrum testen lassen. In knapp vier Wochen sind das jetzt rund 400 Bürgerinnen und Bürger. Das Testen kann unterstützend helfen, eine Ausbreitung schneller zu erkennen. Wir werden jedoch das Virus nicht „wegtesten“. Es hilft nur das Impfen.
Bis dahin bitte ich Sie weiterhin, Regelungen und Bestimmungen zu beachten, uns gegenseitig zu unterstützen und achtsam und solidarisch zu sein.
So kommen wir gut durch diese Corona-Krise.
Bleiben Sie zuversichtlich und wohlbehalten.

Ihr

Thomas Kuhn
Bürgermeister

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