Lesung in Bartholomä - Eine Kindheit im Neapel der 50iger Jahre
Erri De Luca: Fische schließen nie die Augen
In gemütlicher Runde traf sich ein kleiner Kreis von Liebhabern italienischer Literatur in der Dorfbücherei Bartholomä.
Der Partnerschaftsverein Amici di Casola hatte zu einer Lesung eingeladen, die zusammen mit der Volkshochschule und dem
Team der Gemeindebücherei organisiert wurde.
Angelika Huber-Sommer las aus „Fische schließen nie die Augen“, einem sehr persönlichen Werk des in Italien
populären Schriftstellers Erri de Luca. In der kleinen poetischen Kindheitsgeschichte erinnert sich der neapolitanische
Schriftsteller an einen Sommer am Strand, in dem er als heran wachsender Junge die Bekanntschaft eines älteren Mädchen
aus dem Norden macht, das ihm nicht nur das Küssen beibringt. In einem Prozess des Erinnerns mischt der jetzt über
sechzig Jahre alte Schriftsteller seine Erlebnisse in der Kindheit mit seinen Erfahrungen. Vor dem Hintergrund dieses
Sommers folgt der Lebensweg des Erzählers einer besonderen Logik.
Erstaunt stellen sich die Zuhörer die Frage, was einen heute reifen Mann, der in jungen Jahren Mann in der Industrie am
Band arbeitete und hoch engagiert in der Politik tätig war, dazu brachte, sich zarten Kindheitsgefühlen zu erinnern.
Im Namen des Partnerschaftsverein Bartholomä dankte der Vorsitzende Karl Busch den Organisatoren und vor allem Frau
Angelika Huber-Sommer für den Vortrag und die brilliante Auswahl des Textes und überreichte der Bücherei ein Exemplar
des vorgestellten Buches. Bei italienischen antipasti und mit angeregten Gesprächen klang der Literaturabend aus.
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