Auf den Spuren von Franz von Assisi wanderten die Pilger und Naturliebhaber des Schwäbischen Albvereins und des Partnerschaftsvereins
„Amici di Casola“. Die Touren führten durch meist unberührte Natur und abwechslungsreiche Kulturlandschaften. Die 28 Wanderer aus
Bartholomä und der Region Schwäbisch Gmünd genossen unter Leitung des Wanderführers und Vorsitzenden von "Amici di Casola", Karl Busch, ein
abwechslungsreiches Wander- und Kulturprogramm.
Übernachtet wurde in Pilgerherbergen und Landhotels entlang der Strecke. Die Anreise erfolgte mit Kleinbussen über den Fernpass und Brenner
nach Florenz. Am Piazza Michelangelo, oberhalb der Stadt, genossen die Teilnehmer zunächst einen Panoramablick über die faszinierende
Renaissance-Stadt. Bei der anschließenden Stadtbesichtigung gab vieles zu bestaunen, den Duomo, die Piazza della Signoria und die Ponte Vecchio.
Die Ostälbler erfuhren dabei viel über die geschichtlichen Zusammenhänge und die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Leider konnte die Franziskaner
Kirche "Santa Croce" mit der majestätischen Fassade nicht besichtigt werden, da am Piazza Santa Croce ein historischer Wettkampf stattfand.
Danach ließen sich die Teilnehmer in einer typischen Trattoria ein toskanisches Menü und einen süffigen Chianti Wein munden. Ein erfrischender
Abendspaziergang durch die pulsierende Stadt zur Ponte Vecchio und entlang des Arnos rundete den erlebnisreichen Tag ab.
In den folgenden Tagen pilgerten die Teilnehmer auf den Spuren des hl. Franziskus in fünf anstrengenden Tagesetappen von 15 bis 20 km und
jeweils ca. 1.000 Höhenmeter über die grünen Hügel der Toskana. Von Ellero in der Nähe von Florenz, wanderten die Bartholomäer über den Consumer
Pass nach Pieve Santo Stefano und durchstreiften kleine Dörfer und malerische Städtchen. Dabei passierten sie das Städtchen Stia mit seinem
mittelalterlichen Stadtkern, die einmalige Mönchsklause „Camaldoli“ sowie den heiligen Ort der Franziskaner, das Kloster „La
Verna“. Die Sehenswürdigkeiten zeugen vorzüglich von der weltlichen und geistlichen Geschichte der Region und von dem Leben und Wirken des
heiligen Franziskus. Die Wanderung durch den Heiligen Wald bei La Verna und die Besichtigung der umfangreichen und komplett erhalten
Klosteranlage "La Verna" war ein Höhepunkt der Reise und beeindruckte die Bartholomäer Pilger. Claudia Moser vom Partnerschaftsverein führte
durch das mittelalterliche Kloster und erläuterte das Leben und Wirken von Franz von Assisi.
Besonders beeindruckt waren die Wanderer von der Pflanzen- und Blütenvielfalt dieser Naturlandschaft. Die buntgemischte Wanderschar meisterte
die botanisch interessanten Pfade über die Hügelketten des Apennins mit Bravur. Sie waren von den ausgeprägten und vielfältigen Wanderrouten
durch den Naturpark Casentiono mit seinen stattlichen Wäldern und seiner sanften Hügellandschaft begeistert.
Am Wochenende beteiligten sich die Wanderer zusammen mit dem zusätzlich angereisten Besuchergruppen aus Bartholomä an dem kulturellen
Rahmenprogramm des Sommeranfangsfestes in Casola Valsenio, bei dem unter anderen auch die Kleinstädtchen Cesenatico besucht wurde. Die lauen
Spätsommerabende genoss man zusammen mit den italienischen Freunden in geselliger Runde. Es waren für viele Teilnehmer neue positive Erfahrungen
sowie beeindruckende und erlebnisreiche Tage. Die harmonische Gemeinschaft in der Wandergruppe festigte das Miteinander und führte zu neuen
Freundschaften.









