Aus Bartholomä

 Neues vom Sanierungsmanager – Alternativen zur Erdgasheizung
18.03.2022
Steigende Erdgaspreise sind schon seit einigen Monaten ein Problem für viele Unternehmen und Privatpersonen. Durch die Ukraine-Krise hat sich die Situation noch einmal sehr zugespitzt, die im Jahr 2021 schon stark gestiegenen Erdgaspreise an der Börse haben sich aktuell im frühen Jahr 2022 noch einmal durchschnittlich um 73 % erhöht. Viele Gasanbieter reichen diese Preiserhöhungen an ihre Kunden weiter.
Auch aus ökologischer Sicht ist eine Erdgasheizung nicht die beste Option. Das Heizen mit Erdgas ist zwar umweltfreundlicher als das Heizen mit Kohle oder Öl, jede Kilowattstunde verbranntes Erdgas erzeugt jedoch 0,2 kg Treibhausgasemissionen und trägt somit zur globalen Erwärmung bei.
Aus diesem Grund ist es bereits in Baden-Württemberg verpflichtend, nach einem Heizungstausch mindestens 15 % erneuerbare Energien zur Wärmeerzeugung einzusetzen. Eine Beheizung mit Erdgas ist nur über ein effizientes Wärmenetz oder in Kombination mit erneuerbaren Energien oder einem Sanierungsfahrplan für das Gebäude zulässig.
Wenn Ihr Haus also aktuell mit einem Erdgaskessel beheizt wird, ist es also ratsam, eine neue emissionsarme Wärmeerzeugung einzubauen, insbesondere, wenn der Erdgaskessel schon älter ist. Wir zeigen hier die gängigsten Alternativen zum Erdgaskessel auf:
1. Holzpellets
Heizen mit Holzpellets bietet in vielen Fällen eine ökologische und preisverträgliche Alternative. Für eine Holzpelletheizung muss allerdings ein größerer Heizungsraum vorhanden sein, da neben der Anlage auch ein Lager für die Holzpellets untergebracht werden muss.
Preislich unterliegen auch Holzpellets Schwankungen, so sind zum Beispiel auch die Preise für Holzpellets 2021 stark angestiegen. Nichtsdestotrotz sind Holzpellets im Gegensatz zum Erdgas relativ unabhängig von politischen Ereignissen und werden nicht vom steigenden CO2-Preis beeinflusst.
Holzpelletkessel werden von der Bundesregierung mit 35 % der Investitionskosten gefördert. Wenn die Anlage eine Ölheizung ersetzt oder gewisse Feinstaubwerte einhält, sind sogar noch höhere Förderungen möglich.
2. Wärmepumpe
Eine weitere Alternative ist das Heizen mit einer Wärmepumpe. Wärmepumpen können ihre Wärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder einfach aus der Luft beziehen und so Gebäude beheizen. Am effizientesten sind Wärmepumpen dabei bei Heizungssystemen, die niedrige Temperaturen (max. 50 Grad Celsius) benötigen, wie zum Beispiel Fußbodenheizungen oder großflächige Heizkörper. Aber auch für gängige Plattenheizkörper, wie sie zum Beispiel häufig im Altbau zu finden sind, gibt es Hochtemperaturwärmepumpen, die das benötigte Temperaturniveau von 70 – 90 Grad Celsius erreichen können.
Wärmepumpen werden ebenfalls mit 35 % der Investitionskosten von der Bundesregierung gefördert, beim Austausch einer Ölheizung sogar mit einem Zuschuss von 45 %.
3. Solarthermie
Solarthermieanlagen werden als dunkle Module auf den Gebäudedach installiert und eignen sich besonders gut zur Erwärmung von Warmwasser, vor allem im Sommer. Sie können 15 – 20 % der Wärmeerzeugung im Haus abdecken und bieten damit insbesondere für größere Haushalte (ab vier Personen) eine sinnvolle Ergänzung.
Auch Solarthermieanlagen werden von der Bundesregierung gefördert, der Zuschuss beträgt 30 % der Investitionskosten.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an den Ansprechpartner des Bartholomäer Sanierungsmanager-Teams, Herrn André Ludwig.
Für eine individuelle kostenfreie Beratung kontaktieren Sie gerne die  Energie- und Klimaschutzberatung des Ostalbkreises.
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