Aus Bartholomä

Neues vom Sanierungsmanager – Energie sparen durch richtiges Lüften
08.10.2021
Warum ist richtiges Lüften wichtig?
Ein regelmäßiger Luftwechsel in Innenräumen fördert Gesundheit, Wohlbefinden und Konzentrationsvermögen. Frische, sauerstoffreiche Luft ersetzt dabei durch regelmäßiges Öffnen der Fenster die „verbrauchte“ Luft. Es können insbesondere Kohlendioxid, ausgedünstete Schadstoffe (aus Möbeln, Teppichen, technischen Einrichtungsgegenständen u.a.) sowie Luftfeuchtigkeit abtransportiert werden. Gerade vor dem Hintergrund des energieeffizienteren Bauens zum Erreichen von Klima- und Energiezielen, zu dem u.a. auch eine optimierte Dämmung und mehrfachverglaste Fenstern gehören, kommt es zu einem geringerem „natürlichen“ Luftaustausch und damit zu einem kontinuierlichen Anstieg von Luftfeuchtigkeit. In einem Vierpersonenhaushalt sammeln sich bspw. zwischen 10 bis 12 Liter Feuchtigkeit allein durch die Atmung an (GETAIR 2021). Regelmäßiges und richtiges Lüften wird damit wichtiger denn je, denn Schimmelbildung hat sonst leichtes Spiel.
Wie halte ich Energieverluste beim Lüften möglichst gering?
Zuerst sollte man prüfen, inwieweit durch Ritzen, undichte Türen, Fenster und Decken bereits eine permanente, unbewusste Lüftung stattfindet. Durch Abdichtungs- und Dämmungsmaßnahmen lassen sich maßgeblich Energiekosten einsparen. Grundsätzlich ist Stoßlüften am effektivsten und in diesem Zusammenhang das sog. Querlüften. Der Durchzug sorgt schnell für einen kompletten Luftaustausch und Möbel und Wände kühlen nicht aus. Thermostate an den Heizungen sollten während des Lüftens gedrosselt werden. So geht weniger Heizenergie verloren.
Vom Dauerlüften mit gekippten Fenstern ist abzuraten. Hier geht die von den Heizkörpern aufsteigende Warmluft verloren und zu einem Luftaustausch und damit zu einer verbesserten Luftqualität kommt es kaum. Zudem bilden sich an den Wänden kalte Stellen, an denen die Luftfeuchtigkeit kondensiert und damit Schimmel begünstigt.
Es sollte etwa drei bis vier Mal am Tag gelüftet werden. Je nach Jahreszeit und Wetter sollten dabei die Fenster zwischen 5 und 30 Minuten geöffnet werden. Die folgende Abbildung zeigt einen Überblick, wie lange – nach Monaten unterschieden – gelüftet werden sollte. Der „Ausreißer“ im September kommt durch die durchschnittliche Kombination aus Temperatur und Luftfeuchtigkeit zustande. Diese ermöglicht einen schnelleren Luftaustausch als in den angrenzenden Monaten.
Lüften bei Virusbelastung
Gerade in Pandemiezeiten kommt es darauf an, das Ansteckungsrisiko in Innenräumen zu minimieren. Menschen halten sich dabei besonders in den kalten Monaten in geschlossenen Räumen auf. Viren können sich durch sogenannte Aerosole, also kleinste Partikel in der Luft, ausbreiten und damit auch größere Distanzen von über zwei Metern überwinden. Um einer Ausbreitung vorzubeugen, gibt es zusätzliche Lüftungstipps:
  • Dauerhaft geöffnete Fenster außerhalb der Heizsaison
  • Türen zu angrenzenden Räumen geschlossen halten, um Virenaustausch zwischen Räumen zu vermeiden
  • Lüftungsdauer der Personenzahl und der Aktivität anpassen nach dem Grundsatz: je mehr Menschen und je aktiver, desto häufiger und länger lüften
  • Wenn jemand hustet oder niest, möglichst direkt für Luftaustausch sorgen
Technische Optimierungsmöglichkeiten und Helfer fürs richtige Lüften
Es gibt mechanische Lüftungssysteme, die automatisiert frische Außenluft einbringen, wenn es nötig ist. Man unterscheidet reine Abluftanlagen sowie Zu-/Abluftanlagen. Letztere kann mit einem Wärmerückgewinnungssystem ausgestattet werden.
Ein weiterer Helfer für richtiges Lüften ist die CO2-Ampel. Sie zeigt den Kohlendioxidgehalt im Raum an. Die Konzentration sollte stets unter 1.000 ppm liegen. Wird dieser Wert überschritten, sollte gelüftet werden.
Auch der Einsatz eines Luftfeuchtemessers, eines sogenannten Hygrometers, kann ein sinnvoller Helfer sein. Etwa 30% bis maximal 65% Luftfeuchtigkeit sorgen für ein gesundheitsverträgliches und angenehmes Raumklima.
Wo kann ich mich über individuelle Sanierungsmaßnahmen informieren?
Sie können direkt mit dem Sanierungsmanager Herrn André Ludwig, in Kontakt treten und Ihre Fragen stellen. Schreiben Sie einfach eine Mail.
Wir freuen uns jederzeit über Ihre Anregungen und den aktiven Dialog mit Ihnen.
Bleiben Sie gesund.
Ihr Sanierungsmanager
Gemeindeverwaltung Bartholomä | Brunnenfeldstraße 1 | 73566 Bartholomä | Tel.: 07173 97820-0 | Fax: 07173 97820-22 | Kontakt