Aus Bartholomä

Gedenkstein „Adelheid-Stoile“
28.11.2025
Am Parkplatz Adelheid Stoile wurde aktuell der Gedenkstein der Adelheid Feiner neu aufgestellt.
In früherer Zeit waren viele Bartholomäerinnen und Bartholomäer als Fabrikarbeiterinnen und Arbeiter bei „Spießhofer und Braun“ und „Schneider & Sohn“ in Heubach beschäftigt. Den Weg zur Arbeit legten sie meist zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück. Auch die Tochter des Käsers Josef Feiner (1885-1918) und seiner Frau Maria geb. Staudenmaier (1887-1971), Adelheid Feiner (geb. 1917), war in Heubach als Näherin beschäftigt. Diese junge Frau wird post mortem einer ganzen Parzelle ihren inoffiziellen Namen verleihen: „beim Adelheid-Stoile“.
Im August 1937 fand auf dem Albuch ein Manöver der Deutschen Wehrmacht statt. Die erst 20-jährige Adelheid Feiner stütze auf dem Weg nach Heubach von ihrem Fahrrad auf die Fahrbahn. Dem Fahrer des folgenden Halbkettenfahrzeugs war es aber unmöglich, sein Fahrzeug zum Stehen zu bringen. Adelheid Feiner wurde von dem Militärfahrzeug erfasst. Sie war auf der Stelle tot.
Zur Erinnerung an diese Tragik ließ die Familie Feiner an der Unglücksstelle, an der heutigen L1162, einen Gedenkstein errichten. Im Verlauf eines Verkehrsunfalls 2016 wurde der Stein allerdings in Mitleidenschaft gezogen und stand nun bis zu seiner Wiedererrichtung im Bartholomäer Bauhof. Auf Grund von straßenrechtlichen Vorschriften durfte der Gedenkstein nicht an der ursprünglichen Stelle direkt an der Landesstraße errichtet werden. Nun hat der Gedenkstein ein verdientes Ehrenplätzle gefunden und wurde direkt am Parkplatz, dem er schließlich seinen Namen gibt, wieder errichtet.
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