Aus Bartholomä

Innenentwicklung in Bartholomä
28.11.2025
Neue Wohnformen für eine älter werdende Gesellschaft
Bartholomä ist geprägt von vielen Einfamilienhäusern mit großen Gärten. Häufig leben darin nur noch wenige Personen auf sehr großzügigen Flächen – ein Trend, der sich im Zuge des demografischen Wandels zunehmend zeigt. Die Gemeinde hat einen hohen Anteil älterer Bürgerinnen und Bürger, für die der bestehende Wohnraum oftmals zu groß oder nicht mehr altersgerecht ist. Um herauszufinden, ob in Bartholomä Bedarf und Akzeptanz für neue, seniorengerechte Wohnformen bestehen, fand am 21. Oktober im Rathaus eine Bürgerinformationsveranstaltung zum Thema Innenentwicklung statt.
Die Gemeinde Bartholomä hat über das Landesprogramm „Fläche gewinnen durch Innentwicklung“ eine Förderbewilligung erhalten, um Möglichkeiten der Innenentwicklung zu prüfen. Das Büro Reschl Kommunale Projektentwicklung stellte bei der Bürgerinformationsveranstaltung interessante Daten über die demografische Entwicklung Bartholomäs vor. Erfreulich ist, dass die Anzahl der jüngeren Menschen in Bartholomä in den kommenden Jahren stabil bleibt. Freilich wächst der Anteil der älteren Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde. Weiterhin präsentierte das Büro Möglichkeiten, wie altersgerechter Wohnraum künftig aussehen könnte – exemplarisch dargestellt am Grundstück Hauptstraße 30. Im Mittelpunkt stand dabei der Vorschlag des Büros, vier freistehende Bungalows mit jeweils rund 90 qm Wohnfläche zu realisieren. Die Gebäude wären so angeordnet, dass in ihrer Mitte eine hofartige Situation entsteht. Dieser gemeinschaftliche Außenbereich soll Begegnungen fördern und ein nachbarschaftliches Miteinander erleichtern. Darüber hinaus wurden weitere Ideenvarianten vorgestellt. Dass dieses Thema viele Menschen bewegt, zeigte sich auch in den Rückmeldungen der Anwesenden. „Erst kürzlich haben wir überlegt, wie wir das mit dem großen Garten noch schaffen sollen“, bemerkte ein Besucher – eine Aussage, die deutlich macht, dass neue Wohnformen bei vielen auf offene Ohren stoßen. Abschließend wies Bürgermeister Thomas Kuhn darauf hin, dass es in Bartholomä derzeit noch viele private Baulücken gibt und warb bei den Eigentümern darum, die Flächen zu bebauen.
Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer, die Interesse an einer Entwicklung ihrer Flächen haben, sind herzlich eingeladen, sich im Rathaus zu melden und mit der Verwaltung Kontakt aufzunehmen.
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