Casola Valsenio – Partnerschaftsverein "Amici di Casola"

Hauptversammlung des Partnerschaftsvereins Bartholomä am 20.07.2021
26.07.2021
Ein Vereinsjahr der Solidarität – antra tutto bene – alles wird gut

"Auch wenn 2020 als Jahr ohne persönliche Begegnungen mit unserer Partnergemeinde Casola Valsenio in die Vereinsgeschichte eingeht, wollen wir positiv in die Zukunft sehen." Mit diesen Worten eröffnete Bettina Ritz, die erste Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Bartholomä die diesjährige Hauptversammlung. Sie richtete Grüße von Bürgermeister Kuhn aus, der leider nicht an der Sitzung teilnehmen konnte und ausdrücklich die gute Kommunikation unter den beiden Gemeinden und deren Partnerschaftsvereinen betonte. Für einen Verein, der sich Freundschaft und Begegnung auf die Fahnen geschrieben hat, stellte das Corona-Jahr eine besondere Herausforderung dar, die jedoch bravurös gemeistert wurden. Der Kontakt zu den Freunden in der Emilia Romagna wurde in regelmäßig stattgefundenen Videokonferenzen aufrechterhalten. Gemeinsam schaute man bei zunehmenden Infektionen auf die Zahl der Kranken im jeweiligen Dorf, gemeinsam freute man sich, wenn die Beschränkungen wieder zurückgenommen werden konnten.
Untermalt von einer Bildershow ließ Bettina Ritz die Aktivitäten des Vereinsjahres 2020 Revue passieren. Sie zeigte nicht die sonst üblichen geselligen Treffen bei Wein und Musik, sondern gab Zeugnis vom gelebten Miteinander in schwierigen Zeiten und großer Solidarität. Zu nennen ist hier die Regenbogenaktion "antra tutto bene", an der 54 Kinder und 2 Lehrer teilnahmen. Der am Casola-Platz aufgestellte Regenbogen und das gedrehte Video gab den Freunden in Italien Mut und Zuversicht: Alles wird gut! Im Mai stieß ein Aufruf, für bedürftige Bürger in Casola zu spenden, auf eine unglaubliche Resonanz: 4.785 € konnten durch Spenden der Vereinsmitglieder und aus dem Fond "Miteinander in Europa" an Giorgio Sagrini, dem Bürgermeister von Casola Valsenio, überreicht werden. Das Geld finanzierte dringend benötigte Dinge des täglichen Bedarfes, Medikamente und Schulsachen. Die einzige Veranstaltung in Präsenz war im September die Veranstaltung "Fine estate", bei der die Kinder über das Ende des Sommers mit Pizzabacken und italienischen Kräutern getröstet wurden.
Nach den Berichten der Schriftführerin Kerstin Behringer und des Schatzmeisters Jürgen Pfau, dem die Kassenprüfer einwandfreie Buchführung attestierten, konnte der Ehrenvorsitzende Karl Busch die Entlastung der Vorstandschaft herbeiführen. Er dankte dafür, dass es gelungen ist trotz Kontaktbeschränkungen und geschlossener Grenzen den Zusammenhalt mit der Partnergemeinde zu pflegen und die Kultur- und Wertegemeinschaft in Europa hochzuhalten.
Bei den anschließend stattgefundenen Wahlen wurde die gesamte Vorstandschaft wiedergewählt: Erste Vorsitzende Bettina Ritz, als ihre Stellvertreter Claudia Moser und Helmut Baur, Schriftführerin Kerstin Behringer und Kassierer Jürgen Pfau. Das Amt der Kassenprüfer übernehmen wieder Hans Trinkl und Anja Ritz. Im Beirat sind weiterhin vertreten: Anita Kopp, Sonja Kühnhöfer, Wolfgang Boffa, Ilona Streicher, Anna Jüttler, Thomas Stütz, Elke Maier und Simone Ritz. Ruth Grötzinger-Wiesner stellte sich nicht wieder zur Wahl und wurde mit dankenden Worten von Bettina Ritz verabschiedet.
Claudia Moser gab als stellvertretende Vorsitzende einen Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen. Im Sommerferienprogramm führt Jürgen Pfau vor dem traditionellen Pizzabacken auf dem Wirtsberg einen erlebnispädagogischen Waldgang durch. Am Freitag, 8. Oktober, ist es dann soweit: Der zweimal verschobene und heiß ersehnte italienische Abend findet in Braighausen mit der italienischen Band Due piu due statt. Karten sind bei den Ausschussmitgliedern erhältlich. Als kleiner kultureller Leckerbissen folgt dann am 12. Oktober die Lesung italienischer Literatur in der Bücherei mit Angelika Huber-Sommer.
Zum Schluss konnte Claudia Moser noch von dem Projekt "Gemeinsame Wege in Zukunft gehen, Friedensweg und Weg der Erinnerung" berichten, mit dem sich die beiden Gemeinden Casola Valsenio und Bartholomä um einen vom italienischen Präsidenten Matarella und vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmaier ausgesetzten Preis bewerben.

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