
Durch die Coronakrise ist der Stromverbrauch in
Deutschland insgesamt zurückgegangen. Der Absatz der Stromversorger ist bei Gewerbekunden deutlich gesunken und auch bei Großkunden
gab es einen moderaten Rückgang.
Nur bei den privaten Haushalten stieg der Stromverbrauch auf Grund von verstärkter Nutzung des Homeoffice deutlich an. Ökologisch
gesehen kann das aber durch die gesunkenen Energieverbräuche im Verkehr ausgeglichen werden – schließlich verbraucht ein
Pendler, der täglich 50 km fährt durchschnittlich 6 kg CO2 während eine Stunde Videokonferenz lediglich 1 kg CO2 verbraucht. Ist
die Videokonferenz ohne Kameraübertragung, können die durch die Videokonferenz verursachten Treibhausgase sogar um 96 % reduziert
werden.
Doch auch andere digitale Werkzeuge verursachen jede Menge Stromverbrauch. Ein durchschnittlicher Internetnutzer verursacht durch
seine Google-Suchanfragen z.B. einen Stromverbrauch, mit dem eine gängige 60-Watt-Glühbirne 3 Stunden lang leuchten könnte. Eine
Transaktion der digitalen Währung Bitcoin verbraucht sogar 820 kWh, das sind ca. 60 % des jährlichen Stromverbrauchs eines
durchschnittlichen deutschen Einpersonenhaushalts.
Auch der Stromverbrauch durch Digitalisierung weltweit ist in den letzten Jahren massiv angestiegen. Mit den 7,5 Milliarden
Aufrufen des meistgeklickten Videos auf Youtube, „Baby Shark Dance“, könnten zum Beispiel 20.000 Haushalte ein Jahr
lang mit Strom versorgt werden. Das Abspeichern von digitalen Daten in Clouds verursacht weltweit einen Energieverbrauch von ca.
600 Mrd. kWh pro Jahr, das entspricht etwa dem jährlichen Gesamtstromverbrauch von Deutschland.
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Herrn André Ludwig.