Liebe Albuchhexen, Bärabergschiddler und Birkenschnalzer Gugga,
liebe Bartholomäerinnen und Bartholomäer,
ja, den Fasching im Herzen zu tragen,
Folgendes will ich dazu sagen:
Kein toller Gaudiwurm,
und dieses Jahr kein Rathaussturm,
keine Albuchhexen mit ihren Besen,
keine Guggagruppen und sonstige Wesen,
kein „Mä-Hellau“,
und, ja genau:
kein Gedröhne
und groß Getöne,
nicht Donnerhall vom Faschingssalut
die Lage scheint echt akut.
Keine Freude, auch kein Lachen,
Streiche spielen, blöde Sachen machen,
nicht mal singen,
anderen Spaß und Freude bringen,
kein Verkleiden und Bemalen,
weder tanzen, hüpfen, prahlen,
jetzt aber nicht verzagen:
Maske dürfen wir doch tragen.
Kein umarmen, nicht mal herzen,
Witze reißen oder scherzen,
nicht mal klatschen oder Purzelbaum,
diese Zeit, sie ist kein Traum.
Kein Kostüm, kein Häs, weder gelb, noch rot.
Der diesjährige Fasching – er ist tot.
Und schlimm genug:
(grenzt an Betrug)
Wer hätte dies jemals gedacht:
Ihr Hexen bleibt nun ohne Macht !
Der tolle Sturm fällt diesmal aus.
und ihr sitzt traurig nun zuhaus.
Was mir ist nie gelungen,
ein winziges Virus hat euch bezwungen.
Doch wer jetzt denkt – der Schultes lacht.
(Behält doch seine Macht).
hat völlig „quergedacht“.
So wie ich die Dinge seh´,
tut´s zu Fasching schon ein bisschen weh.
Dieses Jahr kann´s das nicht geben.
Die Fastnacht wie seither zu erleben.
So bitt´ ich euch, nicht zu verdrießen.
sie dieses Jahr fest im Herzen einzuschließen.
Die große Hoffnung bleibt bestehen:
Uns beim nächsten Rathaussturm wiederzusehen.
Nicht abgesetzt – ich hab´ zu tun,
es grüßt herzlich,
Euer Schultes
Thomas Kuhn