Neues vom Sanierungsmanager: Klimaneutralität im Alltag
04.06.2021

Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts
hat die Bundesregierung im Mai 2021 die Klimaziele verschärft, bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen um 65% gegenüber dem Jahr
1990 verringert werden (bislang um 55 %). Bis 2045 (bislang 2050) soll Deutschland klimaneutral sein, das heißt alle ausgestoßenen
Treibhausgasemissionen müssen durch Treibhausgassenken abgebaut werden.
Doch was bedeutet Klimaneutralität für meinen Alltag? Wie kann ich als einzelne Person dazu beitragen, dass Deutschland
klimafreundlicher wird?
In Deutschland verursacht jeder Einwohner etwa 11 t CO2Äq im Jahr. Um eine Klimaneutralität in Deutschland zu erreichen, müssen die
Emissionen deutlich gesenkt werden, ungefähr auf 2 t CO2Äq bis 2045.
Jede und jeder von uns kann im Alltag zu einer Senkung von Treibhausgasemissionen beitragen. Dabei sind für Privatpersonen
besonders folgende Bereiche relevant:
Mobilität
Im deutschen Durchschnitt entfallen bei Privathaushalten etwa 19 % der Treibhausgasemissionen auf die Mobilität. Diese lassen sich
einfach senken, indem man auf Flugreisen verzichtet und weniger Autokilometer zurücklegt. Auch die Umstellung des Autos auf einen
emissionsarmen Antrieb – wie zum Beispiel einen Elektromotor – bewirkt eine Senkung der Treibhausgasemissionen.
Wohnen
Die meisten Emissionen im Bereich Wohnen werden durch den Wärmeverbrauch verursacht. Dementsprechend haben die Größe der
Wohnfläche, der Dämmstandard eines Hauses und die Art der Wärmeversorgung einen signifikanten Einfluss auf die Menge der
Treibhausgasemissionen, die verursacht werden. Insgesamt entfallen in einem durchschnittlichen deutschen Haushalt etwa 25 % der
Treibhausgasemissionen auf dem Bereich Wohnen.
Konsum
Ein häufig unterschätzter Bereich ist der des Konsums. Bei der Herstellung von fast allen Gütern entstehen
Treibhausgasemissionen, deshalb verursacht der Konsum eines durchschnittlichen deutschen Einwohners 3,79 t pro Jahr, dies
entspricht ca. 34 % der Treibhausgasemissionen eines Haushalts. Durch den Kauf von gebrauchten Gegenständen oder Kleidung und
einem bewussten Konsum wird nicht nur der Geldbeutel, sondern auch das Klima geschont.
Ernährung
Auch die Produktion von Lebensmitteln verursacht Treibhausgasemissionen. Besonders tierische Produkte wie Fleisch, Käse oder
Butter sind mit hohen Emissionen verbunden. So verursacht zum Beispiel die Produktion von einem Kilo Rindfleisch zwischen elf und
30 Kilogramm CO2äq. Insgesamt werden durchschnittlich 1,69 t CO2Äq (15 % ) durch die Ernährung verursacht. Der Umstieg auf vegane
Produkte hat deshalb einen großen Effekt auf die Treibhausgasemissionen. Auch der Kauf von Bioprodukten kann zum Klimaschutz und
zusätzlich zum Wasser- und Bienenschutz beitragen.
Ihren persönlichen Treibhausgasausstoß können Sie zum Beispiel mit dem
CO2-Rechner des Umweltbundesamtes
berechnen. Hier können Sie in wenigen Minuten berechnen lassen, wo Ihr Treibhausgasausstoß im Vergleich zum deutschen Durschnitt
liegt und welche Szenarien zu einer Senkung beitragen.
Sie möchten mehr über Klimaschutz und Energieeffizienz wissen?
Wenden Sie sich gerne an unser Sanierungsmanager-Team unter
André Ludwig.
Quelle: Umweltbundesamt 2020